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Das Modejahr 2012: Von puristisch bis pompös

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... die Zeit, in der die Röcke wieder kürzer werden (denn das bedeutet: Frühling!). Cheers! (soe) (Foto: dpa)

... die Zeit, in der die Röcke wieder kürzer werden (denn das bedeutet: Frühling!). Cheers! (soe)

Ist gar nicht so schlimm, Silvie, Karl feiert gern alleine Weihnachten!!! Er findet es sogar schön!!

Er schenkt sich dann selbst etwas: nein, kein Spielzeug, er schenkt sich etwas viel Kostbareres: Zeit!

"Ich kenne kein Schwein, das in Paris bleibt für die Festtage. Und da ich ja keine Familie habe, bin ich total frei, und das ist natürlich der Höhepunkt des Luxus", erzählte der Modeschöpfer der "Welt am Sonntag".

Über die Festtage will er zu Hause an den Entwürfen für die neue Haute-Couture-Kollektion arbeiten. Allein zu sein, betrübt ihn nicht: ...

... "Mit sechs Jahren allein 'O Tannenbaum' singen müssen, das wäre traurig. Aber so?"

Bescheidenheit ist dennoch seine Sache nicht: Geschenke nimmt der Modezar nach eigenen Angaben "nur von ganz reichen Leuten" an.

"Es passiert schon mal, dass ich einen Rolls-Royce geschenkt bekomme. Nehme ich gern, das stört mich gar nicht", so der Mann mit dem weißen Haar.

Ob er dann manchmal einen Blick zurück wirft auf das vergangene Jahr? Wir helfen gern dabei und bleiben noch kurz bei Karlchen, der sich am Jahresende in Berlin ein vorübergehendes Denkmal gesetzt hat: ...

... Die um die Welt tourende Chanel-Ausstellung "The Little Black Jacket", eine Hommage an "Die kleine schwarze Jacke" von Coco Chanel, macht Station in Berlin – in einem leerstehenden U-Bahn-Tunnel.

Das hätte "Mademoiselle" begeistert, ihr Werk in einem U-Bahnschacht. "Eine Frau muss stets in der Lage sein, im Laufen einen Bus zu erreichen", hatte sie als Motto für viele ihrer Entwürfe propagiert.

Ganz und gar nicht gefallen hätte ihr der neue Werbespot für den Klassiker aus ihrem Haus: Brad Pitt für Chanel No. 5. Wie er sich dort zeigt, ist er ganz und gar nicht mehr so "inevitable".

Und auch Angelinas Interpretation des "Ausfallschrittes" löste allgemein mehr Heiterkeit als Bewunderung aus.

Aber egal: Seit Jahren gehört das Paar ...

... zu denen, die in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzen, ...

... auch modisch, und deswegen seien ihnen ihre kleinen Ausrutscher hin und wieder verziehen.

Obwohl - war Angie betrunken oder war der Spiegel verhangen, als sie ihr Posing für den roten Teppich übte?

Oder sind Brangelina einfach so mordscool, dass sie sich einen Spaß aus dem Posing und der Werbung und einfach allem machen?

Ja gut, wir werden es nie erfahren! Weiter im Rückblick: ...

... Das hier ist die Erfinderin eines Kleidungsstücks, das Frauen mindestens genauso dringend ihr eigen nennen sollten wie "Das kleine Schwarze": Modeschöpferin Diane von Fürstenberg hat vor 40 Jahren ...

... das Wickelkleid entwickelt (!), und angeblich steht es jeder Frau. Unter dem Motto "Feel like a Woman, wear a Dress" lancierte sie das Kleid 1972 - sie selbst trägt es auch heute noch gerne.

Das Kleid gibt es in allen Farben und Längen und Mustern, es kann nicht aus der Mode kommen, ...

... auch wenn hier kurzfristig der Eindruck entstehen könnte, das Kleid würde vorzugsweise in Rot angeboten werden. Und die Falten, die in diesen Kleidern zu sehen sind, gehören zu Frau von Fürstenberg wie ihre klimpernden Armbänder.

Denn sie ist eine der wenigen Frauen in New York, die keine Lust hat, wie wandelnde Masken durchs Leben zu gehen: "Ich habe beschlossen, nicht an mir herumdoktern zu lassen", verriet sie in mehreren Interviews anlässlich ihres 65. Geburtstags im Dezember 2011.

Bleiben wir noch kurz bei der Frau, deren Kollektion natürlich längst über das Wickelkleid hinausgeht, die so jung geblieben ist, noch immer über ein Paar sehr schöne Beine verfügt und so kluge Ansichten hat: ...

... "Die Frau, für die ich das Kleid entworfen habe, ist dieselbe geblieben. Es ist die Frau, die ich heute bin und die ich immer werden wollte, als ich jung war. Sie ist mutig, unabhängig und nimmt ihr Schicksal in die Hand."

Mehr von DvF? "Frauen machen Kleidung, Männer Kostüme. Und das sagt Christian Lacroix, nicht ich", gibt sie zu. So könnte das ewig weitergehen, aber es gab ja noch mehr Modisches im Jahr 2012.

Immer wieder schön: die bunten, sexy Vögel bei Victoria's Secret.

Von Paris Hilton haben wir erstaunlich wenig gehört 2012, wenn, dann nur gesehen, denn sie liebte es ebenfalls bunt.

Diese Dame hier hat einen Orden bekommen: Die Designerin des Hochzeitskleides von Herzogin Kate, Sarah Burton, ist für ihren Verdienst um die britische Modeindustrie mit Ritterwürden ausgezeichnet worden.

Die 1974 geborene Burton ist Kreativdirektorin des Labels von Alexander McQueen, der sich im Februar 2010 das Leben genommen hatte. Kates Kleid bei der Hochzeit mit Prinz William im April 2011 hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Es war in aufwendiger Handarbeit hergestellt und mit Stickereien besetzt.

Stella McCartney machte mit diesem Dress Furore. Genauer gesagt machten es die Frauen, die dieses Kleid trugen. Dazu gehörten Jane Fonda ...

... und auch Kate Winslet, die sich das Model mit der schmeichelnden Silhouette gleich in mehreren ...

... Variationen auf den Leib schneidern ließ. So ganz nachvollziehen kann man den Erfolg des Kleides nicht, aber auch hier wieder: Geschmackssache!

Und damit zu einer Frau, die Fans und Frauenmagazin-Leser/Innen dieses Jahr gespalten hat wie kaum eine andere.

Zum einen war da die Tatsache, dass sie ihren Freund Robert Pattinson betrogen hat, ...

... und das auch noch mit einem verheirateten Familienvater (Regisseur Rupert Sanders), ...

... zum anderen meinte es die Kritik nicht gnädig mit ihr, wenn es um ihre Klamotten ging.

"Der schlimme Klamottenfluch des Vampirmädchens" titelte eine deutsche Tageszeitung und machte sich über sie her.

Eine Top-Figur habe sie ja, und schön sei sie auch und jung, aber Geschmack? Den habe sie auf keinen Fall!

Ihr wurde die Aura eines Topflappens attestiert. Nun, zumindest ist es ein sehr teurer Topflappen, denn sie wird natürlich - wie alle Hollywoodstars - von Designern in edle Stoffe gehüllt.

Was sie auch trägt - am nächsten Tag heißt es, sie habe eine Art Gardine getragen, ...

... oder gleich ein ganzes "Drama-Dings", ...

... und immer meint man auch diese leichte "Null-Bock-Attitüde" herauszuahnen, die sie morgens gehabt haben muss, wenn sie sich zum Beispiel für ...

... DIESES Dings hier entschieden hatte.

Und wenn sie dann mal etwas halbwegs Passables getragen hat, dann machte sie es kaputt, indem sie ...

... zum Beispiel die falschen Schuhe dazu trug (nicht im Bild).

Nun, sie ist ja noch jung und kann lernen, und wenigstens braucht sie ...

... DAS hier nicht! Spanx! Formunterwäsche. Hört sich an wie Formvorderfleisch.

Und funktioniert auch ungefähr so! Das Bauchfett am Körper wird so weit nach oben gequetscht, dass es beispielsweise eine Brustvergrößerung überflüssig macht.

Oder das Fett wird eben an andere Stellen gerückt, ...

... wo es auch irgendwie wieder zu viel ist.

Aber grundsätzlich ist so eine Miederwäsche schon 'ne schöne Erfindung.

Auch für ihn.

Und auf neudeutsch heißt das auch "Shapewear".

Shapewear braucht man für die Mode von Maison Margiela meist nicht.

Wir erwähnen das bloß, weil auch dieses Jahr wieder ...

... der Textilkonzern mit den Initialen von Hasi & Mausi eine hochwertige Designer-Kooperation eingegangen ist. Ging weg wie geschnitten Brot.

Twix hieß früher Raider und SLP hieß früher YSL.

Nix verstanden?

Gut, also, bei Yves Saint Laurent schneidert ein Neuer, Hedi Slimane sein Name. Der hatte früher schon mal Männermode für den Nobelladen entworfen, ...

... jetzt allerdings ist er verantwortlich für die Damenkollektion.

Und weil der keine Lust mehr hatte auf dieses ewige "YSL", hat er das Ganze kurzerhand umbenannt in SLP - Saint Laurent Paris.

Eines ist klar - das Ypsilon wird fehlen!

Vor allem, weil Herr Slimane dem Stil des großen Meisters - Bohème mit Verstand und Eleganz - doch eigentlich treu geblieben ist.

Aber so geht es zu in der Mode - schnelllebig und verrückt.

Auch Marc Jacobs lieferte ab - und zwar für Louis Vuitton. Seine Show gehörte zu den großartigsten der Pariser Modewoche, heißt es.

Die Smokingjacke wird zum schulterfreien Kleid, und mit einem seidenen Faltenpart über der Hüfte gar zur Symbiose mit Diors Schößchenjacke namens "Bar". So sah die Ode an den Smoking aus, den Raf Simons für Dior vorführte.

Wir müssen nochmal über unseren Lieblings-Karl sprechen: Oder besser über seine spektakuläre Show und die ...

... Windräder von Chanel, die auf einem Boden standen, der an Photovoltaik-Platten erinnerte. Selbst die Models kamen aus einem Dreieck heraus, das zwei weitere große "Solar"-Platten bildete. Ein Grüner ist der Herr Lagerfeld deswegen noch lange nicht: ...

... "Nein, ich hasse die Grünen bis auf Daniel Cohn-Bendit. Allein, wie die sich immer benehmen", lässt der Meister wissen.

Allerdings verrät er: "Würde ich heute ein Haus bauen, würde ich auf solche Technologie zurückgreifen. Und wenn ich einen großen Park um das Haus herum hätte, würde ich mir eine ganze Allee von Windrädern hineinstellen. Das ist unsere Zeit."

In seinem tiefsten Innern ist er doch ein Grüner - er weiß es nur noch nicht.

Was noch?

Calvin Klein ist 70 geworden ...

... seine Mode und seine Düfte sind jung wie eh und je.

Francois Hollande steht nicht nur politisch unter Beobachtung, sondern auch modisch: ...

... An die 150 Mal hat er seine Krawatte im Jahr 2012 schief getragen - mon Dieu!

Dafür ist Jan Delay der Krawattenmann des Jahres! Bei diesem pinken Hemd fallen uns gleich noch zwei Damen ein, die Pink zu ihrer Lieblingsfarbe 2012 erkoren hatten: ...

Michelle Obama und Ann Romney, die einen Großteil des Wahlkampfes ...

... darüber bestreiten - und sich danach beurteilen lassen mussten - was sie anhatten.

Ganz und gar nicht pink: Die britische Designerin Westwood unterstützt Wikileaks-Gründer Assange. Die 71-Jährige brachte T-Shirts für den Internetaktivisten in den Verkauf.

Oliver Bierhoff dagegen gestand 2012 etwas, was ihm schon lange auf der Seele lastete: ....

... "Ich trug frühe weiße Socken." Hammer!

Doch dann kam Jogi: "Oli, nee, du, das geht gar nicht", so der Bundestrainer (wahrscheinlich) und schwupps - ...

... Oli ging aus den Socken, rein in den Anzug, fertig. Perfekt!

Ganz anderes Programm: Der Harald Glööckler.

"Jede Frau ist eine Prinzessin" heißt das Buch des schrillen Designers.

Und dieses Motto nehmen die Damen liebend gern an.

Seit er vor Jahren seine ersten Klunker im Tele-Shopping anbot, hat der Alterslose eine steile Karriere hingelegt - und vielen Damen gefällt's. "Ich habe alles von ihm: Bettwäsche, Nachtwäsche, Decken für die Couch", schwärmte eine blonde 72-Jährige bei seiner Buchpräsentation.

Sollte also ausgerechnet ein Mann, der geschminkter ist als die meisten Frauen, derjenige sein, der sie am besten versteht?

Fast sieht es so aus ...

Die Herren Dolce & Gabbana haben es nicht so leicht gehabt, vermutlich auch 2013 nicht: ...

... Sie sind mit ihrem Einspruch gegen eine Anklage wegen Steuerhinterziehung im großen Stil vor einem Gericht in Mailand gescheitert. Richterin Antonella Brambilla (nicht im Bild) entschied, ...

... der Prozess werde fortgesetzt. Die nächste Anhörung findet demnach am 30. Januar statt.

Den Modeschöpfern wird vorgeworfen, ihre Markenrechte 2004 und 2005 einer Tarnfirma namens Gado in Luxemburg überschrieben zu haben, um damit Einkünfte in Höhe von 840 Millionen Euro nicht in Italien deklarieren zu müssen. Damit sollen sie rund 420 Millionen Euro an Steuern gespart haben. Nur, um mal ein paar Zahlen zu nennen.

Vorbildlich: US-Jeanshersteller Levi's will nach Angaben von Greenpeace bis 2020 alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus seiner Produktion verbannen.

Die Wut der Konsumenten habe Wirkung gezeigt, hieß es bei Levi's. Auch alle anderen Marken müssten künftig "saubere Sachen produzieren".

Dann hoffen wir mal auf ein geschmackvolles, neues Jahr und ...

... die Zeit, in der die Röcke wieder kürzer werden (denn das bedeutet: Frühling!). Cheers! (soe)

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