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Unterhaltung

"Valkyrie": Hollywood in der Mark

 
Tom Cruise hats getan.

Tom Cruise hats getan.

Er hat seinen Film "Valkyrie" über das Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenbergs auf Adolf Hitler 1944 in Berlin und Brandenburg gedreht.

Auch wenn er mit den Auseinandersetzungen um die Drehgenehmigung im Bendler-Block in Berlin in die Schlagzeilen kam, ...

... mit seiner Wahl der Kulissen lag er voll im Trend. Denn Brandenburg mausert sich zu einem der weltweit beliebtesten Drehorte. (Im Bild: Dreharbeiten zum Film "Valkyrie" im Umland Berlins mit einem historischen Flugzeug des Typs "Junkers-JU 52".)

Der Schauspieler Jackie Chan hats schon hinter sich - er nahm 2003 ein Bad in der Orangerie des Schlosses Sanssouci. (Im Bild links mit Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck.)

Die Szene war Teil der Dreharbeiten des Films "In 80 Tagen um die Welt" nach dem Roman von Jules Verne. (Im Bild: Jackie Chan (l.) als Diener Passepartout und Steve Coogan als Phileas Fogg.)

Jean-Jacques Annaud war noch schneller. Er drehte 2000 den Film "Duell - Enemy at the Gates" über die Schlacht von Stalingrad in Babelsberg. (Im Bild: Der damalige brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (r.) mit Hauptdarsteller Joseph Fiennes.)

Als Drehort diente auch eine ehemalige sowjetische Kaserne in Krampnitz bei Potsdam. Hier wurde der Rote Platz von Stalingrad nachgebaut.

Filmzentrum in Berlin und Brandenburg ist das Studio Babelsberg in Potsdam. 2007 wurden hier zwölf Kinofilme gedreht - darunter einige Großproduktionen aus Hollywood.

Hierzu zählten die Dreharbeiten für den Film "Bourne Ultimatum" mit Matt Damon (im Bild bei der Deutschlandpremiere in Berlin).

Susan Sarandon drehte ebenfalls in Potsdam den Film "Speed Racer" der Wachowski-Brüder, die mit "Matrix" berühmt wurden.

Allerdings musste sich das Filmteam mit Tierschützern auseinandersetzen, die gegen den Einsatz lebender Schimpansen bei den Dreharbeiten protestierten.

Auch deutsche Filmemacher drehten in Babelsberg: Zum Beispiel den Film "Ausbilder Schmidt" mit Holger Müller (l.) und Horst Krause.

Noch in der Produktion befindet sich der Film "The International" von Tom Tykwer (m.) mit Clive Owen (l.) und Armin Müller-Stahl.

Schon seit 1911 werden in Babelsberg Filme gedreht. 1926 wurde für den Film "Metropolis" von Fritz Lang ein Großatelier errichtet, das heute den Namen "Marlene Dietrich Halle" trägt.

1929 wurde in Babelsberg das erste deutsche Tonfilmatelier gebaut - das so genannte "Tonkreuz".

Inzwischen ist das Studio Babelsberg der größte europäische Studiokomplex ...

... und genügt auch den Ansprüchen amerikanischer Großproduktionen. (Im Bild: Die so genannte "Berliner Straße".)

Doch nicht nur Babelsberg wird gern als Kulisse genutzt. Auch der Rest Brandenburgs hat eine enorme Anziehungskraft und bietet viele Vorteile für Filmteams.

Zu den Pluspunkten zählt auch der Deutsche Filmförderfonds, mit dem große Projekte nach Brandenburg geholt werden können. (Im Bild: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (r.) und Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck in Babelsberg.)

Die Nähe zu Berlin mit seinen vielen Filmschaffenden und historischen Kulissen sorgt für kurze Wege. (Im Bild: Dreharbeiten zum Film "In 80 Tagen um die Welt" auf dem Gendarmenmarkt in Berlin.)

Die landschaftliche Vielfalt der Mark - zwischen Wald und Heide - bietet viele Möglichkeiten für Dreharbeiten. (Im Bild: Aufnahmen für den Film "Valkyrie" in Löpten bei Berlin.)

Die preußischen Schlösser und Gärten sind die Kulisse für jährlich rund 100 Filme - von der Hollywood-Produktion über den Dokumentar- bis zum Werbefilm. (Im Bild: Schloss Sanssouci in Potsdam.)

Damit nimmt die Schlösserstiftung jährlich etwa 100.000 Euro ein - und nutzt sie für Restaurierungsarbeiten. (Im Bild: Ein Restaurator bearbeitet eine Skulptur der Orangerie im Park Sanssouci.)

Eine Einschränkung gibt es jedoch: Schloss Sanssouci steht aus konservatorischen Gründen nicht für Innenaufnahmen zur Verfügung. (Im Bild: Die Schlössernacht in Potsdam 2007.)

Aber Brandenburg verfügt ja über einen reichen Schatz an Burgen und Schlössern: Vom literarisch durch Fontane und Tucholsky berühmt gewordenen Schloss Rheinsberg, ...

... über Schloss Caputh ...

... bis zum Schloss Cecilienhof.

Für spezielle Bedürfnisse wartet Brandenburg auch mit bizarren Landschaften auf. (Im Bild: Der stillgelegte Tagebau Greifenhain in der Lausitz.)

Für den Film "Duell - Enemy at the Gates" wurde 2000 im ehemaligen Tagebau Greifenhain der Hafen von Stalingrad nachgebaut.

Alte Förderanlagen mussten dazu demontiert werden.

Andere Szenen des Films wurden in der früheren russischen Kaserne in Krampnitz gedreht. Die dort aufgebauten Kulissen ...

... zeigten Häuserzeilen der Stadt Stalingrad.

Für Authentizität sorgten Teile eines historischen Transportflugzeuges aus dem Jahr 1942, die aus dem Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow angeliefert wurden.

Auch der brandenburgische Spreewald eignet sich als Drehort. Er bietet idyllische Plätze ...

... oder märchenhafte Atmosphäre wie bei den Dreharbeiten zu dem Fernsehfilm "Frau Holle" mit Herbert Feuerstein und Franziska Troegner.

Also: Klappe für Brandenburg und Babelsberg, wo auch die Außensets für die Serie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" stehen.

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