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Christoph Waltz, Stanley Tucci, Christopher Plummer, Matt Damon, Woody Harrelson. Sie hätten ihn alle verdient.
Hier, im alten Europa, kommt es einem allerdings so vor, als hätte einer ihn schon, den Oscar für den besten Nebendarsteller: "Unser" Herr Waltz.
Nicht zu verwechseln mit dem Udo, Figaro aus Berlin (2.v.r.).
Der "Inglorious Basterds"-Fiesling ist der heimliche Held aller Filmfreaks.
Fast schon läuft er George Clooney den Rang ab.
Beide sind neuerdings bärtig bis zum Anschlag, Georgie ist allerdings nominiert für den Oscar eines Hauptdarstellers.
"Up in the Air" heißt sein Streifen, in dem auch Vera Farmiga mitspielt, die ebenfalls nominiert ist.
Er spielt einen einsamen Wolf auf der Suche nach der Liebe.
Und das muss er so herzergreifend tun, dass die Frauen reihenweise schluchzend aus dem Kino rennen.
Erprobt er sonst seine hypnotischen Fähigkeiten eher an Frauen, ...
... starrt er in "Männer die auf Ziegen starren", der ebenfalls gerade in den Kinos läuft, die armen Tiere in Grund und Boden und ...
... was soll man sagen: Auch dieser Film ist schon wieder sehenswert!
Ja, du könntest der König der Welt werden!
Uga, uga, ja, George, aber du hast Konkurrenz.
Was? Wer?
Ja, hier, Jeff Bridges. Der Mann, der nicht nur unser Lieblings- "lonely heart" ist, sondern auch "Crazy Heart(s)". So heißt zumindest sein neuer Film.
Mit der ebenfalls für den Oscar nominierten Maggie Gyllenhaal berührt er uns mal wieder bis ins Mark.
Jeff Bridges: Ein alter Oscar-Hase, der ihn wie immer verdient hätte!
In der Kategorie bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Julie & Julia" ist auch Stanley Tucci nominiert.
Der Film zeigt die Anfänge der Kochkarriere von Julia Child, die mit den Aufzeichnungen von Julie Powell verwoben sind, die den Ehrgeiz hatte, alle 524 Rezepte aus Childs berühmten Kochbuch in einem Jahr nachzukochen.
In der Komödie ist er der Mann von Meryl Streep, die, wie Sie sich jetzt sicher schon denken können, ebenfalls nominiert ist.
Tucci, der bereits einen Emmy und einen Golden Globe im Schrank hat, hat im letzten Jahr einen schweren Schicksalsschlag wegstecken müssen: ...
... Seine Frau Kate, Mutter ihrer drei gemeinsamen Kinder, starb an Krebs.
So ein Oscar wäre sicher eine tolle Bestätigung für ihn, dass das Leben weitergeht.
Fest steht: Beide hätten ihn verdient. Aber da sind ja noch mehr.
Matt Damon zum Beispiel. Er stellt bereits seinen nächsten Film vor, nominiert für den Oscar als bester Nebendarsteller ist er aber für "Invictus - Unbezwungen".
Regie führte Clint Eastwood, und es geht um keinen Geringeren als Nelson Mandela.
Und es geht um die Frage, ob Sport die Rassentrennung im Südafrika der 90erJahre überwinden kann.
Matt Damon (hier mit seiner Frau Luciana Barroso) bekam für seine Rolle als Teamkapitän Francois Pienaar ein intensives Rugbytraining beim Gardens Rugby Club in Kapstadt.
Mal sehen, wie der "Sexiest Man Alive" von 2007 am 7. März 2010 abschneidet.
Einen Oscar für die beste Hauptrolle könnte nun auch an Morgan Freeman gehen, der neben Matt Damon in "Invictus" spielt und Nelson Mandela darstellt.
Nelson Mandela, der nach jahrzehntelanger Haft auf Robben Island 1990 freigelassen wird und vier Jahre später nach dem Ende der Apartheid als erster Schwarzer die Präsidentschaftswahlen gewinnt, sieht es als eines seiner wichtigsten Anliegen an, die tiefe Kluft zwischen der weißen Minderheit und der schwarzen Mehrheit zu überwinden.
Das möchte Mandela/Freeman am liebsten mithilfe des Sports, um genau zu sein: Rugby.
Freeman, hier mit Quentin Tarrantino, hat bereits einen Oscar in der Vitrine, und zwar für "Million Dollar Baby", ebenfalls unter der Regie von Clint Eastwood.
Beim nächsten Kandidaten handelt es sich um eine Geschichte aus dem Leben des großen russischen Schriftstellers.
Christopher Plummer spielt an der Seite der ebenfalls nominierten Helen Mirren Leo Tolstoi, der im Begriff ist, einen schwerwiegenden Fehler zu machen - zumindest in den Augen seiner Frau Sofia.
Er hat vor, die Rechte seines Werks nicht an ihre gemeinsamen Kinder zu vererben, sondern an das russische Volk.
Der Kampf um das Werk, die Liebe der beiden, aber auch ihre Zerrissenheit, die wunderbaren Bilder, die zu großen Teilen in "Sexy Anhalt" gedreht wurden, riss Kritiker dazu hin, den Film als "großartig" und "wunderbar leicht inszeniert" zu beschreiben.
Zuletzt ist uns Plummer in den Filmen "A Beautiful Mind", "Alexander" und "Syriana" begegnet. Trotz einer langen und umfangreichen Karriere ist Plummer bisher zum ersten Mal für einen Oscar nominiert.
Da hat der nächste und letzte Kandidat unserer Oscar-Männer schon ein bisschen mehr vorzuweisen: Woody Harrelson wurde bereits für seine Darstellung des ...
... Larry Flynt in dem gleichnamigen Kinofilm als bester Hauptdarsteller nominiert.
Vielleicht klappt es ja dieses Jahr: ...
... In "The Messenger" nun stellt er einen traumatisierten US-Soldat dar.
Wir kennen Harrelson aus "Natural Born Killers", ...
... aus "Der schmale Grat" ...
... oder auch aus "Surfer Dude".
Aber vor allem kennen wir ihn aus dieser Kneipe hier: "Cheers!"
Na dann, Woody, zieh' den schicken Anzug an, ...
... schnapp' dir deine Frau und ab nach Los Angeles. Oscar abholen!
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