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Das ist unser Mann!
Und darum ging es! Immer! Wein, in diesem Fall Äppelwoi, ...
... Weib, in diesem Fall Dagmar Koller, ...
... und Gesang, in diesem Fall mit Rene Kollo.
Sie erinnern sich? Der Wirt des "Blauen Bock" und seine reizende Assistentin Lia Wöhr versüßten uns so manchen Abend.
Im Jahr 1987 feierte der Blaue Bock sein dreißigstes Jubiläum, kurz darauf gab Schenk die Sendung aus Altersgründen auf. Leider.
Da an Florian Silbereisen noch lange nicht zu denken war, versickerte die Kult-Sendung in der Versenkung.
Der "Blaue Bock" gastierte überwiegend in hessischen Städten in der jeweiligen Stadthalle. Sechs Mal pro Jahr baute man eine Äpplwoi-Kulisse nach und ließ der Gemütlichkeit ihren Lauf.
Prominenz aus Film und Funk gab sich die Klinke in die Hand, man trällerte Opern-, Schlager- und Operettenmelodien und Schenk näselte in seiner unnachahmlichen Art auf hessisch Selbstgereimtes.
Am Schluss der Sendung erhielten die Gäste statt Blumen einen sogenannten Bembel. Schenk und Wöhr handsignierten das gute Stück - unter Kennern inzwischen ein Renner.
Unvergesslich seine Streitgespräche mit Reno Nonsens, dem Oberkellner in der Sachsenhausener Schankgaststube, der den Wirt zur Freude seiner schunkelfesten Gäste gerne in den Wahnsinn trieb.
Darauf ein Tässchen Äpplwoi! Für den beliebten Moderator, der am 11.12. seinen 82. Geburtstag feiert, gab es zu seiner aktiven Zeit jedoch immer nur Unvergorenes: Er bevorzugte Apfelsaft in seinem Bembel.
Ein richtiger Frauentyp war er ja nicht, wagen wir mal zu behaupten, aber eine unverwechselbare Type, dessen Charme sich auch eine rassige Schönheit wie Dunja Rajter nicht entziehen kann.
Und weil wir ihn zu seinem 80. Ehrentag so schmächlich vergessen haben, ...
... holen wir das nun zwei Jahre später um so lieber nach! Und jetzt alle: Zum Blauen Bock, beim Äpplwoi, da lass Dich ruhig nieder, zum Blauen Bock, da gehn nur gute Mensche nei und singen frohe Lieder ... (oder so ähnlich).
Tja, sorry, also alles Gute! Dürfen wir uns vielleicht auf eine Revival-Sendung freuen?
Doch nochmal zurück in die gute alte TV-Zeit, in der es nächtens noch ein Testbild gab: ...
... Bis zu 20 Millionen Menschen schalteten damals die Sendung ein. Nicht einmal Thomas Gottschalk kommt heute mit "Wetten dass..?" und internationalen Superstars an diese Traumquoten heran.
Was machte denn nun den Erfolg der Sendung aus? Die sofort ins Auge springende Fröhlichkeit des Moderators sicher nicht ...
... und um Lifestyle ging es auch nicht: 1983 wollte der HR der Äppelwoi-Wirtin Wöhr eine hübsche "Wirtstochter" als Assistentin zur Seite stellen, um die Sendung für jugendliche Zuschauer interessanter zu machen. Schenk lehnte ab.
Doch unter anderem für diese Standhaftigkeit, Echtheit und die unverwechselbare Schlagfertigkeit bekam Schenk 1999 den hessischen Verdienstorden (von Roland Koch) umgebembelt.
Mit Hape Kerkeling hat er sich 1993 ein unvergessliches Denkmal in "Kein Pardon" geschaffen: ...
... Der Ausspruch:"Witzischkeit kennt keine Grenzen" ist auch heute in aller Ohren, und noch viel wischtischer: "Witzischkeit kennt keine Altersgrenzen!"
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