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Noch immer Königin der Herzen: Vor 16 Jahren starb Diana

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Lady Diana - sie ist noch immer bei uns, irgendwie. (Foto: REUTERS)

Lady Diana - sie ist noch immer bei uns, irgendwie.

Lady Diana - sie ist noch immer bei uns, irgendwie.

Denn nicht nur ihre Familie will die Erinnerung an sie aufrecht erhalten.

Auch die unzähligen Fanclubs der schönen Prinzessin mit dem traurigen Lächeln werden am 31. August nach London pilgern.

Evelyn Marie Seidel, Chefin des "Lady Di Clubs" in Hameln zum Beispiel: Sie wird am 15. Todestag ihres Idols Blumen an einem Zaun vor dem Kensington-Palast niederlegen.

Ihr großes Anliegen ist, dass die Erinnerung an die "Jahrhundert-Prinzessin" nicht verblasst.

Was sagt ein Fan wie Frau Seidel eigentlich zu den jüngsten Eskapaden des Prinzen Harry? Hat sie sich die Fotos angeschaut?

"Ja, und ich war ein bisschen erschrocken", so die 63-Jährige. ...

... Seine Oma wird nicht erfreut gewesen sein. Man weiß ja nicht, ob die Queen sich so was überhaupt anguckt. ...

... Wenn Diana noch leben würde, wäre sie aber sicher wie jede Mutter schockiert gewesen. ...

... Harry hätte bestimmt eine kleine Predigt bekommen, was soll man als Mutter sonst auch machen: Passiert ist passiert."

Und was plant die Fanclub-Vorsitzende an diesem traurigen Jahrestag zu Ehren ihres Idols noch?

"Auf das Plakat, das ich am Zaun in London aufhänge, kommt eine wunderschöne 15 drauf und Fotos aus ihrem ganzen Leben. ...

... Dazu schreibe ich für jedes Jahr ein Gedicht auf Englisch, damit es auch die Fans aus England, Japan und der ganzen Welt verstehen. ...

... Der Kensington Palast wird ja gerade umgebaut, da ist ein Weidenzaun drum wie um eine Pferdekoppel."

Frau Seidel hat zum Glück auch eine Antwort auf die Frage, was die Prinzessin der Herzen so einzigartig machte: ...

... "Sie begegnete allen Menschen auf Augenhöhe und hatte keine Scheu vor Berührungen, sie trug keine Handschuhe. ...

... Ihr wunderschönes Lachen bleibt unvergessen. ...

... Diese Aura spüre ich immer noch, da kriege ich schon wieder Gänsehaut", so die Fanclub-Vorsitzende.

"Schade nur, dass gerade zum 15. Todestag, die Sache mit Harry ein bisschen schiefgegangen ist."

Diana hätte ihrem kleinen Prinzen sicher verziehen - auch wenn er jetzt ein erwachsener Mann ist.

Man kann sich vorstellen, dass sie ihn zu sich zitiert hätte, eine typisch mütterliche Rede gehalten hätte, ...

... und dann ihr großes Herz hätte walten lassen, ...

... das erkannt hat, dass es größere Probleme auf der Welt gibt als einen leicht extrovertierten Sohn, der nochmal "die Sau rauslässt", bevor es wirklich ernst wird.

Denn auch die kleine Diana Spencer wusste schon früh mit den Kameras umzugehen und wie sie sich am liebsten zeigen wollte.

Den typischen Diana-Blick ...

... und die Kopfhaltung hat sie bereits in jungen Jahren etabliert, ...

... und sie hat das niemals abgelegt, im Gegenteil, ...

... sie hat alles an ihren Ältesten vererbt.

Keck reckt sie schon als Kleinkind ihr Kinn nach vorn, ...

... wirft der Kamera einen verführerisch-scheuen Blick zu und posiert - als wüsste sie, was auf sie zukommt - ...

... wie ein Filmstar.

Schon immer wusste das Mädchen, ...

... das einmal Prinzessin von Wales werden sollte, ...

... ihre Reize einzusetzen.

Die Kameras liebten sie ...

... und sie liebte die Kameras.

Eine verhängnisvolle Affäre, ...

... denn genau diese Beziehung trieb Diana vor fünfzehn Jahren in den Tod.

Von Paparazzi gejagt, kam sie bei einem Autounfall am 31. August 1997 in Paris mit ihrem Freund Dodi Al-Fayed ums Leben.

Durch den tragischen Tod wurde die "Prinzessin der Herzen" weltweit zum Mythos.

Diana Frances Spencer kam am 1. Juli 1961 als Tochter einer Adelsfamilie auf Gut Sandringham in Ostengland zur Welt.

Und wie man sieht, ist die Ähnlichkeit zu William tatsächlich in die Wiege gelegt.

Das Glück, in einer intakten Familie aufzuwachsen, blieb ihr verwehrt.

Ehebruch und Scheidung waren Wörter, die Diana schon früh kennenlernte.

Dianas Beziehung zu ihrer Mutter war alles andere als herzlich, ihre Stiefmutter konnte Diana nie leiden.

"Wir alle haben sie so gehasst, weil wir glaubten, dass sie uns Daddy wegnehmen würde", sagte Diana einst.

Diana bekam keine gute Ausbildung und in der Schule war sie nur mittelmäßig. (Foto: Mit Mary Robertson und ihren Kindern Patrick und Caroline, für die sie 1980 als Babysitterin arbeitete und auch noch als Prinzessin in Kontakt blieb.)

"Dumm wie Bohnenstroh, das bin ich", soll sie oft über sich selbst gesagt haben.

Diesen "Mangel" bügelte sie jedoch mit der Gabe aus, auf andere Menschen zuzugehen.

Sie erkannte diejenigen mit sicherem Instinkt, die ihr weiterhalfen, und ...

... bezauberte vor allem Männer mit ihrem Charme ...

... und ihrem guten Aussehen.

US-Star John Travolta, mit dem die Prinzessin einst im Weißen Haus einen flotten Tanz aufs Parkett legte, erinnert sich schwärmerisch, er habe sich damals "wie ein Frosch" gefühlt, der wachgeküsst wird.

Auch einer der begehrtesten Junggesellen seiner Zeit erlag ihr in gewisser Weise: Prinz Charles.

Ob es letztlich Königin Elizabeth, die für den Thronfolger eine Jungfrau gesucht haben soll, oder andere Kräfte waren, die hinter der Ehe steckten, wird wohl für immer unklar bleiben.

Fest steht, dass es nicht die große Liebe war, ...

.. die die 20 Jahre alte Diana ...

... und den 13 Jahre älteren Charles ...

... im Juli 1981 vor den Altar brachte.

Trotz Märchenhochzeit ...

... stand die Beziehung unter einem schlechten Stern.

Auch die Geburt der Söhne William ...

... und Harry konnte daran nichts ändern.

Und auch, wenn es immer wieder Momente gab, die Hoffnung machten: ...

... 1992 zerbrach die Ehe nach einem erbarmungslosen Rosenkrieg, ...

... der - zum Entsetzen des Königspalasts - in aller Öffentlichkeit ausgetragen wurde.

Charles Daueraffäre mit Camilla Parker Bowles war dabei genauso Thema der Schlagzeilen ...

... wie Dianas diverse Liebhaber vom Reitlehrer bis zum Leibwächter.

In einem spektakulären Fernsehinterview enthüllte Diana selbst die Abgründe der "Ehe zu dritt", wie sie sie in Anspielung auf Camilla nannte.

Auch fünfzehn Jahre nach ihrem Tod kommen immer wieder neue Details ans Licht.

Wer denkt, er habe schon alles über Dianas Leben und Leiden erfahren, der irrt.

Zwar weiß die Menschheit bereits, dass Diana einen pinkfarbenen Vibrator in ihrer Tasche mitführte, ...

... ihr Mann schlecht im Bett war ...

... und die eisige Kälte des Hofs Dianas Bulimie auslöste, ...

... deren Auswirkungen mit großem Interesse verfolgt wurden.

Doch das Interesse an ihr scheint nie zu versiegen.

Für viele war sie der Gegenpol zu dem harten Regiment, das Königin Elizabeth II. führte, ...

... der Inbegriff von Wärme ...

... und Wohltätigkeit.

Dieses Gen scheint zum Glück auf ihre Söhne übergegangen zu sein.

Sie haben in einem Fernsehinterview darüber gesprochen, wie sehr sie ihre Mutter vermissen ...

... und schon alleine deswegen ihre Arbeit fortsetzen wollen.

Zeit ihres Lebens setzte sich Diana für die Armen und Kranken ein ...

... und hatte keinerlei Berührungsängste.

Helfen war für sie auch Ersatz für die Liebe, nach der sie sich stets so gesehnt hatte.

Dianas Tod versetzte das Land in eine Art Dauertrauer ...

... und löste Pilgerströme nach London ...

... und Althorp, wo Diana begraben liegt, aus.

"Sie hat uns Gefühle gegeben", sagen die Menschen, denen sie noch heute schmerzlich fehlt.

Der damalige Premierminister Tony Blair beschrieb es so: "Diana hat uns einen neuen Weg gezeigt, Briten zu sein."

Und sie "modernisierte" auf ihre Art die britische Monarchie.

Selbst wenn es heute nicht mehr Massen sind, die Dianas Lebens- und Wirk-Stätten aufsuchen: ...

... Diana bleibt für immer die "Prinzessin des Volkes", wie Blair sie nannte.

Auch deswegen wird sie nicht vergessen, weil sie immerhin zwei Söhne hinterlässt, die für Schlagzeilen sorgen ...

... und von denen einer mal König sein wird.

Die Menschen interessiert noch immer alles, was Diana betrifft.

Der "Kampf" mit ihrer Schwiegermutter ist nicht mehr aktuell, ...

... wurde doch alles dadurch abgemildert, dass William inzwischen seine Kate geheiratet hat, ...

... diese sich prächtig mit der Stiefmutter der Prinzen versteht, ...

... und der Fokus der Briten mittlerweile eindeutig auf die Zukunft ausgerichtet ist.

Zum Zeitpunkt der Olympischen Spiele in London jedoch war von einem Bauchansatz bei Kate, der auf einen Thronfolger schließen ließe, nichts zu sehen.

Der quälende Machtkampf zwischen Queen und Schwiegertochter gehört einer anderen Zeit an, ...

... es ging um die Zukunft der Monarchie in Großbritannien ...

... und natürlich um die Liebe.

Die Liebe hat sich durchgesetzt.

Auch hier wurde hart gerungen. Aber Diana wäre sicher begeistert von ihrer Schwiegertochter, ...

... der man nachsagt, dass sie ein ähnliches Gespür für Stil und Herzenswärme habe wie sie.

Am Ende ihres Ringens war Prinzessin Diana tot.

Kurz vor Mitternacht des 31. August 1997 raste die Luxuskarosse mit Diana und ihrem Liebhaber Dodi Al-Fayed an Bord auf der Flucht vor Paparazzi in einer Pariser Unterführung gegen einen Pfeiler.

Beide starben.

Zu Dianas Lebzeiten gab es kaum einen Tag, an dem Zeitungen keine Bilder von ihr druckten.

Fünfzehn Jahre nach ihrem Tod ist die Prinzessin immer noch allgegenwärtig.

Und nicht nur ihre Familie wird sich wieder versammeln und ihrer gedenken.

Von und über Diana wissen wir inzwischen tatsächlich eine Menge.

Es gibt noch immer keinen "McDiana", obwohl es sonst wohl nichts gibt, was die Andenken-Industrie nicht herstellen könnte.

Aber: "Wenn man einen Film in der Mitte aufhört oder ein Buch nur halb liest, dann wird man sich immer fragen, wie es ausgegangen wäre", erklärte ihr Bruder Charles Spencer den Hype vor fünf Jahren, zu ihrem 10. Todestag.

Es liegt jetzt in den Händen anderer, dieses Buch weiterzuschreiben. (soe/ dpa/ AP)

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