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Dienstag, 31. Dezember 2013

Anleger in Feierlaune: Dax feiert Rekordjahr

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Denn viele Börsianer gehen davon aus, dass sich dann auch die Unternehmensgewinne den Aktienkursentwicklungen anpassen und steigen. (jga/DJ) (Foto: picture alliance / dpa)

Denn viele Börsianer gehen davon aus, dass sich dann auch die Unternehmensgewinne den Aktienkursentwicklungen anpassen und steigen. (jga/DJ)

Für Anleger gibt es allen Grund, die Korken knallen zu lassen.

Satte 25 Prozent hat der Dax im vergangenen Jahr zugelegt.

Noch besser lief es für MDax und TecDax.

Der MDax gewann auf Jahressicht 39 Prozent ...

... und der TecDax 41 Prozent.

Ein wesentlicher Grund für die gute Stimmung war die lockerere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken - vor allem die der US-Zentralbank Fed.

Doch die Aktien wurden nicht nur durch die Liquidität der Notenbanken in eine Richtung getrieben. Meist gab es auch ganz fundamentale Gründe für das Plus oder Minus einzelner Papiere.

So landete K+S ganz unten im Dax, die Aktie verlor 36 Prozent an Wert.

Das Papier brach im Juli ein, nachdem das Kali-Vertriebskartell zwischen der weißrussischen Belaruskali und der ukrainischen Uralkali auseinandergebrochen war. Zu dem befürchteten Preisverfall für Kali kam es allerdings nicht.

Lanxess ist mit einem Minus von 27 Prozent das zweitschlechteste Papier. Der Kurs litt unter dem fallenden Preis für synthetischen Kautschuk.

Dem Spezialchemiekonzern, der unter anderem auch die Autoindustrie mit Kautschuk-Mischungen beliefert, brach damit der Gewinn weg.

Eon und RWE litten dagegen unter den gestiegenen Kosten für Versorger aufgrund der Energiewende. Die Auslastung traditioneller Kohle- und Gaskraftwerke wurde drastisch heruntergefahren. Damit verringerte sich eine wesentliche Einkommensquelle der Konzerne.

RWE verlor auf Jahressicht 15 Prozent.

Eon büßte immerhin 5 Prozent ein.

Profitiert haben 2013 vor allem die Automobilhersteller und -zulieferer. Ihnen kam das anziehende Wirtschaftswachstum zugute.

Ganz besonders trifft das auf den Reifenhersteller Continental zu. Die Papiere führen die Gewinnerliste im Dax mit einem Plus von 82 Prozent an. Auch die fallenden Rohstoffpreise spielten dem Unternehmen dabei in die Karten.

Daimler verteuerten sich um 52,2 Prozent.

Volkswagen-Aktionäre konnten sich über ein Plus von 18,6 Prozent freuen.

BMW legten 16,9 Prozent zu.

Für den zweiten Platz reichte das allerdings nicht. Den erreichte die Deutsche Post mit einem Plus von fast 60 Prozent.

Die Post profitierte vom anziehenden Online-Handel, der dem Paketgeschäft im Zeitalter von Amazon, Zalando & Co Umsatz bringt. Zudem dürfte das wachsende Geschäft mit teureren Express-Leistungen kleine Verluste im Briefgeschäft leicht ausgleichen.

Die Kursraketen schlechthin waren allerdings nicht im Dax zu finden: Denn einige Unternehmen mit Notierung an der Deutschen Börse liegen in ihrer Jahresentwicklung vor dem Dax-Anführer Continental.

Das Papier des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS etwa hat sich für Aktionäre doppelt gelohnt: Zum ist das lange Tauziehen um die Aktionärsstruktur endlich beendet. Der Rückzug Frankreichs, Deutschlands und Spaniens gibt dem Konzern mehr unternehmerische Freiheit, was alleine für ein ordentliches Plus sorgte.

Zum anderen gab es kurz vor Weihnachten noch die Zusage einer festen Dividendenquote von 30 bis 40 Prozent des Gewinns. Wer seit Jahresbeginn bei der Aktie dabei ist, hat 90 Prozent Kursgewinn gemacht.

Die Kursentwicklungen von Heidelberger Druck gehörte zu den Überraschungen 2013. Die Aktie galt Ende 2012 als Penny-Stock, hat ihren Kurse mittlerweile aber mehr als verdoppelt.

Der seit September 2012 tätige Unternehmenschef Gerold Linzbach baut weiter Kapazitäten ab und will im zweiten Anlauf auch den Einstieg in den Digitaldruck schaffen.

Den zweithöchsten Gewinn fuhren Aktionäre mit der Aktie des österreichischen Öl-Dienstleisters C.A.T Oil ein: Um 200 Prozent hat die Aktie 2013 zugelegt. Das Unternehmen bietet in Russland und Kasachstan Dienstleistungen rund um die Ölförderung an.

Der absolute Überflieger ist jedoch der Windturbinenhersteller Nordex mit 221 Prozent Kurssteigerung. Auch diese Aktie lag vor rund einem Jahr am Boden.

Doch das Unternehmen will nach zwei Verlustjahren 2013 wieder schwarze Zahlen schreiben. Dafür wird sich Nordex aus dem margenschwachen China-Geschäft zurückziehen und die US-Geschäfte kleiner fahren. Das Gros der Umsätze erzielt Nordex ohnehin in Europa.

Wer sich angesichts solcher Kursentwicklungen auf die Lippen beißt und es bereut, 2013 lieber auf Nummer sicher gegangen zu sein und die Finger von Aktien gelassen zu haben, der sollte sich nicht zu sehr grämen.

Denn es gab auch Verlierer.

So büßten Südzucker fast 37 Prozent ein.

Salzgitter verloren 21,4 Prozent an Wert.

Und Software AG verbilligten sich um fast 21 Prozent.

Außerdem könnte 2014 schon die nächste Rally warten.

Denn viele Börsianer gehen davon aus, dass sich dann auch die Unternehmensgewinne den Aktienkursentwicklungen anpassen und steigen. (jga/DJ)

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