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Sie ist eine klassische Blondine.
Nicht im eleganten Garbo-Stil ...
... oder so unnahbar-kühl-schön wie Grace Kelly.
Eher so bombastisch wie Anita Ekberg, ....
... so naiv wie Marilyn Monroe oder...
... so propper wie Brigitte Bardot: ...
.... Melanie Griffith ist eine Spezial-Blondine.
Im Rampenlicht seit ihrer frühesten Kindheit.
Kein Wunder, denn ihre Mutter ist "Die Vögel"-Star Tippi Hedren.
Ziemlich große Fußstapfen, in die das junge Mädchen da passen sollte.
Eine strenge katholische Erziehung im Internat sollte den gewünschten Erfolg erzielen - weit gefehlt!
Das frühreife Ding verließ als 14-jähriger Teenager die Schule und brannte mit ...
... dem acht Jahre älteren Don Johnson ("Miami Vice") durch.
Ein Alptraum für alle Eltern, aber Melanie toppte das noch locker: ...
Nicht nur heiratet sie ihn insgesamt zwei Mal, das kann man in Hollywood verschmerzen, ...
... ihre Drogen- und Suchtprobleme - auch später noch - brachten ihr mehr Schlagzeilen ein als ihre schauspielerische Karriere.
Und das, obwohl sie nicht untalentiert war.
Die Komödiantin wurde für den Oscar nominiert - eine Tatsache, die in Vergessenheit geraten ist, ....
... da einem bei ihr eigentlich nur einfällt: BLONDE SEXBOMBE. (Foto: Griffith 2003 als Roxie bei ihrem hochgelobten Broadway-Debüt im Musical "Chicago").
Und was machen blonde Sexbomben so den ganzen Tag?
Das gilt natürlich nicht für alle, in ihrem Fall jedoch bedeutete es: Besäufnisse und wilde Drogenpartys.
Mit 23 lief Melanie am Sunset Boulevard betrunken in ein Auto.
Mit 24 wurde sie bei Dreharbeiten zu "Roar" von einer Raubkatze angefallen. Ihr Gesicht musste mit 50 Stichen genäht werden.
Auf diese Technik hat sie später wohl immer mal wieder zurückgegriffen, obwohl sie Schönheits-OPs heftigst bestreitet.
In Arthur Penns "Die heiße Spur" fiel Melanie Griffith 1975 erstmals durch darstellerisches Talent auf.
Als junge, attraktive Ausreißerin verführte sie Gene Hackman und überzeugte die Kritiker.
Anschließend sah man sie dann in den bereits erwähnten klassischen "Blondinen-Rollen".
Keiner der Filme wurde ein Hit und der Misserfolg steigerte ihren Alkoholkonsum.
Privat sah es nicht wirklich besser aus: Mit 18 Jahren heiratete sie Don Johnson, ....
.... ein Jahr später reichte sie bereits die Scheidung ein (Foto:Mit den Filmkindern Thora Birch und Elijah Wood).
Nach einer einjährigen Kreativ-Pause startete sie einen Neubeginn (ohne Sting, auch wenn er auf dem Foto ist).
Sie zog nach New York, begann eine Schauspiel-Ausbildung und kehrte anschließend wieder zurück nach Hollywood.
Regisseur Brian de Palma holte die Blondine für "Der Tod kommt zweimal". In der Rolle der Stripperin Holly Body wurde Griffith nach langer Zeit wieder gefeiert.
Auch in der Komödie "Gefährliche Freundin" spielte sie so überzeugend, dass Robert Redford sie für "Milagro, der Krieg im Bohnenfeld" engagierte.
Doch ihren großen Durchbruch hatte sie erst 1989: An der Seite von Harrison Ford in "Die Waffen der Frauen".
Als karrieresüchtige Sekretärin schaffte es Griffith nicht nur im Film nach ganz oben, sondern wurde auch für ihre schauspielerische Leistung mit einer Oscar- und einer Golden-Globe-Nominierung belohnt.
Sie konnte allerdings nur den Globe mit nach Hause nehmen: "Es ist großartig einen Preis zu bekommen, aber es ist schon genug, nominiert zu sein."
Es folgte "Fegefeuer der Eitelkeiten" an der Seite von Tom Hanks und Bruce Willis, der auch bei "Nobody's Fool" dabei war.
Melanie Griffith ist nun ziemlich weit oben angekommen - doch mit den Drogen hat sie noch nicht abgeschlossen, auch wenn sie das gerne glauben wollte.
Bei den Dreharbeiten zu "Ein neuer Tag im Paradies" kommt sie auch noch gut klar.
Melanie Griffith erinnert sich nicht nur an das Drogenfeeling, sondern auch an die harten und brutalen Dreharbeiten. "Sie wusste wahrscheinlich nicht, auf was sie sich einlässt", kommentiert Regisseur Clark: ...
"Es hat Tage gedauert, bis sie bereit war, sich eine Spritze in den Hals zu setzen." In Clarks blutigem Thriller ist James Woods zum dritten Mal ihr Filmpartner.
"Ich bin ein Suchtmensch", gesteht Melanie. "Doch heute gibt mir meine Familie den nötigen Halt."
Die erste Ehe mit ihrer Jugendliebe scheiterte. Auch die Ehe mit dem Kubaner Steven Bauer ...
... hier mit dem gemeinsamen Sohn, zerbrach.
Daraufhin tauchte ihr Exmann Don Johnson wieder auf.
Johnson war in der Zwischenzeit erfolgreich als TV-Star und clean. Er half Melanie, ihren Drogenkonsum wenigstens etwas zu reduzieren.
Wieder heirateten sie und kurz darauf kam Tochter Dakota (links) zur Welt.
Doch sechs Jahre später musste der gutmütige Don ...
... dem spanischen Frauenschwarm Antonio Banderas weichen.
Melanie und Antonio hatten sich bei den Dreharbeiten zu "Two Much" kennengelernt.
Seitdem sind Banderas und Griffith ein Paar.
Dass der Mann zu ihr gehört, macht sie immer wieder ...
... und unmissverständlich klar.
Angst, dass ihre Sprösslinge als Teenager genauso verrückt spielen wie sie selbst, hat Melanie nicht.
Sie sieht sich eher als Freundin und nicht als Autoritätsperson.
Mit ihren Kindern spricht sie offen, auch über Drogen: ...
... "Und falls sie mal Pot probieren wollen, ...
... werde ich es mit ihnen rauchen."
Bereits in den 60er Jahren hatte sich Griffith die Filmrechte zu "Verrückt in Alabama" gesichert. Ihr dritter Ehemann war von dieser Satire so begeistert, dass er selbst die Regie übernahm.
Banderas' Debüt sei frech und humorvoll, hieß es.
Und Melanie sei köstlich.
Kritiker schrieben: "Mit ihren langen Beinen, ...
... (ausnahmsweise mal) schwarzen Haaren (leider kein Foto vorhanden)...
... und aufgeworfenen roten Lippen macht die Griffith ihre Sache recht gut."
Banderas' und Griffiths gemeinsame Produktion entwickelte sich, ...
... zumindest in Deutschland, zu einem Insiderfilm.
Anspruchsvollere Rollen folgten wieder.
In Woody Allens "Celebrity - Schön. Reich. Berühmt" parodiert sie sich selbst.
Mit 43 Jahren sagte sie, dass sie sich immer noch fühlt wie mit 18.
Doch in derselben Minute, in der sie ihr wahres Alter begriff, hatte sie Angst, zusammenzubrechen.
Der Gang zum Schönheitschirurgen schien unausweichlich, vor allem, wenn einer Ehefrau wie ihr zu Ohren kommt, ...
... dass ihr heißblütiger Latino-Gatte eine Affäre mit Angelina Jolie während der Dreharbeiten zu "Original Sin" gehabt haben soll.
Doch Melanie reagierte souverän: "Die Filmromanze zwischen Antonio und Angelina ist schließlich nur Fiktion, ...
... aber unsere Liebe ist echt. ...
Und das Einzige, was zählt, ist unsere wundervolle gemeinsame Zukunft."
Man hat ihr oft vorgeworfen, dass sie wie eine eifersüchtige Klette an ihrem Mann hänge ...
... und ihn keine Sekunde aus den Augen lasse.
Wenn diese Gerüchte zu hart werden, taucht Antonio Banderas jedoch immer an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit auf, um klarzustellen, ....
... dass seine Frau keineswegs wie eine Klette an ihm hänge, sondern dass er ihre Gesellschaft schätzt (hier mit Töchterchen Stella) ...
... und natürlich überhaupt kein Grund vorliegt, ....
... eifersüchtig zu sein, denn er liebt seine Frau.
Einen Wunsch für seine Frau hätte er aber schon noch: ...
... Wenn es nach Antonio Banderas ginge, würde seine Ehefrau Melanie Griffith einer geregelten Arbeit nachgehen.
Er findet, dass seine Gattin und ihre gleichaltrigen Kolleginnen im jugendfixierten Hollywood diskriminiert werden: ...
... "Wenn eine Frau ein bestimmtes Alter erreicht hat und Falten bekommt, ist sie hier anscheinend keine Schauspielerin mehr", kritisierte der Spanier.
Seit 1996 ist Banderas mit ihr verheiratet - und es sieht so aus, als würde diese von allen Seiten beäugte Beziehung ...
... länger halten als die meisten Ehen in L.A.
Alles Gute weiterhin! Nur eines noch - die Prinzessinnennummer à la Sharon Stone bitte nicht nachmachen! (Fotos: ap/ dpa)
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