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Donnerstag, 21. April 2016

Schwergewicht der Musikindustrie: Pop-Titan Prince stirbt mit 57

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Der Popmusiker Prince ist tot. Der 57-Jährige starb auf seinem Anwesen in Minnesota. Wenige Tage zuvor war er wegen einer Grippererkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. (Foto: REUTERS)

Der Popmusiker Prince ist tot. Der 57-Jährige starb auf seinem Anwesen in Minnesota. Wenige Tage zuvor war er wegen einer Grippererkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Der Popmusiker Prince ist tot. Der 57-Jährige starb auf seinem Anwesen in Minnesota. Wenige Tage zuvor war er wegen einer Grippererkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Geboren wurde Prince, der mit bürgerlichem Namen Prince Rogers Nelson hieß, am 7. Juni 1958 in Minneapolis.

Sein Vater John Lewis Nelson, ebenfalls Musiker, sagt einmal in einem Interview, er habe seinem Sohn den Namen "Prince" gegeben, damit dieser das verwirklichen könne, was er sich vorgenommen hatte.

Nelson wuchs in Minneapolis in einem Haus mit sieben weiteren Kindern aus drei verschiedenen Ehen auf. Das Paar trennte sich jedoch 1965 und Prince wuchs von seinem siebten Lebensjahr an bei seinem Steifvater und seiner Mutter auf. Über seinen Stiefvater sagte er in einem späteren Interview: "Ich konnte ihn von Anfang an nicht leiden".

Der Wunsch, den Nelsons Vater in den Namen seines Sohnes legte, ging jedenfalls in Erfüllung: Prince (hier eine Aufnahme von 1985) entwickelte sich zu einem Schwergewicht der Musikindustrie. Am väterlichen Piano lernte er das Klavierspielen. Daneben spielte der nur 1,58 Meter große Musiker Gitarre, E-Bass, Keyboard, Synthesizer und Schlagzeug.

Sein Debutalbum "For You" erschien bereits 1978.

Alle Songs hatte er selbst geschrieben, komponiert und eingespielt. Kommerziell erfolgreich war die Platte allerdings nicht.

Sein zweites Album "Prince" allerdings war ein Treffer.

Die Single-Auskopplung "I wanna be your Lover" verkaufte sich über eine Million Mal und erreichte US-Goldstatus.

Nach "1999" im Jahr 1982 ...

... erschien 1984 sein erfolgreichstes Album "Purple Rain". 24 Wochen blieb Prince mit der Platte an der Spitze der US-Albumcharts. Während der dazugehörigen Tournee arbeitete der Musiker fleißig an seinem Ruf als Egozentriker und wählte immer wieder eigenwillige Outfits, Schminke und nicht minder eigenwillige Choereografien.

Sein Image versuchte der Künstler auch mit diversen Namensänderungen zu untermauern. 1993 gab er nach einem Streit mit seiner Plattenfirma bekannt, seinen Namen in ein unaussprechbares Symbol zu ändern (siehe Umriss der Bühne).

In den Medien wurde Prince von nun an unter anderem "The Artist Formerly Known As Prince" – abgekürzt "TAFKAP" – oder einfach "The Artist" genannt.

Am 31. Dezember dann kündigte "The Artist Formerly Known As Prince" während einer Pressekonferenz an, von nun an, wieder "Prince" zu heißen. Er gehörte zu den erfolgreichsten Pop-Musikern der Geschichte und verkaufte über 100 Millionen Tonträger.

Auch versuchte er sich - weitgehend erfolglos - als Schauspieler. Der Streifen "Under the Cherry Moon", in dem Prince einen Gigolo spielt, der sich an der Côte d'Azur in eine Tochter aus reichem Hause verliebt, erhielt mehrere "Goldene Himbeeren" und wurde zum "Schlechtesten Film des Jahres" 1986 gewählt.

So schillernd wie seine Auftritte auch waren, so nüchtern kommentierte er Gerüchte über sein Privatleben - eigentlich nämlich gar nicht. Bekannt ist, dass er 1996 die 15 Jahre jüngere Tänzerin Mayte Jannell Garcia heiratete und noch im gleichen Jahr ein gemeinsames Kind zur Welt kam.

Das Mädchen war jedoch eine Frühgeburt und starb bereits nach einer Woche.

Ein zweites Mal heiratete Prince 2001, ließ sich jedoch 2006 wieder scheiden. Sein Privatleben schirmte er stets rigoros ab.

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