Bilderserie

Einkauf in letzter Minute: Schenk doch ein Buch!

Bild 1 von 71
Die besinnlichste Zeit des Jahres sorgt für manches Kopfweh.

Die besinnlichste Zeit des Jahres sorgt für manches Kopfweh.

Die besinnlichste Zeit des Jahres sorgt für manches Kopfweh.

Denn unter dem Tannenbaum soll ja nicht nur gut gegessen …

… und die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden genossen werden, …

… nein, es müssen auch Geschenke her.

Aber was soll man schenken, wenn die Espressomaschine in der Küche brummt, …

… alle Familienmitglieder schon mit Smartphones kommunizieren …

… und die Spielzeugkiste schon überquillt?

Ganz einfach: Man greift auf einen Klassiker zurück.

Nein, nicht den.

Den auch nicht.

Und hier wissen wir auch, wie das ausgeht.

Na, eben.

Ja, schon besser. Ein gutes Buch muss nicht Gassi geführt werden …

… und braucht im Zweifel noch nicht mal viel Platz.

Doch welches? Die Auswahl ist groß, ...

... die Bestseller vielleicht schon alle ausgelesen, bereits verschenkt oder verschmäht.

Doch nicht verzagen: Die Redaktion von n-tv.de hat auch dieses Jahr wieder den Nachttisch rechtzeitig aufgeräumt und jede Menge Geschenketipps parat.

Das Schöne daran: So unterschiedlich wie die Kollegen sind, fallen auch die Buchtipps aus – da ist für jeden etwas dabei. Auf geht's!

Die Kollegen-Empfehlung "Er ist wieder da" von Timur Vermes (Bild) hat ISABELL NOÉ überzeugt. Beziehungsweise, dass ihr Liebster beim Lesen der Gröfaz-Groteske mehrmals vor Lachen fast aus dem Bett fiel: ...

... "Hitler wacht im Berlin des Jahres 2011 auf, wird zum Youtube-Star, macht Fernsehkarriere, legt sich mit der 'Bild'-Zeitung an und wird schließlich von allen demokratischen Parteien umworben. Klingt schräg und ist klug und muss unbedingt noch gelesen werden, auch von mir." (Eichborn, 400 Seiten, 19,33 Euro)

Der Kollege JAN GÄNGER stöbert gerne tiefer im Regal: "Schenken Sie einen Klassiker! Schenken Sie einen Roman von Theodor Fontane! Gibt es etwas Schöneres, als es sich mit dem 'Stechlin' oder 'Effi Briest' gemütlich zu machen, während der Tee dampft, die Kekse bereitliegen und es draußen dunkel und kalt ist? Eben. ...

... Wer dann noch das Glück hat, ein Buch der Großen Brandenburger Ausgabe des Aufbau Verlags in den Händen zu halten, ist zu beneiden." (Aufbau Verlag, Effi Briest, 536 Seiten, 25 Euro, Stechlin 716 Seiten, 40 Euro)

HUBERTUS VOLMER macht es sich lieber mit einem Krimi gemütlich: "Was für ein Name: Benjamin Black schreibt keine Krimis, er schreibt klassische Whodunits. Ermittler ist der Pathologe Quirke, dessen verkorkstes Leben das eigentliche Zentrum der Romane bildet. Kulisse ist das Dublin der 1950er Jahre. ...

... Wie bei Quirke und seinen Fällen sind die Dinge nicht so, wie sie scheinen: Autor der Benjamin-Black-Romane ist der irische Schriftsteller John Banville, der immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis gilt. Als Banville neigt Banville nicht gerade dazu, eine Geschichte voranzutreiben. 'Ok, sein Stil ist ausgezeichnet, aber kann er auch erzählen?', fragte der 'Guardian' in einer Rezension. Und gab selbst die richtige Antwort: Ja."

Für JOCHEN MÜTER darf es eine Nummer kleiner, aber nicht weniger fein sein: "Einige Zeit schon vertreibt der Berliner Verlag SUKULTUR seine kleinen gelben Hefte deutschlandweit in Automaten. Inzwischen mit großem Erfolg. Die Idee: Lesehappen für Zwischendurch, aber mit Anspruch. Für einen Euro zieht sich der Leser frische, junge Literatur – aggressive Lyrik, beachtliche Prosa, traurige Kurzgeschichten. ...

... Nun haben die Macher die ersten 100 Ausgaben ihrer Automaten-Reihe in einer Box zusammengefasst. Sie ist limitiert auf nur 222 Exemplare. Und sie ist wunderschön. Ein Hingucker in jedem Regal – und ein abwechslungsreiches Lese-Buffet. Kosten für die rund 2000 Seiten : 111 Euro." (ISBN 978-3-941592-20-9)

THOMAS BADTKE verrät mit seinem Buchtipp gleich mal was über sein persönliches Steckenpferd: "Das erste am Morgen und das letzte am Abend, das ist es, was der Schotte einen 'Everyday’s Whisky' nennt. Auf der Suche nach ihm hilft das Buch 'Discovering Scotland’s Distilleries'. ...

... Es ist ein Reiseführer, der nicht nur mit mehr als 50 Porträts von Brennereien aufwartet, sondern auch jede Menge nützliche Reisetipps und kleine Randnotizen bietet. Oder wissen Sie, welche Distillerie die größte Pot Still hat?"

Doch nicht nur der goldene Trunk interessiert THOMAS BADTKE: "Nichts ist spannender als Wirtschaft, wie es so schön heißt. Und was liegt da näher, als sich einer der mächtigsten deutschen Unternehmerdynastien zu widmen: Den Quandts. ... (Bild: Susanne Klatten, rechts, Johanna Quandt, Mitte und Stefan Quandt)

... Joachim Scholtyseck hat den Aufstieg der Quandts von den Anfängen als Tuchfabrikanten im Kaiserreich bis heute auf rund 850 Seiten nachgezeichnet. Und dabei auch unbequeme Fragen beantwortet. Spannend und kurzweilig geschrieben, dennoch zeitintensiv - aber sehr lohnend!" (Beck, 1182 Seiten, 39,95 Euro)

Und weil alle guten Dinge drei sind: "Marilyn Monroe ist seit 50 Jahren tot, und dennoch unvergessen. Das liegt auch an den unzähligen Bildbänden über sie. Einen der schönsten hat Schirmer/Mosel herausgebracht: 'Marilyn Monroe und die Kamera'. ...

... Er ist zwar selbst bereits etwas in die Jahre gekommen, doch kein anderer Bildband über die Monroe zeichnet so detailliert ihren Aufstieg vom Mädchen von nebenan und Pin-up-Girl zum Hollywood-Star und zur Stil-Ikone nach. MM: unvergessen!"(248 Seiten, 39,80 Euro)

Keine Legende wie Marilyn, aber für viele unvergessen ist Bernd Eichinger. Und so empfiehlt SABINE OELMANN "BE" von Katja Eichinger. "Wer sich für Film interessiert, für herrliche Anekdoten aus dem Münchener Nachtleben und Deals zwischen Schwabing und Hollywood, wer schon immer mal wissen wollte, was ein Produzent den lieben langen Tag so treibt, …

… wer gerade darüber nachdenkt, seine Kinder ins Internat abzuschieben, und wer mag, dass eine Witwe witzig, einfühlsam und klug über ihren Mann schreibt, den sie sehr vermisst und mit dem sie im Gespräch bleiben will, dem sei dieses Buch empfohlen." (Hoffmann und Campe, 270 Seiten, 24,99 Euro)

Und noch einen Buchtipp hat SABINE OELMANN parat: "Wer sich oder einem anderen Menschen eine Freude machen möchte mit einem Buch, das erstens äußerst dekorativ zu Hause auf dem Couchtisch liegt und zweitens garantiert von jedem in die Hand genommen und nicht mehr weggelegt werden wird, der sollte sich 'Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal' von Ursula Kaufmann (Edition Panorama) leisten. ...

... Der hochwertige Fotoband gibt interessante Einblicke in das Leben der 2009 verstorbenen, dauerrauchenden Choreographin und zeigt ihr Leben und ihr Werk anhand von wunderbaren Fotos aus den von ihr inszenierten Stücken. Wegbegleiter und die Künstlerin selbst kommen zu Wort. Viel Geschenkpapier einplanen – das Buch ist 30 mal 40 cm groß!" (314 Seiten, 78,00 Euro)

Für NIKOLAS NEUHAUS darf es die "Kunst des Feldspiels" sein: "Metaphern aus dem Sport gehen fast immer – und meistens ermüden sie, statt aufzuwecken. Chad Harbach trotzt in seinem Debütroman 'Die Kunst des Feldspiels' diesem sprachlichen Risiko. ...

... Sein Buch über das junge Baseballtalent Henry Skrimshander ist eine faszinierende Geschichte über Begeisterung, Scheitern und Selbstzweifel." (Dumont, 607 Seiten, 22,99 Euro)

ISABELLE DANIEL verbindet Unterhaltung und nützliches Wissen und empfiehlt: "Die Ökonomie von Gut und Böse" von Tomáš Sedláček: "Sedláček beklagte einmal öffentlich, dass so viele Leute seine ökonomischen Thesen verstehen. Gerade das macht aber sein Buch so lesenswert. Es ist mindestens so sehr Kultur- wie Wirtschaftsgeschichte." (Hanser Verlag, 448 Seiten, 24,90 Euro)

"Der Überdruss" vom diesjährigen Literaturnobelpreisträger Mo Yan ("Der Sprachlose") empfiehlt unser Community-Manager THOMAS LEIDEL. Zwar hat er das Buch bei einer traurigen Gelegenheit erworben (dem Ausverkauf eines inzwischen geschlossenen kleinen Buchladens), ...

... trotzdem hat ihm die 800-seitige Geschichte des Großgrundbesitzers Ximen Nao, der im Zuge der Kulturrevolution erschlagen aber über fünfzig Jahre hinweg in Gestalt verschiedenster Tiere in seinem Heimatdorf wiedergeboren wird, viel Spaß gemacht. Auch wegen der manchmal drastischen, immer aber saftig deftigen und vor allem humorvollen Erzählweise. (Unionsverlag, 812 Seiten, 16,95 Euro)

Wer Probleme damit hat, dass Mo Yan zum Teil als zu regimenah kritisiert wird, kann es ja mit der zweiten Empfehlung versuchen. Allerdings gehört der Philosoph und inzwischen geschasste TV-Talker Peter Sloterdijk ebenfalls nicht zu den Unumstrittenen. Sein Werk "Du musst dein Leben ändern" ist dem n-tv Facebook-Fachmann aber Programm und anregende Lektüre. (Suhrkamp, 723 Seiten, 9,99 Euro)

Auch die jüngst erschienenen Tagebücher "Zeilen und Tage" würde sich THOMAS LEIDEL anschaffen, wenn ihm Twitter, Pinterest und Google+ mehr Lesezeit übrig ließen. (Suhrkamp, 639 Seiten, 24,95 Euro)

Für SAMIRA LAZAROVIC ist der "Hase mit den Bernsteinaugen" ein wahres Kleinod: "Der britische Keramikkünstler und Professor Edmund de Waal erzählt die Geschichte seiner Familie, die sich wohl nur mit der Familie Rothschild vergleichen lässt. Der ungewöhnliche Titel bezieht sich auf 264 japanische Netsuke, kleine geschnitzte Figuren, die einst als Gegengewicht für Tragebehälter an Kimonos benutzt wurden und die de Waal von seinem Großonkel Iggy Ephrussi erbt. ...

... Fasziniert von den kunstvollen Gegenständen beschließt de Waal, ihren Weg von Japan nach Paris, über Wien wieder nach Japan zurückzuverfolgen und dabei mehr über die Vergangenheit seiner Familie zu erfahren. De Waal will sich dabei keine "patina-überzogenen" Anekdoten erlauben, sondern streng bei den Fakten bleiben, erliegt dann aber selbst dem Zauber der Erinnerungen aus dem Europa des 20. Jahrhunderts. (Paul Zsolnay Verlag, 352 Seiten, 19,90 Euro)

Und für die Schmökerstunde auf dem Sofa empfiehlt SAMIRA LAZAROVIC "Das Beste von Allem" von Rona Jaffe: "Wer schon alle 'Mad Men'-Staffel durch hat, muss nicht die Fingernägel runterkauen, sondern kann zu dem Buch greifen, das schon auf Don Drapers Nachttisch lag. ...

... Rona Jaffe erzählt die Geschichte von drei jungen Frauen, die ihr Glück in New York suchen. Caroline, Gregg und April arbeiten in einem angesehenen Verlagshaus. Doch träumen sie wirklich von einer Karriere oder doch vom heimischen Glück mit Mann und Kind? ...

... Wer da an 'Sex and the City' denkt, liegt nicht ganz falsch – doch Rona Jaffe schrieb ihren Roman bereits 1959. Die großen Schwestern von Carrie & Co. mussten damals nicht nur Mister Right, sondern auch ihren Platz in der Arbeitswelt finden. Auch wenn vieles davon Gott sei Dank überholt ist, wirken die Dialoge teilweise so modern, dass man glaubt zu wissen, wo so manch Drehbuchschreiber von heute seine Ideen her hat. Dank der Erwähnung bei 'Mad Men' gibt es nun eine neue Übersetzung." (Ullstein, 653 Seiten, 9,99 Euro)

HEIDI DRIESNER empfiehlt diesmal kein Kochbuch, aber ein Koch-Buch für alle, die schon immer mehr über Jamie Oliver wissen wollten. "Der Münchner mvg Verlag hat eine exklusive Biografie herausgebracht: 208 unterhaltsame Seiten für 17,99 Euro, auf denen Rose Winterbottom aus dem Nähkästchen plaudert. ...

... Mit britischem Humor verrät Winterbottom, wo Jamie nicht gezeugt wurde, dass seine Wurzeln doch nicht im Sudan liegen, dass der Starkoch und Autor von Kochbüchern bis heute nichts liest, weil er Legastheniker ist. Sie beschreibt seine sozialen Projekte, seine Erfolge und Rückschläge. Und: dass Jamie nie aufgibt."

JANA ZEHs absoluter Favorit dieses Jahr ist der Bestseller "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson: "Noch nie zuvor habe ich beim Lesen eines Buches so gelacht. Noch nie zuvor war ich so überrascht von den Wendungen in der Geschichte und noch nie zuvor hat mir ein Buch diese wahre Leichtigkeit vermittelt. Zudem war es spannend, aufregend und gesellschaftskritisch. Ein Muss für jeden, der es noch nicht gelesen hat." (carl's books, 416 Seiten, 14,99 Euro)

Ihre zweite Empfehlung ist: "Mann kocht! Irrtümer, Vorurteile und Halbwahrheiten über Kerle am Herd" von Ludger Fischer. "Der Autor macht sich in einer erfrischenden Art und Weise über Männer in der Küche lustig. Aber nicht über alle Männer, denn hier geht es um die Männer, die drei bis vier Mal im Jahr kochen und dafür gelobt werden wollen, das Küche aufräumen ihren Frauen überlassen und vor allem auf Fleisch und teure Haushaltsgeräte abfahren. Alltagsköche, wie Fischer selbst, können nichts mit diesem Gehabe, mit diesem Brimborium um Nichts anfangen. Witzig und kurzweilig!" (Eichborn Verlag, 192 Seiten, 14,99 Euro)

CHRISTIAN ROTHENBERG gefällt das Buch eines Branchenkollegen: "Ein deutscher Journalist will’s wissen: Wie tickt das typisch-durchschnittliche Kaff im Osten der Republik? Wie fühlt sich das an? Das fragt sich dieser Moritz von Uslar. Also fährt er hinaus in diese Kleinstadt eine Autostunde nördlich von Berlin. Hier nistet er sich ein und nimmt Teil am Leben der Einheimischen ...

... und beobachtet ihr Leben in Kneipen, beim Metzger und im Boxklub. Nicht ohne sich dabei selbst einzuschalten und die Grenzen seines Ausflugs zu erfahren. So wird Uslar zum Protagonist seiner eigenen Geschichte. Einer Milieustudie, die 20 Jahre nach der Einheit viel verrät: über Deutschland, Provinz und Klischees. " (Kiepenheuer & Witsch, 378 Seiten, 19,95 Euro)

GUDULA HÖRR hat sich erneut von Lizzie Doron zu Tränen rühren lassen: "In dem grandios erzählten Roman 'Das Schweigen meiner Mutter' begibt sich Lizzi Doron auf eine Reise in die Vergangenheit. Eine Zeit, in der sie als Kind in Tel Aviv immer wieder verzweifelt nach ihrem Vater fragt – und auf eine Mauer des Schweigens stößt. Dabei will sie nur wissen: War ihr Vater ein Kapo in einem KZ oder ein Partisan, der gegen die Nazis kämpfte? Als sie die Wahrheit erfährt, ist vieles zu spät." (DTV, 220 Seiten, 8,90 Euro)

Und zu guter letzt hat MARKUS LIPPOLD gleich sieben Vorschläge: "60 Jahre amerikanische Zeitgeschichte bieten die Briefe von Kurt Vonnegut, die bisher allerdings als 'Letters' nur auf Englisch vorliegen. Die persönliche Korrespondenz beginnt mit Briefen des Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg und reicht bis kurz vor seinen Tod 2007. ...

... Dazwischen liefert der Mark Twain des 20. Jahrhunderts Weisheiten und sarkastische Spitzen über Gott und die Welt, aber auch ganz intime Einblicke in sein Leben." (Delacorte Press, 464 Seiten, etwa 26,80 Euro)

"Auch der 'echte' Mark Twain ließ in diesem Jahr wieder von sich hören: 'Meine geheime Autobiographie' durfte erst 100 Jahre nach seinem Tod erscheinen - der Schöpfer von Tom Sawyer und Huck Finn wollte wohl niemandem auf die Füße treten. ...

... Das Mammutwerk besticht durch wunderbare, spitzzüngige Schilderungen aus Twains Leben, der sich erneut als begnadeter Erzähler beweist. Allerdings gerät das Buch mitunter zu langatmig, zumal die geschilderten Ereignisse mehr als 100 Jahre zurückliegen und nicht alle genannten Personen heute noch bekannt sind." (Aufbau Verlag, 1129 Seiten, 49,90 Euro)

"Ein Comic über den Holocaust: Der polnische Jude Hertzko Haft überlebt Auschwitz und andere Konzentrationslager - weil er boxt. Von den SS-Wachen wird er in die Kämpfe gezwungen, für den Verlierer ist es der sichere Tod. Hertzko beißt sich durch, er ist ein Kämpfer. ...

... Langsam nähert sich Zeichner Reinhard Kleist in 'Der Boxer' dem nicht immer einfachen Charakter von Haft an, er kleidet das in teils bittere schwarz-weiß Zeichnungen. Ein erschütternder Comic über ein bisher kaum bekanntes Kapitel deutscher Geschichte." (Carlsen, 193 Seiten, 16,90 Euro)

"Ein Erlebnis ist die Graphic Novel 'Portugal' von Zeichner Cyril Pedrosa. Im Mittelpunkt steht der Zeichner Simon, der in einer Krise steckt. Doch ein Besuch in Lissabon weckt unerwartet Gefühle in ihm. Er begibt sich auf die Spur seiner Familiengeschichte. ...

... Pedrosa erweist sich als feiner Beobachter menschlicher Verhaltensweisen - die Zeichnungen sind wundervoll realistisch und detailliert, leben von den warmen Farben. Eine unbedingte Empfehlung, vor allem in der kalten Jahreszeit." (Reprodukt, 261 S., 39,00 Euro)

"Es war ein reiches Blockbuster-Jahr. Einer der Filmhöhepunkte war der Abschluss der Batman-Trilogie von Christopher Nolan. 'Batman. Das Making-of der Dark Knight Trilogie' bietet nun einen umfangreichen Rückblick. ...

... Zwar lesen sich die Texte etwas zu unkritisch, dafür entschädigt aber das umfangreiche Bildmaterial aus dem Archiv: Bilder von den Dreharbeiten und von der Entwicklung des Set-Designs sind die Höhepunkte. Für Batman-Fans ist das ein Muss!" (Knesebeck, 299 Seiten, 34,95 Euro)

"Dass anspruchsvolle Fotografie mitunter sehr witzig sein kann, beweist der Bildband 'Personal Exposures' von Elliott Erwitt. ...

... Die Retrospektive der Jahre 1946 bis 1988 zeigt Präsidenten und Stars, aber auch Menschen von der Straße. ... (Elliott Erwitt, Magnum Photos / courtesy Schirmer/Mosel)

... Neben ernsten Szenen und Ereignissen beweist der legendäre Magnum-Fotograf Erwitt aber auch immer wieder seinen ironischen Blick auf den Alltag und zeigt eines seiner Lieblingsmotive in allen Varianten: Hunde." (Schirmer/Mosel, 255 Seiten, 49,80 Euro)

"Und zum Schluss noch was auf die Ohren: 'Ulysses' wurde erst kürzlich als Hörbuch des Jahres ausgezeichnet. Ist das verwunderlich? Es war eine Mammutaufgabe, das Jahrhundertwerk von James Joyce umzusetzen. ...

... Es hat sich aber gelohnt - der Hörer wird unweigerlich hineingezogen in das Dublin am 16. Juni 1904. Hochkarätig besetzt (Manfred Zapatka, Corinna Harfouch, Dietmar Bär, Birgit Minichmayr u.a.) ist es nicht immer ein leichter Hörgenuss, aber immer ein Erlebnis. Auf 23 Audio- oder 4 (günstigeren) MP3-CDs. (Hoerverlag DHV, 79,99 Euro)

So, das waren sie wieder, unsere Weihnachtsbücher-Tipps. Wir hoffen, es war etwas für Sie dabei und wünschen an dieser Stelle schon mal: Frohe Weihnachten und viel Spaß beim Schenken. (sla)

weitere Bilderserien