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"Die Klauen des Teufels" : Lady Gaga macht Asien verrückt

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Gewagte Outfits, … (Foto: REUTERS)

Gewagte Outfits, …

Gewagte Outfits, …

… schräge Bühnenshows.

Wenn jemand dafür bekannt ist, dann Lady Gaga.

Die als Stefani Joanne Angelina Germanotta geborene Sängerin mischt die Popszene seit 2008 auf.

Lady Gaga, deren Künstlername …

… auf den Queen-Song "Radio Ga Ga" zurückgeht, …

… liebt es, ihre Fans mit immer neuen Outfits zu überraschen.

Fing alles noch relativ harmlos mit der "Haarschleife" an (Wachsfigur bei Madame Tussauds in Berlin) …

… waren schnell der Fantasie der Lady keine Grenzen gesetzt.

Ob als Chanel-Prinzessin, ...

… Minnie Maus…

… oder mit dem berühmt-berüchtigten Fleischkleid: ...

... Miss Germanotta kleidet sich offenbar stets nach dem Motto, je verrückter, desto Gaga.

Vor lauter Lametta lässt sich dabei schnell übersehen, dass Lady Gaga tatsächlich eine außergewöhnlich gute Stimme hat.

Hört man sich mal statt der scheppernd-lauten Pop-Versionen ...

...die ruhigeren Akustikversionen ihrer Lieder mit Piano an, kommt man schnell zum Ergebnis: ...

Die Gesangsausbildung an der New Yorker "Tisch School of the Arts" hat sich gelohnt.

Ihre Fans wissen das natürlich schon lange. Nicht umsonst verkaufte sich ihr Album "Born This Way" bislang fast sechs Millionen Mal.

Neben den freizügigen Outfits ist Lady Gaga zudem für ihre provokanten Texte bekannt.

Und für ihren Einsatz im Kampf gegen Aids und für die Rechte von Homosexuellen.

Dieses ganze Paket ist in manchem Land einfach zu viel für die Menschen.

In Asien gehen ultrakonservative Zensoren und religiöse Gruppen anlässlich der Welttournee auf die Barrikaden.

Konservative Christen in Südkorea und den Philippinen warfen der Sängerin Gotteslästerung und Teufelsanbetung vor.

Lady Gaga zeigte sich davon unbeeindruckt.

An ihrer Show würde nichts geändert und damit basta.

Zu Drohungen, das Konzert auf den Philippinen wegen "unzüchtigen Verhaltens" auf der Bühne zu unterbinden, erklärte sie:

"Ich bin kein Geschöpf eurer Regierung."

Gegen das Konzert demonstrierte eine Gruppe von etwa 500 Katholiken, die unter christlichen Gesängen in Richtung des Veranstaltungsorts in Manilas Vorort Pasay zogen.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche auf den Philippinen, Erzbischof Ramon Arguelles, warnte vor Lady Gaga mit den Worten:

"Ihre Fans laufen Gefahr, in die Klauen des Teufels zu geraten."

Lady Gaga twitterte zurück: Sollte sie in Manila ins Gefängnis kommen, würde Beyonce schon die Kaution bezahlen, also keine Sorge.

Beim ersten Konzert in Manila saßen unter den 20.000 begeisterten Fans dann auch ein paar kritische Zuschauer.

In der ausverkauften SM Arena hielten "Spione" des zuständigen Stadtteilbürgermeisters Antonio Calixto nach Anrüchigem Ausschau.

Ihr Fazit: gewagt, aber nicht anrüchig. "Es waren weder nacktes Fleisch noch religiöse Symbole zu sehen."

Da kam die Polizei in Indonesien zu einem anderen Schluss und untersagte nach lautstarken Protesten von konservativen Muslime ein Konzert.

Konzertveranstalter "Big Daddy" versucht derzeit das für nächste Woche geplante Konzert noch zu retten und unterbreitete den Vorschlag, dass der Bühnenauftritt die indonesische Kultur mit angemessener Kleidung und angepassten Tanzeinlagen berücksichtigen werde.

Es sei sinnlos, etwas an dem Auftritt Lady Gagas zu ändern, weil die religiösen Hardliner ohnehin durch nichts besänftigt werden könnten, hatte jedoch ihr Management zuvor mitgeteilt.

Die Kritik an dem Star sei vor allem durch einen "großen kulturellen und Generationsgraben" zu erklären.

Egal, ob mit oder ohne kulturelle Anpassungen: Ihre Fans, von ihr liebevoll Monster genannt, werden es ihr danken, wenn sie auftritt.

Wie hier in Thailand bemühen sie sich, ihrer Lady zu zeigen, dass in Asien nicht alle so denken wie die Sittenwächter.

Denen gibt ihr Idol aber auch noch Futter:

Nach ihrer Ankunft in Bangkok twitterte sie, sie sei bereit für 50.000 kreischende Thai-Monster …

… und sie wolle auf einem Lady-Markt eine "gefälschte Rolex" kaufen.

Das sei "widerwärtig, beleidigend und schlecht für das Image des Landes", empörten sich darauf hin einige Fans.

Andere sahen es als weiteren Beweis dafür, dass ihr "Mutter Monster" einfach durch nichts aufzuhalten ist:

Das einzige Kontroverse hier sei die Tatsache, dass Lady Gaga noch den gefälschten Mist kaufe, twitterte ein anderer Fan vergnügt zurück.

Auf ihrer Welttournee will die Sängerin in diesem Jahr insgesamt 110 Konzerte geben.

Auch in Deutschland wird sie erwartet: Konzerte in Köln (4./5.9), Berlin (20.9) und Hannover (24.9) sind geplant.

Bleibt nur noch eine Frage übrig: Was macht die Künstlerin eigentlich, wenn sie mal nicht erkannt werden will?

Vermutlich reicht es, wenn sie einfach in Jeans und T-Shirt rausgeht.

Denn wer kennt schon das wahre Gesicht der Lady Gaga? (sla/dpa/rts)

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