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Wirtschaft

Madoff, Ebbers, Skilling: Club der gefallenen Börsenstars

 
Madoff, Ebbers, Skilling: Club der gefallenen Börsenstars

Im größten Betrugsfall der Wall-Street-Geschichte wurde der Anlagebetrüger Bernard Madoff im Juni zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt – und damit zur höchstmöglichen Haftstrafe.

Der 71-Jährige hatte sich schuldig bekannt, über Jahre hinweg ein gigantisches Schneeballsystem betrieben zu haben. Er soll Anleger damit um bis zu 65 Milliarden Dollar geprellt haben.

Er ist allerdings nicht der einzige, der hart für Betrügereien bestraft wurde.

So muss ein weiterer New Yorker Finanzschwindler für viele Jahre hinter Gitter: Ein US-Richter verurteilte den Anlagebetrüger Marc Dreier zu 20 Jahren Gefängnis.

Der Rechtsanwalt hatte zugegeben, durch die Fälschung von Wertpapieren 400 Millionen Dollar eingenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte 145 Jahre Haft gefordert.

Bernie Ebbers, ehemaliger Chef von Worldcom, sitzt eine Gefängnisstrafe von 25 Jahren ab.

Er wurde 2005 wegen Verschwörung und Betrugs verurteilt. Die Börsenaufsicht hatte Fehlbuchungn von elf Milliarden Dollar entdeckt.

Kenneth Lay war 18 Jahre lang Chef von Enron, Gründer des Energiekonzerns und zugleich mitverantwortlich für dessen Niedergang. Er wurde 2006 des Betruges schuldig gesprochen und stand vor einer 40-jährigen Gefängnisstrafe. Er starb allerdings an einem Herzinfarkt, bevor er die Strafe antreten musste.

Jeffrey Skilling, auch er ein ehemaliger Chef von Enron, sitzt für 24 Jahre im Gefängnis. Enrons langjährige Bilanzfälschung sorgte für einen der größten Unternehmensskandale in der Geschichte der USA.

Der ehemalige Finanzchef Andrew Fastow sagte als Kronzeuge aus und erreichte dadurch, dass er lediglich für zehn Jahre ins Gefängnis muss.

Auch die Strafe für Dennis Kozlowski fiel eher gering aus. Der ehemalige Chef von Tyco wurde 2005 zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und vier Monaten verurteilt.

Ihm wurde vorgeworfen, er habe rund 400 Millionen Dollar veruntreut.

Michael Milken, genannt "König des Junk-Bonds" wurde 1989 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde jedoch nach zwei Jahren entlassen.

Milken war des Finanzbetrugs angeklagt, wurde allerdings nicht deswegen verurteilt, da er zuvor einen Vergleich geschlossen hatte. Sein Vermögen wird von Forbes auf rund 2,1 Milliarden Dollar geschätzt.

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