Ein 18-jähriges, naives Mannequin lernt einen attraktiven und berühmten Dirigenten kennen, der auf dem besten Weg ist, der "Generalmusikdirektor Europas" zu werden.Bild 1 von 23 Ein Stoff, aus dem die Träume sind. Eliette von Karajan hat erst jetzt, fast 20 Jahre nach dem Tod ihres Mannes Herbert von Karajan, der am 5. April 2008 100 Jahre alt geworden wäre, dieses wahr gewordene "Märchen" erzählt.Bild 2 von 23 "Mein Leben an seiner Seite" nennt sie ihre jetzt bei Ullstein erschienene Autobiografie, die sie den Töchtern Isabel und Arabel gewidmet hat.Bild 3 von 23 Es ist natürlich auch der Bericht aus einem klassischen Jet-Set-Leben. Man trifft sich zum ersten Mal auf einer Yacht im südfranzösischen Saint-Tropez und verkehrt in den folgenden Jahren in den "besten Kreisen" ...Bild 4 von 23 ... und mit den berühmtesten Zeitgenossen aus Kultur, Politik und gesellschaftlichem Leben.Bild 5 von 23 Aber es ist auch der Bericht einer Frau, die eine eigene Berufskarriere schon in jungen Jahren aufgab, um einen Mann zu begleiten, der sie sehr liebte, der aber vor allem, wie sie im Buch mehrfach anklingen lässt, in seiner Welt der Musik lebte.Bild 6 von 23 "Ich hatte es von Anfang an gewusst, Herbert war seit jeher vor allem mit der Dame namens "Musik" verheiratet", meint sie rückblickend. Ob das der jungen Frau von Anfang an so deutlich bewusst war, bleibt dahingestellt.Bild 7 von 23 "Sonnentage haben die Angewohnheit, stetig kürzer zu werden, da hilft nicht einmal die innigste Liebe - irgendwann beginnt der Alltag", schreibt sie. Auch von seiner "Scheu in emotionalen Belangen" nach außen hin ist die Rede, oder von seiner "Technikbesessenheit".Bild 8 von 23 Alles in allem erfährt der Leser über diesen "seltsamen Mann" (Wolfgang Stresemann) nicht viel mehr, als er nicht schon aus der bisherigen Flut der Veröffentlichungen über das "Wunder Karajan" wusste. Andererseits: ...Bild 9 von 23 ... Doch, er konnte "aus vollem Herzen lachen, herumalbern" und konnte ausgezeichnet Witze erzählen, war andererseits immer beherrscht, ein Pünktlichkeitsfanatiker und detailbesessen - in vielem also auch ein "Parade-Preuße".Bild 10 von 23 Die Anfänge waren nicht einfach: Karajan war ein Name mit Klang, "seiner jungen, unbekannten, für die meisten auch unbedeutenden Ehefrau hingegen begegnete man zunächst mit abwartender Kühle, manche auch mit kaum verhüllter Hochnäsigkeit".Bild 11 von 23 Mit Berlin ist die Ehefrau des langjährigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker nie richtig warm geworden, beide haben in dieser für viele so "rauen Stadt" auch gesellschaftlich nie Fuß gefasst.Bild 12 von 23 Dabei hatte dort 1955 nach ihren Worten "eine der längsten "Liebesgeschichten" in der klassischen Musik" begonnen, die allerdings, wie so manche großen Liebesaffären, mit einer Katastrophe endete.Bild 13 von 23 Eliette von Karajan geht auf den dramatischen Bruch Karajans mit seinen Philharmonikern in den 80er Jahren nicht sehr ausführlich ein ("genug der unschönen Seiten").Bild 14 von 23 Fakt ist zumindest, dass Karajan Ostern 1989 den Berlinern seinen spektakulären Kündigungsbrief schrieb.Bild 15 von 23 Wenige Monate später, am 16. Juli 1989, stirbt er in Anif bei Salzburg zu Hause in den Armen seiner Frau im Alter von 81 Jahren. Schon einen Tag später wird er in aller Stille beigesetzt. (Foto: Eliette mit den Töchtern)Bild 16 von 23 Der leidenschaftliche Motorsportler, Flieger, Skifahrer und Bergwanderer Karajan, der in seinen späteren Jahren von schweren körperlichen Leiden gezeichnet war, hatte einen Traum, wie er mal sterben wollte: ...Bild 17 von 23 ... "Dann nehme ich einen Rucksack mit einer Flasche Whisky und Schlaftabletten", um einen letzten Blick auf sein geliebtes Alpenpanorama zu werfen.Bild 18 von 23 Die Musikwelt ehrt in diesem Jahr mit Festkonzerten, Schallplatten-Sondereditionen, Filmen und Büchern Herbert von Karajan, der am 5. April 2008 100 Jahre alt geworden wäre.Bild 19 von 23 Er gilt als einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. 2008 soll nach dem Willen des Eliette und Herbert von Karajan Instituts in Salzburg "kein Gedenkjahr", sondern "ein Festjahr" für Karajan werden.Bild 20 von 23 Im Zentrum steht natürlich eine Reihe von Konzerten und Opernvorstellungen - in sieben Ländern und drei Kontinenten, von Österreich über Deutschland, England, Frankreich die Schweiz bis in die USA und nach Japan. (Foto: Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker).Bild 21 von 23 Mit seinem Tod ging eine Ära in der Musikgeschichte zu Ende, die jedoch in seinen Aufnahmen weiterlebt und ihn auch weiterhin das sein lässt, was er schon immer war: ...Bild 22 von 23 ... Der Gottvater der Musik.Bild 23 von 23