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Wenn man sich einen Film ansieht, weiß man eigentlich vorher nie genau, was man bekommt. Aber ...
... es gibt so ein paar Schauspieler, bei denen man sich immer ziemlich sicher sein kann, ...
... dass es so richtig, richtig schlecht nicht werden wird. Nein, wir meinen nicht Chuck Norris, ...
... sondern eher Robert De Niro, ...
... Johnny Depp, ...
... Jodie Foster ...
... und natürlich ihn: Sean Connery, ...
... längst nicht mehr nur DER James Bond aller James Bonds, ...
... sondern Grandseigneur Hollywoods.
Am 25. August 2010 feiert er seinen sage und schreibe 80. Geburtstag. Dass Connery ...
... gebürtiger Schotte ist, ist unschwer zu erkennen. Geboren und aufgewachsen ist er in Edinburgh. Doch wussten Sie auch, was ihn ...
... und Arnold Schwarzenegger eint? Vor seiner Filmkarriere verdingte sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Connery als Bodybuilder. Dies brachte ihm zunächst einige Werbe- und Modelaufträge ein, ehe er für erste Bühnen- und TV-Jobs ...
... und schließlich auch für Kinofilme verpflichtet wurde (im Bild: Connery mit Lana Turner, Fimpartnerin in "Herz ohne Hoffnung" von 1958). Davon, ...
... ein Star zu sein, ist er zu diesem Zeitpunkt natürlich noch meilenweit entfernt. Und möglicherweise wäre er auch nie zu einem geworden, wenn, ...
... ja wenn nicht just in diesem Moment die Rolle eines gewissen "007" zu besetzen gewesen wäre. Dass die Produzenten ausgerechnet den weitgehend unbekannten und schauspielerisch unerfahrenen Connery unter den zahlreichen Bewerbern um die Stelle des "Geheimagenten" auswählten, ...
... ist Glück und Zufall zugleich. Ja, James-Bond-Erfinder Ian Fleming soll zunächst sogar ganz und gar nicht begeistert von der Entscheidung gewesen sein. Ausschlaggebend ...
... für die Wahl Connerys waren tatsächlich wohl eher "weiche" Faktoren" wie seine Art zu gehen und sich zu bewegen. Die Macher sollten Recht behalten: Bereits ...
... der erste 007-Streifen "James Bond jagt Dr. No" wird zum Kassenschlager (im Bild: Connery mit Schauspielerin Phyllis Newman und Komponist Leonard Bernstein bei der "Dr. No"-Premiere 1963). Nun ...
... ist auch Fleming von Connery begeistert. In der Folge ...
... schlüpft der Schotte vorerst vier weitere Male in die Rolle des Geheimagenten: In "Liebesgrüße aus Moskau" (1963), ...
... "Goldfinger" (1964), ...
... "Feuerball" (1965) ...
... und "Man lebt nur zweimal" (1967). Doch, unglaublich, aber wahr, ...
... kein Bond-Girl dieser Welt (im Bild: Ursula Andress in "James Bond jagt Dr. No"), ...
... nein, wirklich keins (im Bild: Karin Dor in "Man lebt nur zweimal), kann Connery davon überzeugen, ...
... 1969 abermals den Draufgänger mit der Lizenz zum Töten zu mimen. "Im Geheimdienst ihrer Majestät" mit George Lazenby wird so zum ersten Bond-Film ohne Connery, ...
... der der Rolle, die ihn weltberühmt gemacht hatte, überdrüssig geworden war. Schließlich war er nicht mehr unbedingt auf das Engagement als 007 angewiesen, sondern hatte mittlerweile auch außerhalb der Agenten-Saga im Filmbusiness Fuß gefasst. So spielte er an der Seite von Gina Lollobrigida in "Die Strohpuppe" 1964 ebenso ...
... wie er im selben Jahr im Alfred-Hitchcock-Klassiker "Marnie" mit Tippi Hedren vor die Kamera trat. Dass er dennoch später noch zwei weitere Male ....
... den James Bond geben sollte, hatte eher profane Gründe. Im ersten Fall war es vor allem das Geld. Für die Verkörperung des Agenten in "Diamantenfieber" 1971 ...
... bekam Connery die für damalige Verhältnisse horrende Gage von knapp 1,5 Millionen Dollar, die er wie zum Trotz komplett für wohltätige Zwecke spendete.
Im zweiten Fall war es wohl die Rache. Connerys Verhältnis zu den Machern der Original-Bond-Reihe galt als angespannt, da diese ihn nie über seine Rolle als Schauspieler hinaus in die Produktion einbinden wollten.
Während der "offizielle" 007 inzwischen längst Roger Moore heißt und 1983 in "Octopussy" über die Leinwand jagt, ...
... übernimmt Connery im selben Jahr im Dienste eines anderen Produktionsteams noch ein wirklich allerletztes Mal die James-Bond-Mission - im "Feuerball"-Remake "Sag niemals nie" (Szene mit Kim Basinger). Obwohl der Schotte sein Alter Ego mittlerweile geradezu hasst, ...
... ist seine Darstellung eines gereiften Geheimagenten in dem Streifen für viele Bond-Fans die beste 007-Verkörperung aller Zeiten. Und das trotz des Toupets, das der Mime wegen seines früh schütter gewordenen Haares tatsächlich auch schon in den Bond-Filmen zuvor getragen hatte. So hat ...
... Connery der ungeliebten Rolle, die er einst gar als "Frankensteins Monster" titulierte, nicht nur seinen Durchbruch als Schauspieler überhaupt zu verdanken, sondern auch den als angesehener Charakterdarsteller. Endgültig ist für ihn der Weg ...
... zu großen Rollen auch in anderen Blockbustern frei, sei es in "Highlander" (1985), ...
... "Der Name der Rose" (1986), ...
... "Jagd auf Roter Oktober" (1990), ...
... "Mit Schirm, Charme und Melone" (1998) ...
... oder an der Seite von Catherine Zeta-Jones in "Verlockende Falle" (1999). So öffentlich wie er sein Leben als Schauspieler lebte, ...
... so bedeckt gab er sich stets, was sein Privatleben angeht. Klar ist, ...
... dass er zweimal geheiratet hat. 1962 gab er seiner Schauspielerkollegin Diane Cilento (hier links im Bild bei einem Gespräch mit der britischen Prinzessin Margaret 1965) das Ja-Wort, mit der er auch einen gemeinsamen Sohn hat. Auf die Scheidung 1973 ...
... folgte 1975 die Ehe mit der Künstlerin Micheline Roquebrune (Foto von 1977), ...
... mit der er bis heute verheiratet ist.
Connery ist leidenschaftlicher Golfspieler. Und das ...
... nicht erst seit gestern. Angeblich brachte ihn sein deutscher Filmpartner Gert Fröbe in "Goldfinger" auf den Trichter. Vor allem jedoch ...
... ist Connery mit Leib und Seele Schotte. Als solcher engagiert er sich mit seiner Stiftung "Scottish International Educational Trust" für begabte Schüler in seiner Heimat nicht nur sozial, ...
... sondern ist auch für die linksliberale "Scottish National Party" politisch aktiv. Und auch wenn er noch keine klassischen Memoiren veröffentlicht hat, ...
... ein Buch über sein Schottland hat er bereits geschrieben. Wenngleich Queen Elizabeth II. über sein Eintreten für eine Unabhängigkeit der Schotten nicht unbedingt amused sein dürfte, ...
... so ehrte sie ihn im Jahr 2000 dennoch mit dem Ritterschlag für den Einsatz um seine Heimat. Dass Connery auch als Schauspieler ...
... zahlreiche Auszeichnungen abräumte, darunter den Oscar für seine Rolle in "Die Unbestechlichen" (1987) ...
... und den Preis für sein Lebenswerk der Europäischen Filmakademie, versteht sich von selbst. Ob er sich nun darüber mehr gefreut hat ...
... oder darüber, dass er mit knapp 60 Jahren (im Bild: Connery 1989) zum erotischsten Mann der Welt gewählt wurde, wissen wir nicht. Mittlerweile ...
... sieht man ihm sein Alter zwar durchaus an, ...
... dennoch würde sich so mancher von seiner Ausstrahlung wohl noch immer gerne eine Scheibe abschneiden.
Seinen letzten Leinwand-Auftritt hatte Connery 2003 in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman". Seither ...
... war er nur noch als Synchronsprecher tätig - unter anderem in einem Videospiel über, na klar, James Bond.
Als Schauspieler befindet er sich mittlerweile nach eigenem Bekunden im Ruhestand. Von den tonangebenden Leuten in Hollywood ...
... hat er dabei keine allzu hohe Meinung mehr: "Ich sage nicht, dass das alles Idioten sind. Ich sage nur, dass es viele davon gibt." Alle Gerüchte, ...
... dass er möglicherweise doch noch einmal ins Kino zurückkehrt, dementierte er bislang beharrlich.
Wir meinen dazu nur: Sag niemals nie ...
... und Happy Birthday, Sir Sean Connery.
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