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Aufstieg und Fall des Mobilfunk-Riesen: Das waren die Nokia-Handys

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Erinnern Sie sich? Viele Handy-Nutzer haben irgendwann einmal eines dieser Geräte besessen. Doch das ist jetzt vorbei. Nokia-Handys wird es so künftig nicht mehr geben. Microsoft hat den Finnen die Handy-Sparte abgekauft. Einst war Nokia Marktführer. (Foto: REUTERS)

Erinnern Sie sich? Viele Handy-Nutzer haben irgendwann einmal eines dieser Geräte besessen. Doch das ist jetzt vorbei. Nokia-Handys wird es so künftig nicht mehr geben. Microsoft hat den Finnen die Handy-Sparte abgekauft. Einst war Nokia Marktführer.

Erinnern Sie sich? Viele Handy-Nutzer haben irgendwann einmal eines dieser Geräte besessen. Doch das ist jetzt vorbei. Nokia-Handys wird es so künftig nicht mehr geben. Microsoft hat den Finnen die Handy-Sparte abgekauft. Einst war Nokia Marktführer.

Doch zu viele landen mittlerweile im Müll.

Zwar hat Nokia längst moderne Smartphones im Angebot, doch gegen die Modelle von Apple und Google konnten sie sich bislang am Markt nicht durchsetzen.

Auch wenn diese beiden Herren im vergangenen Jahr noch Optimismus zeigten - die Chefs von Microsoft und Nokia: Steve Ballmer und Stephen Elop (r.). Nachdem Ballmer seinen Rückzug angekündigt hat, könnte Elop sein Nachfolger werden.

Das waren noch Zeiten. Erotik-Darstellerin Dolly Buster präsentierte 2002 das Nokia 7650 - damals war das iPhone noch weit entfernt und die Finnen bei jedem Trend vorn mit dabei.

Mit Modellen wie dem 3110 von 1997 hatte Nokia ein Handy für die breite Masse geschaffen.

Auch das 3310 war ein Verkaufsschlager.

Im Jahr 2000 kam das wasserdichte 6250 auf den Markt. Per WAP konnte man damit ins Internet gehen. Oder besser gesagt schleichen.

Ein Jahr später freuten sich Vielschreiber über das 9210. Es hatte ein für damalige Verhältnisse riesiges Klapp-Display und konnte MMS verschicken. State of the art zur Jahrtausendwende.

Auch die CDU-Vorsitzende Angela Merkel testete das Gerät auf der CEBIT 2001.

In den Business-Etagen zog wiederum ein Jahr später das 6250 ein - mit dem damals neuartigen Mobilfunkstandard UMTS.

Das 7650 nahm zwei neue Trends auf: Die Tastatur ließ sich unter das Display schieben (Slider-Technik) und es hatte eine Kamera. Ein Telefon mit Kamera: Das war die Zukunft.

Auch fürs Auge mussten die Telefone mittlerweile etwas bieten. Die "Collection l'amour" von 2006 sollte "besonders stylish" sein.

So kam auch das Klapp-Handy 6205 in der "Dark Knight Edition". Batmans Telefonnummer war nicht darin eingespeichert.

Dass Nokia nicht versuchte, innovativ zu sein, muss sich der Konzern nicht vorwerfen lassen. Mit dem Game-Handy "N-Gage" erkannte er den Trend zum Daddeln.

Sehr handlich war das 7600 von 2004. Das Design wurde "futuristisch" genannt, einen Trend löste es aber nicht aus.

Und auch dieses Gerät wies 2005 in die Zukunft: dieser kleine mobile Fernseher sah aus wie ein Smartphone. War aber keins.

Dann kam Steve Jobs. Am 9. Januar 2007 stellte er in San Francisco seine neueste Erfindung vor. Sie hieß "iPhone" und revolutionierte den Markt. In seinem Vortrag zählte er auf, was andere Hersteller wie Nokia falsch machten. Der Jubel war groß. Das Bild entstand bei einem ähnlichen Vortrag ein Jahr später.

Nokia und andere Handy-Hersteller waren out.

Die Finnen reagierten. Mit dem XpressMusic 5800 warfen sie einen iPhone-Konkurrenten auf den Markt. Das Gerät war vollgepackt mit neuester Technik, doch die Bedienbarkeit blieb weit hinter dem Trendsetter zurück. Vor allem auch das Betriebssystem Symbian wirkte altbacken.

Die Rettung sollte ab 2011 die Allianz mit Microsoft bringen. Ebenfalls ein von der Apple-Konkurrenz gebeutelter Gigant.

Mit der Lumia-Reihe, die Windows als Betriebssystem nutzt, wollten Nokia und Microsoft sich ein Stück vom Smartphone-Kuchen sichern.

Doch bislang gelingt das kaum. Die Kunden kaufen massenhaft iPhones und Google-Geräte. Die Zeit der Nokia-Handys ist vorbei. (vpe)

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