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Coca-Cola - die bekannteste Marke der Welt feiert Geburtstag. Seit 120 Jahren gibt es das Getränk.
Selbst in entlegenen Gegenden der Erde...
...ist immer irgendwo eine Flasche der dunkelbraunen Brause zu finden.
In Uruguay genauso wie...
...in China,...
...Indien,...
...Japan...
...oder Ägypten.
Natürlich auch in Somalia,...
...Syrien (30 Jahre lang dort verboten, seit 2004 wieder erhältlich),...
...Südkorea,...
...Venezuala und natürlich in...
...den USA.
Sogar im vietnamesischen Mekong-Delta wollen durstige Abnehmer beliefert werden. Ausnahmen: In Nordkorea, Burma und auf Kuba gibt es den Softdrink nicht. Wohl aus politischen Gründen.
Und er hat das Getränk erfunden: der Apotheker John S. Pemberton aus Atlanta. Er mixt ein Tonikum, das die Lebensgeister wecken und gegen Kopfschmerzen wirken sollte. Er nennt es "Pemberton's French Wine Coca". Wegen der Prohibition muss er kurze Zeit später den Wein aus der Mixtur nehmen.
Mit Sodawasser gemischt, wird der Sirup erstmals im Mai 1886 in "Jacob's Pharmacy" für fünf Cent pro Glas verkauft. Etwa 8,5 mg Kokain sollen darin enthalten sein. Bis heute ist das jedoch umstritten.
1888 erwirbt der Apotheken-Großhändler Asa Griggs Candler die Rechte an der Marke. Er zahlt 2.300 Dollar dafür. 1892 gründet er die "Coca-Cola Company".
Der endgültige Durchbruch gelingt, als Coca-Cola nicht mehr aus dem Sirup-Spender gezapft, sondern...
...in Flaschen abgefüllt wird.
Überhaupt gelingt es der aufstrebenden Firma mit Hauptsitz in Atlanta immer wieder, Produktinnovationen am Markt zu platzieren.
Vor allem, als 1923 Robert W. Woodruff Präsident der Firma wird.
Hier zum Beispiel das "Sixpack".
Und hier ein Flaschenautomat. Mit Hilfe der Automaten erobert Coca-Cola schnell die amerikanischen Tankstellen.
Das dicke Glas erzeugt den Eindruck, die Flasche sei besonders gut gefüllt.
Eine Coca-Cola-Kühltruhe aus dem Jahr 1929.
Übrigens das Jahr, in dem das Getränk auch nach Deutschland kommt.
Auch hier setzt die "Coca-Cola Company" von Anfang an auf ausgeklügelte Werbekampagnen.
So prägt etwa der Coca-Cola-Weihnachtsmann mit seiner roten Kleidung die Vorstellung vom Weihnachtsmann allgemein.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in den Niederlanden ist Coca-Cola erstmals "Offizielles Erfrischungsgetränk",...
...aber erst bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gelingt der deutschlandweite Durchbruch. Inzwischen gibt es hier mit der Coca-Cola GmbH in Essen auch einen eigenen Standort.
Zwar gibt es Denunziationen gegen ein jüdisches Aufsichtsratmitglied, aber Coca-Cola setzt sich durch. In der Bevölkerung entsteht sogar die Annahme, Coca-Cola sei eine deutsche Erfindung. Soldaten in amerikanischer Gefangenschaft wundern sich später, dass es die Marke auch in den USA gibt.
Coca-Cola ist heute das zweitbekannteste Wort der Welt, gleich hinter "OK".
Experten schätzen den Markenwert allein des Namens auf etwa 60 Mrd Euro. Das Unternehmen verkauft über 230 Getränkemarken in 200 Ländern der Welt und beherrscht die Hälfte des weltweiten Marktes.
Der Konzern macht 2005 einen Umsatz von 23 Mrd US-Dollar bei einem Netto-Gewinn von 5 Mrd US-Dollar. Zwei Drittel des Umsatzes werden außerhalb der USA erzielt.
Es verwundert also nicht, dass es bis heute viele Konkurrenten gibt, die einen ähnlichen Softdrink anbieten. Der Begriff "Cola" ist nämlich bis heute ungeschützt.
Größter Konkurrent auf dem Weltmarkt ist Pepsi-Cola. Teilweise liefern sich beide Firmen einen so harten Kampf um Marktanteile, dass der Begriff "Cola-Krieg" geprägt wird.
Pepsi-Cola wartet oft mit Superstars auf, die für die Marke Werbung machen. Darunter Michael Jackson, David Beckham oder Britney Spears.
Bei Coca-Cola steht in der Werbung eher ein Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund. Der Softdrink soll verbinden, erfrischen, glücklich machen.
In der Vergangenheit setzt der Konzern aber auch hin und wieder auf Prominente. Etwa auf Max Schmeling.
Oder den Schauspieler Jude Law, hier bei einer Awards-Gala.
Und auf Schauspielerin Gwyneth Paltrow oder...
...Sängerin Paula Abdul.
Bekannt sind heute vor allem der Coca-Cola Weihnachtstruck, hier bei der Durchfahrt durch das Brandenburger Tor.
Aber auch der Polar-Bär, mit dem der Konzern lange Werbung macht.
In den USA gibt es sogar ein eigenes Autorennen, das "Coca-Cola 600".
Bei so viel Marketing passieren natürlich manchmal auch Fehler. So wie hier: ein Nazi-Roboter im Coca-Cola-Design für eine Kampagne in Asien. Allerdings muss gesagt sein, dass im asiatischen Raum das Symbol eine tiefe mythologische Bedeutung hat.
Kritik kommt immer wieder aus Reihen der Medizin und der Verbraucherschützer. Das Hauptproblem ist der Zucker. 500 ml des Softdrinks enthalten nach offizieller Zutatenliste mehr als 50 g davon. Das sind etwa 18 Stück Würfelzucker. Nicht gerade gut für die Figur und die Zähne.
Übrigens: Dass Coca-Cola Fleisch besonders schnell zersetzt, gehört ins Reich der Mythen. In jedem säurehaltigen Getränk, zum Beispiel Apfel- oder Orangensaft, passiert das. Allerdings kann man einen rostigen Nagel mit einem 48-stündigen Cola-Bad sauber bekommen.
Ärger hat der Konzern auch immer wieder mit den Gewerkschaften in aller Welt. Es geht um lange Arbeitszeiten, niedrigen Lohn und schlechte Arbeitsbedingungen.
Oder um Umwelt-Fragen. Coca-Cola steht bei Umweltschützern wegen seiner Wasser-Politik in der Schusslinie. Außerdem werden dem Konzern immer wieder Diskriminierung und Verletzung der Menschenrechte vorgeworfen.
Zuletzt gibt es Schlagzeilen, weil drei Mitarbeiter das Rezept eines neuen Produktes an Pepsi-Cola verkaufen wollen. Der Konkurrent geht jedoch nicht darauf ein und informiert die Coca-Cola Company.
Den geschwungenen Schriftzug übrigens erfand der erste Buchhalter, ein Mann namens Frank M. Robinson. Er glaubte, die geschwungenen "Cs" seien gut für die Werbung. Damit lag er richtig - hier am New Yorker Timesquare zu sehen.
Doch um der Ausgewogenheit zum ihrem Recht zu verhelfen, hier noch ein paar andere Cola-Getränke. Afri-Cola schmeckt auch gut.
Russian-Cola muss irgendwas mit Erdbeeren zu tun haben.
Auch die Score-Cola kann begeistern. Zumindest diese junge Dame.
Und wer kennt sie nicht? Die Sinalco-Cola...
...und die Vita-Cola.
Nicht zu vergessen die Mecca-Cola. Extra gebraut, um nicht einen amerikanischen Konzern zu unterstützen, wenn man denn schon unbedingt Cola trinken will.
Und hier gibt es sogar noch...
...Club Cola, die Coca-Cola der ehemaligen DDR.
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