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Der Euro knackt momentan, Anfang 2008, eine Höchstmarke nach der anderen. Doch nicht immer war der Euro so bärenstark.
Am 1. Januar 1999 wird der Euro von den elf Gründerländern der Europäischen Währungsunion aus der Taufe gehoben. Der Umrechnungskurs zur D-Mark beträgt 1,95583 DM je Euro.
Am 4. Januar startet der Handel in Sydney mit 1,1747 Dollar. Zeitweise steigt der Neuling auf knapp 1,19 Dollar.
Wegen des sich anbahnenden Krieges im Kosovo beginnt aber bald die Talfahrt. Im Dezember 1999 fällt der Euro erstmals auf 1,00 Dollar.
Im Herbst 2000 wächst bei Kursen unter 0,85 Dollar die Befürchtung, der schwache Euro könnte die Weltwirtschaft destabilisieren. Die EZB interveniert mit Unterstützung der Zentralbanken Japans und der USA.
Als die Wirkung der Interventionen verpufft, fällt der Euro auf ein Rekordtief von 0,8225 Dollar - rund 30 Prozent unter Einführungsniveau.
Im November 2000 hebt eine weitere Interventionsrunde die Gemeinschaftswährung wieder auf 0,86 Dollar.
Zinssenkungen der US-Notenbank belasten im Januar 2001 den Dollar. Der Euro klettert auf 0,95 Dollar.
Die Anschläge vom 11. September 2001 drücken den Dollar nur kurz.
Die Einführung des Euro-Bargelds verläuft am 1. Januar 2002 reibungslos und stützt den Euro. Im Juli erreicht er erstmals wieder 1,00 Dollar
März 2003: Im Vorfeld der Invasion im Irak steigt der Euro über 1,10 Dollar. Im Mai überspringt er erstmals wieder sein Einführungsniveau von 1,1747 Dollar.
Im September 2003 betonen Finanzminister und Notenbanker der sieben führenden Industrieländer, dass sie flexiblere Wechselkurse wollen. An den Märkten wird dies als Signal für einen schwächeren Dollar interpretiert. Der Euro steigt erstmals über 1,20 Dollar.
Ende 2004 erreicht der Euro mit 1,3667 Dollar zwar ein Rekordhoch, doch gleich zu Beginn 2005 büßt er seine Gewinne ein. Die Fed erhöht die Zinsen Schritt für Schritt, während die EZB sie stabil hält.
Die Absage der Franzosen im Mai 2005 an eine europäische Verfassung belastet den Euro zusätzlich. Eine in Italien losgetretene Debatte um ein mögliches Auseinanderbrechen der Euro-Gruppe hilft auch nicht gerade. Bis November rutscht der Euro unter 1,17 Dollar.
Im Dezember 2005 erhöht die EZB die Zinsen auf 2,25 Prozent und leitet damit eine Zinserhöhungsrunde ein. Der Euro steigt über 1,20 Dollar. Im November 2006 erreicht er wieder die Marke von 1,30 Dollar.
Nach einer deutlichen US-Zinssenkung im Zuge der Subprime-Krise nähert sich der Euro am 18. September 2007 der Marke von 1,40 Dollar, die er zwei Tage später überspringt.
Gute deutsche Konjunkturdaten, ein Anstieg der US-Erzeugerpreise und Aussagen des Vize-US-Notenbankchefs Kohn, die Wachstumsrisiken seien höher als die Inflationsgefahren, schieben den Euro im Februar 2008 über 1,50 Dollar.
Im März 2008 dämpfen robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone die Erwartung fallender Zinsen hierzulande.
Zugleich stehen die Zeichen in den USA weiter auf sinkende Zinsen. Der Euro überspringt 1,55 Dollar.
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