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Dienstag, 25. Oktober 2016

Right Round Like A Record: Pete Burns, vom Mann zum "Freak"

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Pete Burns und seine Gruppe Dead Or Alive sind so etwas wie der Prototyp des One-Hit-Wonders der 80er-Jahre. Denn auch ... (Foto: Sony Music)

Pete Burns und seine Gruppe Dead Or Alive sind so etwas wie der Prototyp des One-Hit-Wonders der 80er-Jahre. Denn auch ...

Pete Burns und seine Gruppe Dead Or Alive sind so etwas wie der Prototyp des One-Hit-Wonders der 80er-Jahre. Denn auch ...

... wenn die Band in der Folge - vor allem in ihrer britischen Heimat - noch ein paar kleinere Hits wie etwa "Lover Come Back To Me" ...

... oder "Something In My House" hatte, ...

... bleibt sie doch stets mit einem Song verbunden, den noch immer fast jeder mitsingen kann und der auf keiner 80er-Jahre-Party fehlen darf: "You Spin Me Round" (Like A Record)". Und selbst wer vielleicht dann doch zu jung ist, um das Original zu kennen, ...

... stolperte möglicherweise 2009 über das Lied, als der Rapper Flo Rida es gemeinsam mit Kesha sampelte und damit erneut einen Welthit landete.

Am 5. August 1959 im westenglischen Bebington geboren, gibt sich Burns schon zu Beginn seiner Karriere androgyn. Dabei taucht er mit seinen ersten Formationen Mystery Girls und Nightmares in Wax, aber auch ...

... mit den ersten Veröffentlichungen von Dead Or Alive in der Zeit von Post Punk und New Wave zunächst in musikalisch eher düstere Gothic-Gefilde ein. Tatsächlich ...

... gehört der Gruppe am Anfang auch ein gewisser Wayne Hussey an, der später ...

... zu den nach wie vor als Kultband gehandelten Sisters of Mercy wechseln sollte und ...

... bis heute der Gruppe The Mission vorsteht. Doch das ist eine andere Geschichte.

Pete Burns entscheidet sich 1984, ...

... in einer Zeit, in der auch Boy George mit seiner Gruppe Culture Club ein äußerst androgynes Image pflegt ...

... und in der eine Band wie Frankie Goes To Hollywood nur noch wenig verhohlen auf das Thema Homosexualität anspielt, ...

... mit Dead Or Alive (hier bei einem Auftritt im September 1984 in London) deutlich poppigere Töne anzuschlagen. Und tatsächlich ...

... wird mit "You Spin Me Round (Like A Record)" gleich die erste Single-Auskopplung aus dem Album "Youthquake" auf der gesamten Welt zum Hit. In der Folge ...

... gelingt es jedoch weder Dead Or Alive als Gruppe, die ohnehin vollständig auf den Sänger fixiert ist, ...

... noch Pete Burns als Solokünstler, jemals wieder an den Erfolg anzuknüpfen. Stattdessen beobachtet die Öffentlichkeit mit ziemlichem Erstaunen, ...

... wie der Sänger optisch eine immer stärkere Wandlung ...

... bis hin zu einer vollkommen weiblichen Erscheinung vollzieht. "Die Leute ...

... wollen immer wissen, ob ich schwul, transsexuell, bi oder was auch immer bin. Aber ich sage: Vergesst das alles. Es wäre eine komplett neue Bezeichnung nötig und ich bin mir nicht sicher, ob die schon erfunden wurde. Ich bin einfach nur Pete", erklärte Burns - von 1978 bis 2006 mit einer Frau und danach mit einem Mann verheiratet - einmal. Doch etwas ...

... ging schief. Der Sänger unterzog sich einer ganzen Reihe von Schönheitsoperationen, die aus dem Ruder liefen und ihn entstellten. 2006 gestand Burns in einem Interview, ...

... dass er nahezu seine gesamten Ersparnisse dafür aufgewendet hatte, die schlimmsten Folgen einer verpfuschten Lippenoperation wieder korrigieren zu lassen. Von nun an ...

... versuchte der 80er-Jahre-Star vermehrt, sich finanziell durch die Teilnahme an Reality-TV-Formaten aufzubessern. So zog Burns 2006 etwa in den Container der britischen Ausgabe von "Promi Big Brother" ein. Zugleich ...

... bemühte er sich, wenigstens aus seinem obskuren Erscheinungsbild Kapital zu schlagen und sich selbst als "Freak" zu vermarkten. So erschien etwa ...

... ebenfalls 2006 seine Autobiografie "Freak Unique". Doch am Ende ...

... haben auch diese Einnahmen nicht gereicht. 2014 bekannte sich Burns bankrott. Wenig später flog er aus seiner Wohnung, für die er die Miete nicht mehr zahlen konnte. Nun ...

... ist Burns mit nur 57 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Zu den ersten, ...

... die ihrer Trauer Ausdruck verliehen, gehörte just Boy George. Mit Burns, so sagte er, habe die Welt ...

... einen ihrer großen wahren Exzentriker verloren.

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