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Auch über den Wolken ist die Freiheit nicht immer grenzenlos. Die Luftfahrtbranche steckt in einer ernsten Krise. Die Zukunft so mancher Airline steht in den Sternen.
Erwischt hat es bereits eine der größten Fluggesellschaften der Welt und die umsatzstärkste Asiens: Japan Airlines.
Japans Verkehrsminister Seiji Maehara zieht einen Schlussstrich um das monatelange Rettungshickhack.
In einem der größten Insolvenzverfahren der japanischen Unternehmensgeschichte soll die hochverschuldete Fluggesellschaft einem radikalen Umbau unterzogen werden. Mehr als 15.000 Mitarbeiter - rund ein Drittel der Belegschaft - verlieren ihren Job.
Milliarden wurden verbrannt: Der JAL-Schuldenstand beträgt 16 Mrd. Dollar. Er soll drastisch reduziert werden. Bereits im Geschäftsjahr 2012, das am 31. März 2013 endet, soll jedoch wieder eine schwarze Null in den Büchern stehen. Während der Sanierung ist der Flugbetrieb sichergestellt.
Das Größe und Tradition - gegründet wurde Japan Airlines 1953 - nicht vor der Pleite schützen, ...
... hat auch Swiss Air zu spüren bekommen. 1931 als Staatsfluglinie gegründet, meldet die Airline 2001 Insolvenz an. Die Nachfolge-Fluglinie Swiss entsteht 2002 und gehört heute zur Lufthansa.
Die Swiss-Air-Pleite reißt auch die belgische Tochter Sabena mit in den Abgrund.
Der Sabena-Konkurs beschäftigt heute die Gerichte: Belgien hat vor dem Europäischen Gerichtshof Klage gegen die Schweiz eingereicht.
Ihre Tradition hat auch der DDR-Staatslinie Interflug am Ende nichts genutzt. Zwar bescheinigt ihr die Treuhand Überlebensfähigkeit. In den Wirren der Wiedereinigung überlebt aber dann nur der Markenname. Besser ...
... erging es der russischen "Schwesterlinie" Aeroflot - auch wenn Glasnost und Perestroika sie arg ins Trudeln brachten. Mittlerweile gehört die einst größte Fluggesellschaft der Welt zum Bündnis SkyTeam um Air France-KLM. Von knapp 50 Millionen Fluggästen in Russland insgesamt entfallen rund ein Fünftel auf Aeroflot.
Den Flug aus der Existenzkrise hat auch Delta Airlines bewältigt. 1924 aus einer landwirtschaftlichen Fluglinie hervorgegangen, entgeht sie Anfang des Jahrtausends nur durch einen knüppelharten Sparkurs - der Schuldenberg beläuft sich zeiweise auf 20 Mrd. Dollar - zunächst der Insolvenz. Zehntausende Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, können den Niedergang aber ...
... nicht verhindern: Im September 2005 stellt die Airline Antrag auf Insolvenz. Rund eineinhalb Jahre später verlässt sie den Gläubigerschutz aber wieder. Neue Aktien werden ausgegeben und durch ...
... die Übernahme des US-Konkurrenten Northwest ist Delta heute die größte Fluglinie der Welt.
TWA (Trans World Airlines) erging es nicht so gut. Faktisch zahlungsunfähig wird sie Anfang 2000 von American Airlines übernommen und fliegt letztmals im Dezember 2001. In Erinnerung bleibt TWA, weil sie eine der ersten Airlines gewesen ist, die ein Bonusprogramm für Vielflieger angeboten hat.
Mit PanAm verbinden viele heute den Lockerbie-Anschlag vom 21. Dezember 1988. Alle 259 Passagiere kommen ums Leben. Die Airline erholt sich davon nicht mehr, stellt 1991 den Betrieb ein. Eine Wiederbelebung der Marke mit Neugründungen Mitte der 90er Jahre bleibt erfolglos.
Eine Neugründung soll auch Olympic Airlines wieder auf die Beine bringen. Die chronisch finanziell angeschlagene Fluggesellschaft blickt auf eine lange Tradition von Pleiten, Pech und Pannen zurück: ...
... Vor Olympic Airways gab es mehrere staatliche griechische Fluggesellschaften - keine davon war wirklich erfolgreich. Managementfehler sorgen immer wieder für finanzielle Gratwanderungen. Auch über Subventionsbetrug wird gemunkelt. Nun soll mit neuem Namen (Olympic Air) in bessere Zeiten geflogen werden.
Die sucht auch Alitalia - und das eigentlich schon seit Jahren. Seit den 90ern schreibt Alitalia nahezu durchgehend Verluste. Nun soll eine "neue" Alitalia noch einmal versuchen, die Kurve zu bekommen. Allerdings erinnert die Dauerkrise der Italiener irgendwie an die Situation bei Japan Airlines. Einzige Ausnahme: eine erfolgreiche Investorensuche. Geldgeber, die auch ...
... Blue Wings dringend braucht. Gehälter wurden nicht gezahlt, es gibt Stress mit einem russischen Großaktionär. Die Blue-Wings-Flotte ...
... fliegt zeitweise nicht. Die Zukunft bleibt ungewiss.
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