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Märchen auf LSD: "Twin Peaks" ist zurück

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"Wir sehen uns in 25 Jahren wieder". Mit diesem rückwärts aufgenommenen Versprechen von Mordopfer Laura Palmer ... (Foto: imago/United Archives)

"Wir sehen uns in 25 Jahren wieder". Mit diesem rückwärts aufgenommenen Versprechen von Mordopfer Laura Palmer ...

"Wir sehen uns in 25 Jahren wieder". Mit diesem rückwärts aufgenommenen Versprechen von Mordopfer Laura Palmer ...

... endete einst David Lynchs Kultserie "Twin Peaks" nach nur zwei Staffeln.

So ganz konnte Regisseur David Lynch diese Ankündigung nicht einhalten - immerhin fielen diese Worte im Jahr 1991.

Doch mit ein bisschen Verspätung wurde das Versprechen schließlich wahr. In der vergangenen Nacht ...

... lief beim US-amerikanischen Sender Showtime die heiß ersehnte dritte Staffel von "Twin Peaks".

In Deutschland hat sich der Pay-TV-Sender Sky die Rechte an dem Format gesichert. Auf Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket sind bereits vier neue Teile "Twin Peaks" abrufbar. Die lineare Ausstrahlung beginnt ab dem 25. Mai auf Sky Atlantic HD.

Die Geschichte der neuen Folgen von "Twin Peaks" knüpft am Finale der zweiten Staffel an, das für einen der bis heute gewaltigsten Cliffhanger aller Zeiten gesorgt hat. Wir erinnern uns: ...

Der FBI-Agent Dale Cooper (l.) wurde in das beschauliche Städtchen Twin Peaks beordert, um den grausamen Mord an der jungen Laura Palmer aufzuklären.

Er fand den Täter, der allerdings besessen von einem Dämon gehandelt hatte. Just dieser Dämon befiel schließlich auch Cooper.

Wie es mit dem besessenen Agenten weitergeht, erzählen nun die insgesamt 18 Teile der neuen Staffel "Twin Peaks".

Sie wurden - wie schon die Originalserie - kreiert und produziert von David Lynch und Mark Frost.

Kyle MacLachlan ist wieder als Cooper zu sehen.

Auch die Mädchen Amick (Shelly Johnson, l.) und Peggy Lipton (Norma Jennings, r.) sind dabei, ebenso wie Sherilyn Fenn (Audrey Horne) und Ray Wise (Leland Palmer). Außerdem ...

... gibt sich Lynch wie schon in den 90ern als FBI-Regionalleiter Gordon Cole die Ehre.

Am Morgen nach der Ausstrahlung zeigen sich Kritiker vor allem verwirrt von der Neuauflage - unzufrieden aber sind sie nicht.

"'Twin Peaks' erinnert am ehesten an ein Märchen, das auf LSD geschrieben und stark von der CIA zensiert wurde", schreibt "The Guardian".

Die "New York Times" attestiert der Serie die Fähigkeit, den heimischen Fernseher in ein "bedrohliches Portal" zu verwandeln, "aus dem jederzeit etwas Schreckliches oder etwas Wundervolles platzen" könne.

Und "Variety" merkt zwar an, dass es nicht unbedingt Spaß macht, die neuen Folgen "Twin Peaks" zu gucken, schreibt aber auch: "Lynchs ...

... Vision ist so gesamtheitlich und absolut, dass er mit Sachen davonkommt, die ansonsten inakzeptabel wären."

Ob es nach Staffel drei sogar noch weitergehen könnte? Da hielt man sich bislang bedeckt. Showtime-Chef David Nevins will eine vierte Staffel nicht ausschließen.

Grundsätzlich, so sagte er, sei das Comeback aber als ein "abgeschlossenes, einmaliges Ereignis" angelegt. (ame/spot)

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