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Was mach' ich nur zu Ostern?: Zeichnen, lernen, gruseln, wohnen, Baby

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Jedes Jahr dasselbe Schlachten. (Foto: dpa)

Jedes Jahr dasselbe Schlachten.

Jedes Jahr dasselbe Schlachten.

Schokoladenhasen haben auch Gefühle!!

Schon immer gehabt!

Und weil wir wissen, dass es mit einem simplen Ostergruß nicht getan ist, haben wir auf den letzten Drücker noch ein paar Tipps, wie Sie die Wirtschaft ankurbeln ...

... und Ihre Lieben zum Osterfest glücklich machen können. Denn: Lesen macht nicht dick, nicht betrunken, nicht arm, bildet ungemein und ist einer der schönsten Zeitvertreibe, wenn ein paar Tage frei sind.

Sie wollten schon immer Zeichnen lernen? Dann empfehlen wir "Zeichnen leicht gemacht" von E.G. Lutz aus dem Knesebeck Verlag.

Hier geht es ganz einfach los ...

... und steigert sich ...

... von Enten ...

... über Füchse ...

... zu wirklich großen Tieren. Alles, was Sie brauchen, ist ein Blatt Papier und ein paar gut gespitzte Stifte in unterschiedlicher Minenstärke. Gut, ein Radiergummi sollte zur Hand sein, anfangs. Und später dann kann man ans Ausmalen denken. (soe)

Babyleicht? Naja, wenn man schon drei Kinder hat vielleicht. Denn auch für das Kinderkriegen und -haben gilt: Aller Anfang ist schwer.

In "Babyleicht - die geheimen Tipps und Tricks für das wunderbare und anstrengende erste Jahr mit Baby" schreiben Mamas für Mamas. (Und Papas.)

Damit es Mama gut geht. Und dem Baby. Und Papa.

Damit das alles ein Genuss wird! Zusammengetan haben sich die beliebtesten "Online-Mütter" Deutschlands, die sich sonst via Facebook, Blogs, Youtube oder Instagram über ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihre Kniffe und Vereinfachungen austauschen.

Das Buch ist eingeteilt in Kapitel wie "Baby-Wellness", "Mama-Beauty", "Home Sweet Home" oder "Mit Baby unterwegs". Auch an die "Happy Parents" wird gedacht ...

... und die Zeiten, wo es sich nur um "Fieber, Schnupfen, Bauchweh" dreht.

Unter den Autorinnen: bekannte Gesichter aus dem TV, wie Nela Lee oder Eva Imhof. Die Herausgeberinnen sind die Socialmoms - Teil der Glow Media Group und Deutschlands einzige Marketing Agentur für Influencer-Mütter.

Herausgekommen ist ein ungewöhnlicher Ratgeber bei Eden Books, der allen Beteiligten ein gutes Gefühl hinterlässt und feststellt: Ihr seid nicht allein! (soe)

Kein Ratgeber, eher eine Gebrauchsanweisung - wer könnte so etwas im alltäglichen Wahnsinn nicht mal gebrauchen? Eben.

Knaur hat ein kleines Buch herausgegeben, das uns zum Mitmachen anregen soll. "Schreib fünf Dinge auf, die dich sofort zum Lächeln bringen", wird der Leser zum Beispiel aufgefordert.

Dazu hat die Autorin, Künstlerin und Illustratorin Meera Lee Patel aus Brooklyn, New York, das Ganze wunderbar dezent illustriert und mit Lebensweisheiten versehen, die fern jeder Plattitüde sind.

Alles in allem also eine liebevolle Gebrauchsanweisung sich selbst neu zu entdecken, wie auch Oprah Winfrey findet. (soe)

Ihnen ist mehr nach Spannung und Thrill zwischen dem Osterlamm am Sonntag und dem Spargel am Montag?

Dann empfehlen wir Ihnen "Das Scherbenhaus". Ein weiterer psychologischer Spannungsroman von Krimi-Autorin Susanne Kliem, die sich aktuell darüber freut, ...

... dass die Verfilmungsrechte für ihren Vorgänger "Trügerische Nähe" optioniert wurden. Und darum geht's im Scherbenhaus: Carla Brendel erhält seit Monaten anonyme Drohbriefe und wird von Angstattacken geplagt. Als sich die Chance ergibt, in ein hochmodernes Wohnhaus in Berlin zu ziehen, freut sie sich auf den Neuanfang.

In ihrem perfekt abgesicherten "Smart Home" und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich beschützt. Bis immer mehr beunruhigende Dinge geschehen und Carla erkennen muss, dass der Feind gar nicht von außen kommt. Er ist schon längst bei ihr.

Wieder einmal schafft Susanne Kliem es, den Leser mit einem spannenden Plot zu fesseln, in dem es vor allem um die Eskalation menschlicher Beziehungen geht und weniger um brutale Gewalt. (soe)

Es bleibt spannend: "Stell dir vor, du dürftest einen Menschen straffrei töten. Wen würdest du auswählen?" Einen Politiker? Jemanden, mit dem du noch eine Rechnung offen hast? Für Letzteres entscheidet sich Ben, als er in einer Samstagnacht betrunken auf die Fernsehwerbung eines Onlineportals gestoßen ist und diese Seite "achtnacht-online" aufgerufen hat. Eine Computeranimation in Form von Diana, der Königin der Jagd, stellt ihm dann die moralisch verwerfliche Frage.

Rund eine Woche später hat sich Bens Leben komplett verändert. Er wird gejagt. Tausende im realen Leben und Millionen im Netz wollen ihn töten, denn er ist der "Achtnächter". Auf seinen Kopf sind zehn Millionen Euro ausgesetzt. Der Killer geht laut "achtnacht-online" straffrei aus, "garantiert vom Bundespräsidenten". Alles Quatsch, denkt Ben zu Beginn noch, als sein Konterfei ihn von dem Portal anlächelt. Tödlicher Ernst, fährt es ihm nur wenige Sekunden später in den Kopf: Der Mob macht mobil.

Sebastian Fitzeks ("Die Therapie") neues Werk "Achtnacht" hat alles, was einen guten Thriller ausmacht: Spannung von Anfang bis zum Ende, glaubhafte Charaktere, einen Schuss Wahnwitz. Fitzek nimmt den Technik-Hype der heutigen Zeit gekonnt aufs Korn und bindet es in ein ganz alltägliches Familiendrama ein. Erinnerungen an die "Purge"-Filmreihe werden wach - und das "Achtnacht"-Ende lässt auf Folge(hör)bücher hoffen. Grandios! (bad)

Genug Spannung, jetzt mal entspannen: Es gibt tatsächlich Leute, die legen sich einfach ein paar Kugeln in eine leere Vitrine und wenn das dann fotografiert wird und in einem Bildband über Wohnen in Brooklyn, New York, erscheint, dann heißt das Kapitel eben: "Sachlich - still - gesammelt". Kann man gut finden. Muss man aber nicht. Da gibt es ja noch so viel mehr!

Zum Beispiel sein altes Surfboard lässig an die Wand zu lehnen. Klar, in New York kann man schließlich an jeder Ecke surfen.

Fotograf Matthew Williams wurde in Dutzende Wohnungen und Häuser gelassen. Dokumentiert hat er dabei den unverwechselbaren, lässigen, gemütlichen, exzentrischen, anbetungswürdigen und nachahmenswerten Lifestyle der Menschen aus Brooklyn.

Also: Auf's eigene Sofa setzen und anfangen vor dem inneren Auge umzudekorieren - was für ein schöner Ostermontagnachmittag. Kathlene Hackett hat das für Knesebeck zusammengestellt. Wir stellen fest: "Es gibt nicht die perfekte Lebensart, aber Brooklyn ist ziemlich nahe dran." Das sagt allerdings Becca Abrams, Seite 132. (soe)

Einen Lesetipp haben wir noch, weil uns das alle angeht und die Wirklichkeit, wenn wir uns den Bauch so österlich vollgeschlagen haben und in der Kirche waren, um für Frieden und Freiheit zu beten, wieder vor der Tür steht. Und zwar in Form von Flüchtlingen. Einer, der sich dieser Menschen angenommen hat, ist Holger Michel. Er hat ein beeindruckendes Buch geschrieben, das uns an einigen Stellen nachdenklich und traurig macht, vor allem aber auf heitere Art Optimismus transportiert.

Eines der absurdesten Erlebnisse schildert Michel folgendermaßen: "Was wir gerade brauchten oder nicht brauchten, konnte jeder aus der Bedarfsliste ersehen. Aber wir bekamen auch Sachen, die wir partout nicht haben wollten. Wie das Hühnchen. Dame: 'Ich möchte abnehmen. Deswegen spende ich dieses tiefgefrorene Hühnchen.' Wir: 'Ein Hühnchen. Tiefgefroren?' ...

... Die Dame weigerte sich, ihre Spende zurückzunehmen, und ging. Zurück blieben wir und ein totes tiefgefrorenes Hühnchen." Zurück bleibt aber vor allem nun dieses Buch.

Und der Autor muntert uns auf: "Helfen macht Spaß, man bekommt sehr viel zurück, beide Seiten profitieren und viele Menschen haben dadurch erst erkannt, was sie können."

Michel bleibt weiterhin optimistisch: "Deutschland ist ein starkes Land und 'Wir' können mehr, als wir glauben: Wer hätte vor eineinhalb Jahren gedacht, dass Hunderttausende Menschen in Deutschland, die sich vorher nicht kannten und keine Ahnung vom Thema hatten, sich zusammenschließen und gemeinsam etwas aufbauen und bewegen?"

Außerdem sagt er: "Der 'Flüchtlingsherbst' hat Deutschland nachhaltig verändert, es ist ein Ruck durch die Gesellschaft gegangen und hat eine Welle der Menschlichkeit hervorgebracht."

Und er warnt: "Integration funktioniert nicht, wenn man sich wie die AfD verschanzt und jammert, sondern nur, wenn man den Hintern hochkriegt, sich öffnet und den Leuten die Möglichkeit gibt, sich in die Gesellschaft zu integrieren."

Besser, als Susan Sarandon (hier auf Lesbos in einem Flüchtlingscamp) es zusammenfasst, kann man es kaum sagen: "Das Rathaus Wilmersdorf ist kein Flüchtlingslager, wie ich es so oft gesehen habe. Es ist ein Ort, an dem die Würde des Menschen im Mittelpunkt steht. Es ist dem enormen Engagement Hunderter Freiwilliger zu verdanken, dass die Bewohner hier nicht deponiert werden, sondern die Möglichkeit erhalten, zu leben und sich entwickeln zu können." (soe)

Es gibt also viel zu lesen - legen wir los.

Zu guter Letzt ein tragischer Held, dessen Schicksal uns alle berührt hat: Nick Cave mit: "One More Time With Feeling." Das ist visuell einzigartig und eine karge, fragile, raue Dokumentation in 3D (Farbe und schwarz-weiß), die die tiefen persönlichen Umstände untersucht, welche die Entstehung von Skeleton Tree (Nick Cave & The Bad Seeds' 16. Studio-Album) umgeben haben.

Durch den Tod seines Sohnes ist Nick Cave ganz sicher durch die Hölle gegangen, und daran lässt er uns nun mit diesem einfühlsamen Film auf eine so spezielle Art teilhaben, dass man diesen Film nur als Kunstwerk bezeichnen kann.

"We've been in a strange place, I'm coming out and blinking into the light … It's good to be playing again," sagt Nick Cave (hier mit seiner Frau Susie Brick).

Ja, er war ganz sicher an einem merkwürdigen Ort, aber jetzt blinzelt er wieder ins Licht und freut sich, auch wieder aufzutreten.

Jetzt wurde dieser filmische Meilenstein auf DVD, Blu-ray und als Limited Edition 3D Blu-Ray veröffentlicht. Alle Formate von "One More Time With Feeling" gibt es als 2-CD-Set mit bisher ungesehenem Filmmaterial. Ein Schätzchen! (soe)

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