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Mittwoch, 26. Juli 2017

Grande Dame des deutschen Films: Hannelore Elsner - die Unberührbare

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Haaallooo! Ja, ... (Foto: picture-alliance/ dpa)

Haaallooo! Ja, ...

Haaallooo! Ja, ...

... genau Sie meine ich. Und ...

... Sie da drüben auch.

Gefalle ich Ihnen? Keine Sorge, ...

... Sie brauchen sich nicht zu genieren, das zuzugeben. Denn schließlich ...

... sind Sie mit Ihrem Faible für Hannelore Elsner nicht allein. Für viele ...

... gehört sie zu den Frauen mit dem größten Sexappeal in der deutschen Fernsehgeschichte. Dabei ...

... feiert sie am 26. Juli 2017 tatsächlich ihren sage und schreibe 75. Geburtstag. Damit ...

... hat sie sogar Iris Berben (r.), mit der sie sich in Beliebtheits- und Schönheits-Umfragen regelmäßig um die Platzierungen balgt, ...

... ein wenig voraus. Schließlich ist die 1950 geborene Berben (l.) rund acht Jahre jünger als sie. Doch egal, ...

... Konkurrenzkämpfe dieser Art scheint es zwischen den beiden Grande Dames ohnehin nicht zu geben.

Seit nahezu 60 Jahren steht Elsner mittlerweile vor der Kamera - einfach so, wie man sie kennt, ...

... oder auch mal blond ...

... oder ergraut. Ihre ersten Filmeinsätze hatte sie seinerzeit 1959 ...

... an der Seite des späteren "Einer wird gewinnen"-Moderators Hans-Joachim Kulenkampff (Foto von 1971) ...

... und von Schlagersänger Freddy Quinn (Foto von 1962) in Streifen mit Namen wie "Immer die Mädchen" und "Freddy unter fremden Sternen". Rückblickend ...

... waren das nicht unbedingt Sternstunden ihres Schauspielerinnen-Lebens, wie Elsner 2011 der "Süddeutschen Zeitung" verriet: "Das war halt alles so frivol und bieder zugleich. Papas Kino eben. Ich habe mich damals eigentlich dauernd geschämt, so was zu spielen." Auch in den 60er- und 70er-Jahren ...

... wirkt Elsner noch an seichten Unterhaltungsstreifen wie "Die Lümmel von der ersten Bank" mit, zugleich jedoch werden ihr auf der Theaterbühne ...

... und in Filmen wie "Die Herren mit der weißen Weste" an der Seite von Mario Adorf (l.) mehr und mehr auch ernsthaftere Charakterrollen angetragen. Schon bald ...

... ist Elsner auch aus dem Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Sie wirkt in zahlreichen TV-Filmen und -Serien mit, unter anderem in diversen "Tatort"-Folgen (hier mit Karin Anselm). Ihren möglicherweise größten Triumph ...

... feiert sie allerdings tatsächlich erst, als sie die 50 bereits überschritten hat: 1994 bekommt sie die Hauptrolle in der Krimi-Reihe "Die Kommissarin". Ganze zwölf Jahre ...

... und 66 Folgen lang schlüpft Elsner von nun an in die Rolle der Ermittlerin Lea Sommer. Die Serie ...

... ist definitiv kein Grund, sich die Kugel zu geben. Sie kommt ...

... nicht nur beim Zuschauer blendend an, ... (Elsner bei der Verleihung des "Telestars" 1995 mit Barbara Auer und Götz George)

... sondern schreibt auch Geschichte - als erste deutsche Krimi-Serie mit einer weiblichen Hauptperson. Auch ...

... die Kinorolle ihres Lebens spielt Elsner nach Ansicht vieler Kritiker erst mit 58 Jahren. In ...

... "Die Unberührbare" von Regisseur Oskar Roehler mimt die Schauspielerin die gealterte Starautorin Hanna Flanders derart überzeugend, ...

... dass sie dafür erstmals mit dem Deutschen ...

... und auch dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wird. In den folgenden Jahren ...

... sollten unzählige weitere Ehrungen, ...

... Auszeichnungen ...

... und Preise hinzukommen. Den Deutschen Filmpreis bekam Elsner 2003 noch ein weiteres Mal. Das Bundesverdienstkreuz erhielt sie 1997 ebenso ...

... wie 2008 den Bayerischen Verdienstorden. Und über den freute sich die gebürtige Oberbayerin offenbar genauso ...

... wie Bayerns damaliger Ministerpräsident Günther Beckstein. Seit 2014 ...

... ziert ein Stern mit Elsners Namen den "Boulevard der Stars" in Berlin. 2016 ...

... bekam die Schauspielerin mit dem Askania Award für Künstler, die sich um den Film verdient gemacht haben, eine ihrer bis dato letzten Auszeichnungen.

Vor ihrem Engagement in "Die Unberührbare" hatte Elsner rund 15 Jahre lang keinen Kinofilm mehr gedreht. Doch nun ging es für sie nicht mehr nur im Fernsehen, sondern auch auf der Leinwand wieder Schlag auf Schlag. Dass ...

... die Komödie "Alles auf Zucker!" von Daniel Levy ...

... und Doris Dörries "Kirschblüten - Hanami" dabei zu den Highlights gehören, steht außer Frage. Ob ...

... auch Elsners Verkörperung der Mutter von Rapper Bushido in "Zeiten ändern dich" ...

... oder die "Hanni und Nanni"-Verfilmungen dazu zu zählen sind, möge indes jeder selbst entscheiden. So ...

... freudestrahlend wie Hannelore Elsner heute auf ihre Schauspiel-Karriere zurückschauen kann, ...

... so nachdenklich wird sie dies vermutlich mit Blick auf ihr Privatleben tun. Ihr fünfjähriger Bruder kam bei einem Fliegerangriff im Zweiten Weltkrieg ums Leben. Ihr Vater starb, als sie gerade erst acht Jahre alt war. Zwei Ehen der Schauspielerin scheiterten, ...

... auch diverse Beziehungen - darunter eine mit dem 2011 verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger - waren nicht von Dauer. Während Elsner ...

... ihm jedoch stets freundschaftlich verbunden bleibt ...

... und sie sich von seinem frühen Tod mit nur 61 Jahren schwer betroffen zeigt, ...

... ist ihr Verhältnis zu ihm eher angespannt. Ausgerechnet. Schließlich ist Regisseur Dieter Wedel der Vater ...

... von Elsners einzigem Kind, ...

... dem 1981 geborenen Sohn Dominik. Dass ...

... Wedel etwa in seiner Autobiografie nur allzu freimütig über seine Zeit mit ihr Auskunft gab, passte Elsner so gar nicht. Kurzerhand verklagte sie ihren Ex-Liebhaber wegen dieser "Indiskretionen". Und auch sonst ...

... lässt die Schauspielerin kaum ein gutes Haar an dem Regisseur. In einem Interview erklärte sie einst: "Wedel ist nicht der Vater von Dominik. Er ist sein Erzeuger." Aber ...

... was sollte sie sich darüber eigentlich weiter grämen? Potenzielle ...

... Bewunderer ...

... und Verehrer ...

... hat sie nun ja wahrlich mehr ...

... als genug. Okay, ...

... Alfred Biolek hatte sicher nur rein platonische Interessen an ihr - in erster Linie, sie für seine Stiftung "Hilfe für Afrika" zu gewinnen. Für den guten Zweck ...

... steigt Elsner gerne mal in die Bütt, so wie auch hier bei einer Aktion der "Ärzte ohne Grenzen" 1998 in Bonn. Gut, ...

... wenn sich das mit ihrem Herz für die Kunst kombinieren lässt. Diese Installation etwa gehörte zu einer Reihe von Arbeiten, die 1998 zugunsten der AIDS-Hilfe versteigert wurden. Elsner war Schirmherrin des Projekts.

Nur um Kunst ging es indes zum Beispiel bei dieser Aktion. Unter der Überschrift "Tätowiertes Leben" ließ sich Elsner 2003 ...

... für eine Performance der Münchner Künstlerin Susanne Wiebe anmalen. Und selbst wenn es ...

... um handfeste kommerzielle Interessen geht, scheint die Schauspielerin immer noch auf eine sinnvolle Botschaft Wert zu legen. So stand die Werbekampagne einer Kosmetikfirma, für die sich Elsner 2007 engagierte, unter dem Motto "Schönheit kennt kein Alter". Dabei ...

... ist das Alter ein Thema, über das Elsner gar nicht gerne spricht. "Ich muss über mein Alter reden, seit ich 25 bin. Das geht mir auf die Nerven", echauffierte sie sich in ihrer Autobiografie. Und ...

... in einem Interview offenbarte sie: "Ewig leben - das wäre mir bis heute das Allerliebste." Nun gut, ...

... das ewige Leben wird es im Diesseits vermutlich auch für sie nicht geben. Gleichwohl ...

... wünschen wir ihr, dass sie das Glück auch nach ihrem 75. nicht groß suchen muss ...

... und stattdessen noch lange fit, fröhlich und beherzt vor der Kamera steht. (vpr)

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