Energie aus kleingehäckselten Pflanzenteilen - das war noch vor wenigen Jahren nur etwas für Bio-Bauern.Bild 1 von 22 Doch Biogas könnte im Jahr 2020 die russischen Erdgasimporte in die EU komplett ersetzen und damit die Klimaschutzziele in erreichbare Nähe rücken.Bild 2 von 22 Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie der Universität Leipzig und des Öko-Instituts. Der Untersuchung zufolge könnten entlang der europäischen Erdgas-Pipelines Pflanzen zur Energiegewinnung angebaut werden.Bild 3 von 22 Das daraus gewonnene Biogas könnte dann in das Gasnetz eingespeist werden. Die notwendigen Flächen stünden zur Verfügung.Bild 4 von 22 Die Studie zu "Möglichkeiten einer europäischen Biogaseinspeisungsstrategie" wurde im Auftrag des Fachverbandes Biogas, der Stadtwerke Aachen und der Grünen-Bundestagsfraktion erstellt.Bild 5 von 22 Mit der verstärkten Nutzung von Biogas könnten zudem mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Die zusätzliche Wertschöpfung beziffern die Wissenschaftler auf 63 Mrd EUR.Bild 6 von 22 Seit Inkrafttreten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im Jahr 2000 hat die Erzeugung und Nutzung von Biogas erheblich zugenommen.Bild 7 von 22 Als Rohstoffe für die Gewinnung von Biogas stehen die in der Landwirtschaft anfallenden tierischen Exkremente als Gülle und Mist in Verbindung mit Einstreu und Futterresten zur Verfügung.Bild 8 von 22 Hinzu kommen Ernterückstände aus der Landwirtschaft wie Rübenblatt oder Kartoffelkraut, ...Bild 9 von 22 ... organische Produktionsabfälle, vorrangig aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, ?Bild 10 von 22 ? organische Rückstände z. B. aus der Straßenrand- sowie Park- und Uferpflege, ...Bild 11 von 22 ... getrennt gesammelte organische Abfälle aus Haushalten (Biotonne) und Marktabfälle ...Bild 12 von 22 ... sowie die Nutzung speziell angebauter Energiepflanzen.Bild 13 von 22 Um aus diesem Rohstoffmix Energie zu gewinnen, wird der Bioabfall zuerst von Fremdstoffen befreit und anschließend dem Gärreaktor oder Fermenter zugeführt.Bild 14 von 22 Im vollkommen abgeschlossenen, unter Sauerstoffausschluss arbeitenden Reaktor wandeln Mikroorganismen die vorhandene organische Substanz in Kompost und Biogas um.Bild 15 von 22 Der Gärvorgang läuft bei einer Temperatur von 55 bis 60 Grad Celsius ab und dauert 15 bis 20 Tage.Bild 16 von 22 Ein Motor verbrennt das erzeugte Biogas und treibt einen Generator an. Die elektrische Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist bzw. teilweise auch dem landwirtschaftlichen Hof abgetreten.Bild 17 von 22 Mit der Motor- und Abgasabwärme wird zunächst der Fermenter beheizt, um dort die notwendige Gärtemperatur zu erhalten. Zusätzlich ist die Beheizung von Wohn- und Betriebsgebäuden oder die Verwendung für Trocknungsprozesse möglich.Bild 18 von 22 Alternativ oder kombiniert kann das Biogas (aufbereitet auf Erdgas-Qualität) für den CO2-neutralen Betrieb von Fahrzeugen genutzt sowie ins Erdgasnetz eingespeist werden.Bild 19 von 22 Je nach der Zusammensetzung des Bioabfalls werden zwischen 105 bis 130 m³ Biogas pro Tonne gewonnen, dies entspricht ca. 70 Liter Benzin.Bild 20 von 22 Biogas, das als Treibstoff für Fahrzeuge, oder für Blockheizkraftwerke zur Stromerzeugung verwendet werden kann, gilt heute als eine der umweltfreundlichsten, für eine breite Bevölkerung zugängliche, CO2-neutrale Energie.Bild 21 von 22 Der verbleibende Kompost ist ein wertvoller, natürlicher Dünger.Bild 22 von 22