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Er braucht nun echt keine Mark, ...
... obwohl er manchmal wirklich so aussieht, als sollte man ihm eine in die Hand drücken.
Aber sein Look gehört zu ihm, ...
... wie all die Instrumente, ...
... die der Mann aus Mülheim an der Ruhr ...
... sämtlichst und perfekt beherrscht.
Jetzt feiert der Hutträger, ...
... Allroundmusiker ...
... und Ober-Quatschkopf ...
... seinen 55. Geburtstag, am 30. August 2010.
Das Improvisationstalent ist einer von diesen Allroundern, die vom Aussterben bedroht sind: ...
... Unterhaltungskünstler, ...
... Schriftsteller, ...
... Film- und Theaterregisseur, ...
... Schauspieler ...
... und vor allem und immer wieder Multiinstrumentalist.
Er gehört zu einer Garde, die inzwischen selten geworden ist: ...
... Schneider ist nicht einer von diesen Quasselfritzen, die allein dadurch punkten, dass sie irgendeinen total heftigen deutschen Dialekt sprechen, Mannheimerisch oder Sächsisch oder Berlinerisch, ...
... er baut sein Programm auch nicht auf der erbarmungswürdigen Tatsache auf, dass Männer und Frauen sich eigentlich nichts zu sagen haben und wenn, dann ein Wörterbuch für die Konversation brauchen, ....
... er hat eigentlich keine Masche.
Na gut, vielleicht doch. Seine Masche ist ...
... Anarchie!
Und Wahnsinn.
Gepaart mit der Gabe, über sich selbst lachen zu können.
Aber auch über andere!
Blöd ist er nicht, der Helge, ...
... dafür erfindungsreich.
Helge Schneider wurde im August 1955 in Mülheim an der Ruhr im Ortsteil Styrum geboren, ...
... deshalb wollte er zunächst auch Clown werden.
Heute lebt er zwischen Essen und Mülheim immerhin im ehemaligen Ausflugslokal „Schürmann im Loch“.
Schon als kleiner Junge "verklitt" er sich gerne, zum Beispiel als Opa. So steht es auf seiner Homepage, die liebevoll von seinem Hausmeister betreut wird.
Mit der Schule hatte Helge keine Probleme - er verließ sie einfach vor dem Abitur.
Und weil er immer lieber und laut Musik machen wollte und alleine leben besser fand als mit seinen Eltern, zog er mit 17 aus.
Er stand auf derselben Bühne wie Jopi Heesters, ....
... trat bei Schlingensief ("Menu total") auf, ...
... und machte sich einen Namen als "Singende Herrentorte".
Sein Erfolg ging von Anfang an ab wie Schmidts Katze: Tourneen, u.a mit seiner Band "Hardcore" (Buddy Casino und Peter Thoms), ...
... und immer wieder Ausflüge in die Musik mit anderen Künstlern.
1993, da kam dann alles "Knall auf Fall": Texas, Katzeklo, Käsebrot. Der große Durchbruch.
Bücher, Filme, Auszeichnungen.
Das Klavier ist ihm das Liebste: 2008 u.a. "Klavierspieler des Jahres".
Schneider hat kaum mehr ein Privatleben.
Doch trotz größter Bemühungen seitens der Paparazzi gelingt niemandem ein Schnappschuss, der auch nur einigermaßen nach Privatleben aussieht.
Man weiß allerdings, dass die Frauen auf ihn fliegen!
Deshalb verwundert es auch nicht, dass Herr Schneider aufgehört hat zu rauchen und Vater vieler Kinder ist, u.a. von Frieda und Charly, ...
... die erst 2007 und 2010 geboren werden. Sein Kommentar zum jüngsten Nachwuchs: " Ich hatte sowieso noch ein paar Schlagzeugstöcke übrig, vielleicht kann er die gebrauchen, aber erst soll er schwimmen lernen."
Es ist bestimmt witzig, Helge Schneider zum Vater zu haben, außer wenn er bei den Hausaufgaben helfen müsste.
Denn auch wenn eine seiner Tourneen "I Brake Together!" hieß und er englisch simulierte, weiß doch schon jedes Baby, dass "brake" Bremse heißt und nicht "breche".
Als Dany Levis Film "Mein Führer" in die Kinos kam, wurde viel und kontrovers darüber diskutiert.
Helge stand zu seiner Darstellung als Schauspieler, war mit dem fertigen Film aber nicht glücklich und sagte dies auch öffentlich. Ca. 800.000 Besucher haben sich den Film trotzdem im Kino angeschaut.
Und immer wieder Touren. Unter dem Motto "Akopalüze Nau" oder "Wullewupp Kartoffelsupp" bringt er die Leute landauf, landab zum Lachen.
Seine aktuelle Tour: "Komm hier haste 'ne Mark" ist Wochen im Voraus ausverkauft.
Darauf - und auf den 55. Geburtstag - genehmigen wir uns schon am Vormittag ein Pikkolöchen. Glückwunsch!
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