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Natürlich schön: Jodie Foster gestern und heute

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Das wirklich Tollste an Jodie Foster ... (Foto: AP)

Das wirklich Tollste an Jodie Foster ...

Das wirklich Tollste an Jodie Foster ...

... sind nicht unbedingt die Filme, die sie gedreht hat. Auch nicht ...

... die vielen Preise, die sie dafür bekommen hat, inklusive ...

... ihrer beiden Oscars. Nein, es ...

... ist auch nicht die ihr von manchen zugeschriebene Hochbegabung oder das Mysterium ...

... ihres Privatlebens. Das vielleicht wirklich Tollste an Jodie Foster ist, dass sie ...

... es - im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen (im Bild: Nicole Kidman) - zu schaffen scheint, ...

... sich dem Jugendwahn in Hollywood zu widersetzen und in Würde zu altern. Mit 50 Lenzen, die Foster ab dem 19. November 2012 auf dem Buckel hat, ...

... sind ein paar Falten auf der Stirn, ...

... ein paar Krähenfüße an den Augen, ...

... ein paar Grübchen um den Mund ...

... und ein vielleicht nicht immer strahlendes Erscheinungsbild ja schließlich völlig normal. Und so zählt Foster trotz ihres Alters ...

... noch heute zu den gefragtesten Schauspielerinnen in der Traumfabrik. Zuletzt sah man sie unter anderem in "Der Gott des Gemetzels" ...

... und in dem Film "Der Biber", bei dem sie nach längerer Zeit auch mal wieder selbst Regie führte. Doch der Reihe nach. Am 19. November 1962 als Alicia Christian Foster in Los Angeles geboren, steht sie ...

... schon in jungen und jüngsten Jahren vor der Kamera (Foto von 1976). Ihre ...

... Mutter (hier auf einem Foto von 2007) hatte sich noch während der Schwangerschaft von ihrem Ehemann getrennt und bringt Jodie sowie deren drei älteren Geschwister allein durch. Wohl auch aus finanziellen Gründen ...

... erscheint sie Mitte der 60er-Jahre mit ihrer damals dreijährigen Tochter zu einem Werbe-Casting für eine in den USA populäre Sonnencreme. Die kleine Jodie ...

... bekommt den Job und nimmt als "Coppertone Girl" vorübergehend den Platz als Markenikone des Unternehmens ein. Sie wissen schon, ...

... in etwa so wie bei uns die Jungs auf der Kinderschokolade. Von da an ...

... scheint Fosters Zukunft im Schauspielerkreis (hier mit Robert De Niro 1976) geradezu vorgezeichnet zu sein. Alsbald bekommt sie die unterschiedlichsten Kinderrollen in manchen Kinofilmen, ...

... vor allem aber in Fernsehserien - von "Rauchende Colts" (im Bild) über "Bonanza" bis hin zu "Kung Fu". Für ihren weiteren Werdegang entscheidend ...

... wird jedoch insbesondere ihre Rolle als jugendliche Prostituierte in "Taxi Driver" 1976. Der viel beachtete und mit Preisen dekorierte Streifen von Martin Scorsese ...

... macht Foster über Nacht zu einem internationalen Star und bringt ihr in ihrem jungen Alter bereits die erste Oscar-Nominierung ein. Während ...

... manch anderer einstiger Kinderstar (im Bild: Macaulay Culkin, ehemaliger Darsteller von "Kevin allein zu Haus") mit seinem frühen Ruhm nicht klarkommt, ...

... geht Foster weiter unbeirrt ihren Weg. Auch wenn sie nach wie vor noch ab und an in TV-Shows zu sehen ist - die Serien-Karriere hat sie eingetauscht ...

... gegen eine Laufbahn im Film und auf der großen Leinwand. Hier schlendert sie mit Peter O'Toole, ihrem Partner im Streifen "Svengali" von 1982, durch New York. Dabei ...

... vernachlässigt sie aber auch ihre schulische Ausbildung nicht. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer französischsprachigen Privatschule in Los Angeles studiert sie an der Eliteuniversität von Yale Literatur. 1985 ...

... schließt sie das Studium erfolgreich ab. Doch ...

... es gibt zu dieser Zeit auch Schattenseiten in ihrem Leben. Im März 1981 fügt ein Attentäter dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und mehreren Sicherheitsbeamten zum Teil schwere Schussverletzungen zu.

Sein Name: John Hinckley Junior. Er war bereits vorher aufgefallen - als Stalker von Jodie Foster, der er nicht nur Liebesbriefe schrieb, sondern sie auch mit Anrufen belästigte. Als Begründung ...

... für das Attentat auf Reagan gibt er an, er habe damit die von ihm angebetete Schauspielerin beeindrucken wollen. So gerät Foster ...

... in diesem Zusammenhang auf einmal ganz und gar unfreiwillig ins Visier der Medien. Auch noch Jahre später ist sie auf die Ereignisse, die sie als traumatisierend beschreibt, gar nicht gut zu sprechen. So manches Interview bricht sie kurzerhand ab, sobald der Name Hinckley fällt.

Das Micky-Maus-Alter hat Foster in den 80er-Jahren endgültig hinter sich gelassen. Stattdessen ...

... spielt sie in Dramen wie "Pinguine in der Bronx" (im Bild), Literatur-Verfilmungen wie "Hotel New Hampshire" oder Thrillern wie "Siesta" mit. Auch wenn keiner dieser Filme zum großen Kassenschlager wird, ...

... braucht der Twen, der Foster mittlerweile ist, nicht schwarzzusehen, denn ...

... mit dem Gerichtsdrama "Angeklagt" von 1988 ist es so weit: Die Schauspielerin, die in dem Streifen das Opfer einer Vergewaltigung darstellt, ...

... bekommt ihren ersten Oscar. Und auch ...

... die zweite Trophäe dieser Art lässt nicht lange auf sich warten. Diese bekommt sie nur drei Jahre später - natürlich für ihre Rolle in dem Film, ...

... mit dem sie sich für alle Zeiten in das Gedächtnis des Kinopublikums brennen sollte: "Das Schweigen der Lämmer".

Fosters Darstellung der FBI-Anwärterin Clarice Starling und ihr Zusammenspiel mit Anthony Hopkins als perfider Serienmörder Hannibal Lecter gilt noch heute als eine der größten Leistungen in der Filmgeschichte. Insgesamt ...

... räumt der Streifen bei der Oscarverleihung 1992 fünf Preise ab. Wie seine Gegenspielerin bekommt auch Hopkins die Hauptdarsteller-Auszeichnung.

Kurz darauf kommt Foster erstmals nicht nur als Schauspielerin zu einer Premiere. Bei "Das Wunderkind Tate" sitzt sie zum ersten Mal bei einem abendfüllenden Spielfilm auch im Regiestuhl und erntet von den Kritikern dafür viel Lob. Auch wenn ...

... sie den Erfolg von "Das Schweigen der Lämmer" nicht mehr wiederholen kann, bleibt Foster doch ein Garant für niveauvolle Blockbuster. Sei es als verstörte Wilde in "Nell" (1994), ...

... als wissbegierige Forscherin in dem Science-Fiction-Streifen "Contact" (1997), ...

... als selbstbewusste Lehrerin in der Neuverfilmung von "Anna und der König von Siam" (1999), ...

... als gegen Einbrecher kämpfende Mutter in "Panic Room" (2002), ...

... als ihre Tochter aus einem Komplott befreiende Passagierin in "Flightplan" (2005) oder aber ...

... als Racheengel auf dem Feldzug gegen die Mörder ihres Mannes in "Die Fremde in dir" (2007). In dem ...

... bereits zu Beginn dieser Galerie erwähnten Streifen "Der Biber" von 2011 agiert Foster neben Mel Gibson, der ...

... 1994 in "Maverick" schon einmal mit ihr gemeinsam vor der Kamera stand und mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet. Ja, ...

... Foster stärkt ihrem Freund sogar den Rücken, als der wiederholt aus der Rolle fällt. Als Gibson, der zuvor bereits wegen antisemitischer Tiraden im Alkoholrausch aufgefallen war, ...

... durch Gewaltvorwürfe seiner Ex-Freundin abermals ins Zwielicht gerät, bricht die Schauspielerin für ihn öffentlich eine Lanze: "Mel ist ein wahnsinnig liebenswerter Mensch. Mit keinem Kollegen habe ich mich je so gut verstanden", erklärt sie. Und: "Wenn man ...

... einen Freund liebt, lässt man ihn nicht im Stich, wenn er mit etwas zu kämpfen hat." Mit ...

... der Verpflichtung Gibsons für den von ihr gedrehten Film "Der Biber" leistet Foster gar so etwas wie aktive Wiedereingliederungshilfe. Schließlich hat ihr Schauspielkollege aufgrund seiner Eskapaden zu dieser Zeit ziemlich Probleme, noch irgendwelche Rollenangebote zu bekommen. Ein ...

... durch und durch loyales Verhältnis verbindet nach wie vor auch Foster und Anthony "Hannibal" Hopkins - und das nicht nur, als er 2003 einen Stern auf dem Walk of Fame erhält. Im Zusammenhang ...

... mit ihrer Rolle in "Der Gott des Gemetzels" gerät Hopkins über seine Kollegin ins Schwärmen: "Jodie Fosters Spiel erreicht den Höhepunkt", urteilt er. Und fügt hinzu: "Jodie Foster hat im Lauf ihrer Karriere so herausragende Leistungen abgeliefert, dass sie einzigartig ist. An sie kommt niemand ran." Dass ...

... an Foster niemand wirklich nah herankommt, stimmt allerdings auch in anderer Weise. Ihr Leben außerhalb der Schauspielerei schirmt sie geradezu akribisch vor der Öffentlichkeit ab. Natürlich ...

... ist bekannt, dass sie mehrere Ehrendoktortitel, darunter den ihrer Heimatuniversität von Yale, ihr Eigen nennt. Doch insbesondere ...

... wie es um ihr Liebesleben bestellt ist, ist und bleibt ein großes Geheimnis. Nein, zwischen ihr und Regisseur Jonathan Demme, der sie hier so leidenschaftlich umarmt, läuft bestimmt nichts. Zumal ...

... sich hartnäckig die Vermutung hält, dass sich Foster (hier Arm in Arm mit Schauspiel-Kollegin Holly Hunter) eher für das weibliche als das männliche Geschlecht interessiert. Wer ...

... der Vater ihrer 1998 und 2001 geborenen Söhne ist beziehungsweise wie die Kinder gezeugt wurden, hat die Schauspielerin nie verraten. Ebensowenig ist sie auf Gerüchte eingegangen, die Filmproduzentin Cydney Bernard (hier rechts im Bild) sei ihre dauerhafte Lebensgefährtin. Fosters ...

... älterer Bruder Lucius alias "Buddy", zu dem die Schauspielerin alles andere als ein inniges Verhältnis pflegt, bezeichnet sie in einer 1997 erschienenen Enthüllungsbiografie als "lesbisch oder bisexuell". Allerdings ...

... konterte Foster die Aussagen mit Spott: Das Buch sei nichts als ein billiger Schrei nach Aufmerksamkeit und basiere nicht zuletzt auf Hirngespinsten ihres Bruders. Doch letztlich ...

... ist und bleibt die Frage, wer Foster (hier mit Schauspielkollege Maximilian Schell) möglicherweise mehr als nur Handküsse geben darf, ja auch irrelevant und wirklich ihre Privatsache. Wichtiger ...

... ist doch die Frage, wann und wie man sie wieder einmal im Kino erleben kann. Eins scheint schon mal klar - als ...

... Leni Riefenstahl werden wir sie wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen. Lange Zeit plante die Schauspielerin, das Leben der NS-Filmemacherin auf die Leinwand zu bringen. Inzwischen jedoch hat sie die Pläne dazu auf Eis gelegt. Sie fühle sich inzwischen zu alt, um Riefenstahl in sämtlichen Stationen ihrer Biografie zu verkörpern, so Foster. Dafür ...

... werden wir ihr schon bald mal wieder mit einem weiteren Golden Globe in der Hand begegnen. Wie die zuständige Jury mitteilte, ...

... erhält die Schauspielerin im Januar 2013 die Auszeichnung für ihr Lebenswerk. Na, ...

... wenn das mal nicht das perfekte Geburtstagsgeschenk ist.

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