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Wirtschaft

Mehrzweck-Jagdflugzeug: Der Eurofighter

 
Der Eurofighter ist ein Mehrzweck-Jagdflugzeug, das von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien entwickelt wurde.

Der Eurofighter ist ein Mehrzweck-Jagdflugzeug, das von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien entwickelt wurde.

Die vier Länder gründeten 1983 gemeinsam mit Frankreich ein Konsortium. Damals hieß der Flieger noch "Jäger 90", da er bereits in den 90er Jahren zum Einsatz kommen sollte.

Frankreich stieg 1985 wieder aus dem Projekt aus. Es gab Streit wegen der Anforderungen an das Flugzeug.

Der Name Eurofighter gilt nur für die in Europa verwendete Version. Die Maschinen für den Export heißen Eurofighter Typhoon.

Die Typhoon-Version wurde 2003 in Manching bei Ingolstadt der Öffentlichkeit präsentiert.

Während der Veranstaltung bekam das Flugzeug Besuch aus der Küche.

Und auch sonst wollten viele Prominente dem Monstrum mal ganz nahe sein: Mika Häkkinen zum Beispiel.

Oder Gerhard Schröder.

Und natürlich Edmund Stoiber, der bayerische Landesvater.

Der Eurofighter gilt als besonders wendig. Mit ihm lassen sich die wildesten Manöver fliegen.

Die Höchstgeschwindigkeit mit eingeschalteten Nachbrennern liegt bei Mach 2,0 (ca. 2.400 km/h). Aber selbst ohne Nachbrenner erreicht der Flieger ein Tempo von Mach 1,5 (ohne Lasten) bzw. Mach 1,2 (mit Bewaffnung).

Das reichte im Dezember 2003 recht locker,...

...um den deutschen Formel-1-Piloten Michael Schumacher in seinem Ferrari...

...ordentlich abzuhängen. Wobei gesagt sein muss: Schumi führte die ersten 500 m, aber danach war Schluss mit lustig.

Der Eurofighter ist 15,96 m lang, die Höhe liegt bei 5,28 m. Seine Flügelspannweite beträgt 10,95 m.

18.300 m hoch kann die Maschine maximal fliegen. Sie braucht vom Start bis auf eine Höhe von 10.000 m weniger als 150 Sekunden.

In den Tank passen 6.215 Liter Kerosin. Das maximale Startgewicht beträgt 23 Tonnen.

Pro Flugstunde muss jedes Flugzeug neun Stunden lang gewartet werden. Das kostet richtig viel Geld.

Wegen des Geldes gab es auch immer wieder Proteste gegen das Projekt. Immerhin kostet ein Exemplar etwa 85 Millionen Euro.

Andere Gegner meinen, eine militärische Bedrohung Deutschlands sei nicht gegeben, ein Verteidigungsfall unwahrscheinlich.

Hier "verschrotten" die Mitglieder einer Friedensgruppe symbolisch den Papp-Nachbau eines Eurofighters.

Eines der Argumente für den Bau: Arbeitsplätze.

Bei der deutschen Luftwaffe bedeutet die Einführung des Eurofighters übrigens das Ende anderer Maschinen.

Die russische MiG wird ausgemustert,...

...genauso wie die Phantom und...

...ein Großteil der Tornados.

Der Eurofighter kann mit einer 27-Millimeter-Bordkanone bewaffnet werden.

Darüber hinaus ist Platz für vier Luft-Luft-Mittelstreckenraketen, eine Luft-Boden-Abwurfwaffe und einen zusätzlichen 1000-Liter-Flügeltank.

Das Cockpit gehört zu den modernsten der Welt,...

...Flüge im Simulator gehören zum Alltag der Piloten.

Für letztere stehen High-Tech-Helme zur Verfügung, die es ermöglichen, die Instrumente im Blick zu haben, obwohl der Pilot die Blickrichtung ändert.

Hinter der Maschine allerdings hilft kein Helm, sondern nur Ohren zuhalten.

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