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Hollywoods heißeste Oscar-Gewinnerin: Jennifer Lawrence: "Girl on Fire"

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... was sie will: ... (Foto: REUTERS)

... was sie will: ...

Wer kann mit 22 Jahren von sich behaupten, beruflich bereits alles erreicht zu haben? Nur die wenigsten, aber Jennifer Lawrence gehört zweifelsfrei dazu.

Ohne jemals auch nur eine Schauspielstunde besucht zu haben, ist ...

... sie stolze Besitzerin eines Oscars.

Nach dem Golden Globe und ...

... dem Screen Actors Guild Award ...

... sammelt sie den Goldjungen Hollywoods 2013 auch noch ein - als "Beste Hauptdarstellerin".

Aber wer ist dieser neue heiße Star am Hollywoodhimmel?

Jennifer Lawrence wird am 15. August 1990 in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky geboren und wächst dort auch auf. Mit 14 zieht sie mit ihren Eltern nach New York. Sie brennt darauf, Schauspielerin zu werden. Doch statt auf eine Schauspielschule zu gehen, besucht sie eine normale Highschool.

Den Abschluss lässt sie allerdings sausen - für ihre ersten Rollen im Fernsehen. Mit einer Nebenrolle im TV-Drama "Company Town" debütiert sie 2006. Auftritte in Serien wie "Monk" oder "Cold Case" folgen. 2008 beginnt ihre Hollywood-Karriere. Sie ...

... wirkt mit in "Garden Party", "The Poker House" und "Auf brennender Erde".

In Guillermo Arriagas Spielfilmdebüt spielt Lawrence das Mädchen Mariana an der Seite der Hollywood-Stars Charlize Theron und Kim Basinger - und wird ...

... bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Marcello-Mastroianni-Preis ausgezeichnet, für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung.

2010 ergattert Lawrence die Rolle der Ree Dolly in "Winter’s Bone", ...

... der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Daniel Woodrell. Sie hätte sie fast nicht bekommen, weil sie dem Stab zu hübsch für die Rolle der ungebildeten, aber toughen 17-Jährigen erschien. Lawrence gehört aber nicht zu den Schauspielern, die Chancen einfach so an sich vorbeigehen lassen.

Diese bittere Lektion hat sie 2007 gelernt, als sie sich für eine der beiden weiblichen Hauptrollen in Stephenie Meyers "Twilight"-Saga bewirbt - ohne Erfolg. Stattdessen gelingt der gleichaltrigen Kristen Stewart als Bella Swan damit der große Durchbruch ...

... und auch die Rolle der Rosalie Hale, dann gespielt von Nikki Reed, bleibt Lawrence verwehrt.

Bei "Winter’s Bone" soll das nicht noch einmal passieren: Lawrence fliegt zu einer zweiten Audition und macht den Verantwortlichen so klar, dass sie die Rolle der vom Leben arg gebeutelten Jugendlichen unbedingt haben will.

Lawrence bekommt die Rolle, brilliert als Jugendliche, deren Vater verschwunden und deren Mutter ein depressives Wrack ist. Sie muss sich nicht nur um die beiden jüngeren Geschwister kümmern, sondern auch gleichzeitig dafür sorgen, dass ihr Vater schleunigst wieder auftaucht, weil sonst das abrissreife Haus der Familie gepfändet wird.

Lawrence verzückt damit die Kritiker. Eine Oscar-Nominierung für die beste Hauptdarstellerin ist die logische Folge. Aber "Winter’s Bone" ...

... ist ein Independent-Streifen. Ein Kassenknüller wird der Film nicht wirklich. Zu schaffen macht Lawrence danach zudem die wenig feminine Rolle der Ree. Neue Drehbuchangebote sehen in ihr nicht die sexy Blondine, die sie eigentlich ist. Das ändert sich mit einem Fotoshooting, ölverschmiert und in Bikini, für den "Esquire". Was folgt, kann sich sehen lassen:

Lawrence spielt in "X-Men: Erste Entscheidung", dem Prequel zur äußerst erfolgreichen und auf den gleichnamigen Marvel-Comics basierenden "X-Men"-Filmreihe, mit. Als Raven/Mystique erobert sie die Herzen der US-amerikanischen Jugend.

Und der nächste Blockbuster steht bereit: "Die Tribute von Panem - The Hunger Games". Zwar hat Lawrence Angst davor, die Rolle der weiblichen Heldin Katniss Everdeen anzunehmen: "Ich bin mir nicht sicher, ob die Rolle es wert ist, dass sich mein ganzes Leben verändert", sagt sie.

Aber nach einem Gespräch mit ihrer Mutter, die ihre Bedenken zerstreuen kann, sagt sie zu. Zum Glück - für alle.

Die Buchverfilmung wird einer der Kassenschlager 2012 und katapultiert Lawrence in die Oberklasse der Hollywood-Schauspielerinnen. Sie beweist damit, dass sie nicht nur in kleinen Indie-Filmen die Kritiker überzeugen kann, sondern dass sie auch das Zeug dazu hat, die Kinokassen klingeln zu lassen: "Girl on Fire" eben.

In Deutschland geht es für den Streifen von 0 auf Platz 1 der Kinocharts, bereits in der ersten Woche sehen ihn 500.000 Zuschauer. In diesem Jahr wird der zweite Teil der "Tribute von Panem"-Saga, "Catching Fire", erscheinen und auch für den dritten Teil ist Lawrence fest gebucht. Das monatelange Schießtraining mit Pfeil und Bogen hat sich da gelohnt.

Lawrence kann aber nicht nur Action und Indie, die äußerst wandlungsfähige Schauspielerin kann auch Horror.

"Ich liebe Horrorfilme", sagt sie selbst - und beweist es in der Rolle der Jugendlichen Elissa in Mark Tonderais "House At The End Of The Street".

Gerade in diesem Film zeigt sich, über welche schauspielerische Bandbreite die Lawrence bereits mit ihren jungen Jahren verfügt. Als aufmüpfiger Teenie mit Helfersyndrom und dem sicheren Händchen für die falschen Typen spielt sie den Rest des Casts, darunter Elizabeth Shue und Max Thieriot, an die Wand.

"Schon im ersten Moment, in dem man Jennifer trifft, weiß man, dass dieses Mädchen eine sehr lange Karriere vor sich hat", sagt der Produzent des Films, Aaron Ryder. "Sie ist außergewöhnlich. Sie wird ohne Frage ein absoluter Superstar, und wir haben verdammtes Glück, dass wir sie für diese Rolle bekommen haben."

Ähnlich glücklich dürften sich auch die Macher von "Silver Linings" fühlen.

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... Robert de Niro könnte einer der Abräumer der diesjährigen Oscars werden. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund, ist Jennifer Lawrence. Sie spielt Tiffany, ...

... eine junge Witwe mit Ecken und Kanten. Mal überbordend selbstbewusst, mal peinlich schrullig, ...

... aber immer liebenswert, herzlich, natürlich und ehrlich - eigentlich genau so, wie Lawrence selbst auch ist. Stargehabe ist ihr völlig fremd. Glanz und Glamour? Nur in den Filmrollen, privat ist das kein Thema, obwohl sie auch Promi-Freunde hat, wie etwa die Tochter von Lenny Kravitz.

Lawrence kümmert sich nicht darum, was andere über sie sagen, was andere von ihr halten.

Eingebildet? Nein, das kleine Mädchen aus Kentucky ist einfach nur erwachsen geworden. Stur ist sie. Das gibt sie umunwunden zu. Sie liebt Fleisch und Kentucky Bourbon, hält aber nicht viel von Bars oder dem Internet. Das mache ihr Angst, gesteht sie.

Dann schon eher ein Fabile für ständig wechselnde Haarfarben. Die Bodenhaftung hat sie ...

... aber nie verloren - trotz ...

... der extra für sie ausgerollten, ...

... unzähligen roten Teppiche. Lawrence kann mit dem Rampenlicht umgehen, wie sie selbst sagt.

Aber sie weiß auch, woher sie kommt.

Das ist eine ihrer natürlichen Gaben, ebenso wie ihr schauspielerisches Talent, ...

... das wie ein Feuer in ihr brennt.

Sie weiß, ...

... was sie will: ...

... Zunächst wäre da einmal der Oscar 2013. Den hat sie nun in der Tasche.

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