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Joey Heindle holt die Krone: So schön war's im Dschungelcamp

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Und dann, weil er sein Gesäß präsentierte und sein Genital. Das war dann wirklich die absolut hässlichste Seite dieser Dschungelcamp-Staffel. (Alle Bilder: RTL) (Foto: RTL)

Und dann, weil er sein Gesäß präsentierte und sein Genital. Das war dann wirklich die absolut hässlichste Seite dieser Dschungelcamp-Staffel. (Alle Bilder: RTL)

Costa Cordalis, Désirée Nick, Ross Antony, Ingrid van Bergen, Peer Kusmagk und Brigitte Nielsen - die sechs Promis sind die Vorgänger von ...

... ihm hier. Joey Heindle heißt der neue Dschungelkönig.

Als er von seinem Sieg erfährt, ist er völlig aufgelöst, kann es kaum glauben. Endlich ein Sieg! Bei DSDS war er nur Fünfter geworden und ist seitdem als schlechter Sänger verschrien.

Nun kann er sich freuen. In einer Finalshow mit drei Prüfungen hat er sich gegen ...

... Claudelle Deckert ...

... und die Hamburger Travestie-Künstlerin Olivia Jones durchgesetzt.

In der letzten Folge waren nochmal Nerven gefragt. Jones musste in einem Tunnel gegen Insekten antreten.

Claudelle Deckert bekämpfte ihre Angst vor Wasser.

Heindle erwischte es am schlimmsten. Er musste Ekel-Food essen. Schweinesperma etwa, so wie hier. Aber auch eine Euter-Zitze und ein altes Enten-Ei. Die Staffel war wirklich spannend!

Bevor es aber weitergeht mit dem, was in diesem Jahr in Australien so getrieben wurde, ein paar Worte zu diesem Mann: Daniel Hartwich.

Für ihn war "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" eine Premiere.

Nicht als Moderator an sich.

Hartwich hat bei RTL schon einiges gemacht. Von "Let's dance" bis "Supertalent".

Einige Zeit galt er als Joker, der alles wegmoderieren kann. Bis der Anruf kam, ob er in den Dschungel ziehen will. Da musste er natürlich überlegen.

Er hat sich schließlich getraut, die Nachfolge von Dirk Bach anzutreten. Und das ist wahrlich keine einfache Entscheidung gewesen.

"Die Fußstapfen von Dirk sind vor allem tief, nicht nur groß. Sie sind nicht zu füllen. Weder von mir noch von irgendwem anders. Aber das habe ich auch nicht vor", sagte Hartwich vor der Show.

Und das ist auch die einzige Einstellung, mit der es klappen konnte.

Und das hat es auch. An der Seite von Sonja Zietlow hat sich Hartwich gut eingefunden. Er ist nicht so überdreht wie in anderen Shows.

Seine Flapsigkeit und sein Humor sind professioneller geworden, überlegter. Er ist sehr präzise.

Im Hintergrund arbeitet allerdings auch ein wortgewaltiges, brillantes und schnelles Autoren-Team, das die beiden mit dem Humor bedient, den viele so schätzen, manche allerdings immer noch nicht begreifen. RTL, die Moderatoren und die ganze Show nehmen sich nicht richtig ernst und punkten damit auf der Meta-Ebene. Dadurch perlt locker jede Kritik ab.

Sonja Zietlow war es auch nur manchmal anzumerken, dass sie ihren Dickie so vermisst. Sie hat sich augenscheinlich gefangen und gut auf ihren neuen Partner eingestellt.

Die beiden funktionieren zusammen. Und somit könnten sie wohl noch einige Staffeln Dschungelcamp zusammen machen.

In diesem Jahr mussten die zwei eine ziemlich bunte Truppe bändigen. Von Weltstar Helmut Berger bis Mr. No-Name Silva Gonzalez war alles dabei.

Die Aufstellung erfolgte nach gewohnten Regeln. Alt und jung, schön und hässlich, schrill und öde, clever und dumm. Alles ist zu finden. So bildet sich der beste Nährboden für Reibereien und zwischenmenschliche Dramen.

Sie hier hat wohl am meisten polarisiert: Bachelor-Kandidatin Georgina Fleur.

Tumbes Dummchen oder gewitztes Cleverchen? So richtig klar wurde das nicht. Oft hörte sie nicht richtig zu, war abgelenkt.

Dann wiederum hatte sie Angst und Phobien. Minuten später allerdings konnte sie den versammelten Campbewohnern eine Ansage machen, die sich gewaschen hat. Und dabei drückt sie sich sogar gescheit aus.

Und: Sie steigerte sich in ihren sieben Prüfungen deutlich. Von "ging gar nicht" bis "das war sehr ordentlich". Das Mädel bleibt ein Rätsel.

Auch an ihr scheiden sich die Geister: Fiona Erdmann. Es ist ein bisschen tragisch mit dem Model.

Nach außen wollte sie stark wirken, ...

... innerlich aber ist sie eher zart. Geprägt vom Druck durch die Außenwelt, kommt sie irgendwie mit sich selbst nicht klar.

So wenig, dass sie sich - recht untypisch im deutschen Fernsehen - problemlos mehrfach übergibt und damit Magersucht-Gerüchte schürt.

In ihren Prüfungen war sie tapfer.

Sie aß Kamel-Penis und badete in Fisch-Glibber.

Körperlich baute sie ab. Am Ende macht sie den vierten Platz - wie bei Germany's next Top-Model. Nur noch 5 Kilo leichter. Das wird nach dem Camp für Diskussionen sorgen.

Iris Klein. Die Mutter von Daniela Katzenberger stand im Zentrum, wenn es um Mobbing ging.

"Wer lästert, der bleibt", war ihr Motto. Un so legte sie kräftig los. Ihr Hauptfeind war Fiona. Das Model hat alles, was Iris Klein nicht mehr hat. Und viele fragten sich, ob nicht der Neid der Antrieb war, über Fiona herzuziehen.

Bis zu einem gewissen Punkt klappt das Lästern traditionell. Irgendwann aber wird die Sache unsympathisch. Die Zuschauer wollen Leistungen sehen.

Die allerdings brachte Iris Klein nicht so wirklich. In den Prüfungen und Schatzsuchen konnte sie nicht brillieren.

Und wenn der Kandidat dann nebenbei keine spürbare Aufgabe findet, straft der Zuschauer ihn ab.

Iris Klein, die Gastronomin aus Ludwigshafen, blieb nur deshalb lange, weil es unauffälligere Kandidaten gab als sie.

Sänger Patrick Nuo entwickelte sich zwischendurch zum Favoriten. Er blieb neutral, ehrlich und sympathisch.

Zudem war er hübsch anzusehen für die Damen.

Allerdings sorgt seine Porno-Sucht-Beichte für Irritationen. Innerliche Leere etwa könnte dazu führen, sich täglich zig Stunden Sexfilme anzusehen. Das Thema wird ihn verfolgen.

Einige Magazine haben sich der Sache schon angenommen.

Patrick Nuo wird da ein dankbarer Ansprechpartner sein.

Joey Heindle. Der ehemalige DSDS-Kandidat ist ein Sonderling.

Mal ist er himmeljochjauchzend, ...

... dann wieder zu Tode betrübt.

Im Camp war er eher zu Tode betrübt. Seine Gedanken kreisten um seine schlimme Jugend mit Gewalt und Kälte. Er sucht sich noch selbst. Der Dschungel half ihm vielleicht dabei, das wird sich aber erst noch zeigen.

Der nicht so erfolgreiche Sänger wird womöglich in einer Dauerkrise bleiben. Zu wünschen ist ihm aber, dass er bald einen stabileren Weg findet.

Wenn er sich nicht hängen lässt, hat er durchaus unterhaltendes Potential.

Allegra Curtis hatte eine harte Nuss zu knacken. Sie dachte, mit einem klangvollen Namen könnte sie punkten.

Vielleicht geht das in den USA, in Deutschland musste schon mehr her. Von Allegra Curtis kam aber nichts. Sie habe "entertainen" wollen, sagte sie immer wieder.

Doch sie bot da nicht viel. Keinen Humor, keine spannenden Geschichten, lediglich schlechte Kondition und eine ausgeprägte Ich-Bezogenheit.

Allegra war dann auch froh, als die Zuschauer sie erlösten. Zunächst das Ende einer depressiven Phase.

Vor allem hatte sie ja Sehnsucht nach ihrem Sohn. Und nach Amerika, wo man ihre Geschichten gerne hört.

Viel wird von ihr nicht mehr zu hören sein.

Claudelle Deckert entwickelte nur langsam Drive im Camp. Die Schauspielerin entwickelte spät Ambitionen auf den Titel.

Zum einen machte sie eine gute Figur - und zwar oft. Meist präsentierte sie sich täglich unter der Dschungeldusche.

Zum anderen griff sie beherzt an, wenn es nötig war.

Halt machte sie vor gar nichts. Auch in den Ekel-Prüfungen zeigte sie Haltung.

Sie war empfindsam, ohne nervig zu werden. Sie ist intelligent und durchaus charmant.

Auf Claudelle waren die Zuschauer auch deshalb fixiert, weil sie immer mal wieder Sex-Beichten auspackte. Sie bezeichnete sich etwa als "Bückstück", auf das sich ihr Mann wieder freuen dürfe.

Kein großes Geheimnis war, dass Olivia Jones die Favoritin ist. Mehrere Umfragen sahen die selbsternannte "Dschungel-Schabracke" während der Staffel klar vorn.

Sie war vor allem lustig - und haute die besten Sprüche raus. Dabei traf sie meistens den Nagel auf den Kopf.

Bei ihrer Ekel-Prüfung war sie knallhart - und zog tapfer sogar Wackelkandidatin Georgina mit.

Lediglich ihr enges Verhältnis zu Lästerschwester Iris Klein ließ zwischendurch Zweifel aufkommen. Das zerstörte etwas ihr Bild von der Campmutti, die sich um alle gleich gerne kümmert.

Jones war vor allem sympathisch, weil sie nicht überkandidelt ist. Sie nahm den "Verfall", den das Leben im Urwald mit sich bringt, mit Humor. Und sie schätzte am besten ein, was das Dschungelcamp ist und wie es funktioniert. Das war ein klarer Pluspunkt.

Für ihn war das Camp schnell vorbei: Helmut Berger.

Er kam mit eigener Klobrille - und ging mit vielen Fragezeichen.

War er wirklich überlastet durch das Wetter oder lief einfach sein Vertrag nach wenigen Stunden aus? Im Grunde ist das egal. Bergers Art hat irgendwie Spaß gemacht. Er sagt, was er denkt. Er wusste nie, wo er eigentlich ist und was er da soll.

Der Ex-Beau und -Weltstar hat die Zuschauer amüsiert und den Beginn des Camps ins Schwung gebracht. Das soll reichen.

Sänger Silva Gonzalez flog als erster durch ein Zuschauervoting raus. Seine Fan-Base war wohl doch zu klein, obwohl ...

... der 33-Jährige sich für den Größten hält.

Er glaubte, er könne alle Frauen glücklich machen. Er glaubte, das Camp komme ohne ihn nicht klar.

Er glaubte, er sei unwiderstehlich.

Er glaubte, er müsse ständig hektische Bewegungen und seltsame Geräusche machen. Nun, er hat sich geirrt.

Auch für Arno "Dagobert" Funke war schnell Schluss.

Im Grunde lag er - ganz in der Tradition von Rainer Langhans - nur herum. Eigentlich hatten alle etwas Pfiffiges, Spannendes erwartet.

Dass er was Hübsches baut, was Nützliches erfindet. War aber alles Fehlanzeige.

Und auch als Gesprächspartner war er eher ungeeignet.

Dem Ex-Erpresser war sein Rausschmiss wohl egal. Seine Gage hat er ja im Sack.

Sänger Klaus Baumgart musste nach Silva Gonzalez raus aus dem Urwald.

Als Ersatzmann für Helmut Berger konnte er aber nicht Fuß fassen. Nicht originell genug, eine langweilige Stimmungskanone.

Zudem auch noch ziemlich schlapp auf der Brust. Viel hätte er nicht reißen können in Prüfungen.

Immerhin: Er sorgte für zwei Aufreger. Einmal, weil er ständig seinen Blähungen freien Lauf ließ mitten im Camp.

Und dann, weil er sein Gesäß präsentierte und sein Genital. Das war dann wirklich die absolut hässlichste Seite dieser Dschungelcamp-Staffel. (Alle Bilder: RTL)

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