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Donnerstag, 11. März 2010

"Forbes"-Liste 2010: Der Reichtum der Superreichen

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Der mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim ist der reichste Mensch der Welt. Der 70-Jährige erklomm nach den Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" in diesem Jahr erstmals den Thron der Superreichen ... (Foto: dpa)

Der mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim ist der reichste Mensch der Welt. Der 70-Jährige erklomm nach den Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" in diesem Jahr erstmals den Thron der Superreichen ...

Der mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim ist der reichste Mensch der Welt. Der 70-Jährige erklomm nach den Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" in diesem Jahr erstmals den Thron der Superreichen ...

... und verdrängte Microsoft-Gründer Bill Gates von der Spitze auf Platz zwei.

Nach dem Krisenjahr 2009 kommt Slim laut "Forbes" auf ein Vermögen von 53,5 Milliarden Dollar, Gates auf schlappe 53 Milliarden.

An dritter Stelle steht die Investor-Legende Warren Buffett, der 2008 noch ganz oben stand, und 47 Milliarden Dollar schwer ist.

Ohne ihr umfangreiches karitatives Engagement hätten Gates und Buffett "Forbes" zufolge noch ein wesentlich größeres Vermögen angehäuft: Demnach würde Buffett über mindestens 55 Milliarden Dollar verfügen, ...

... Gates und seine Frau Melinda könnten mehr als 80 Milliarden Dollar ihr Eigen nennen.

Slim, Gates, Buffett und die anderen Milliardäre der Top Ten bringen ein Vermögen von insgesamt 342 Milliarden Dollar zusammen. Damit ist klar, dass zumindest die Superreichen immer reicher werden: Im vergangenen Jahr waren die Brieftaschen und anderen Besitztümer der zehn Führenden nur 254 Milliarden wert.

Insgesamt zählte "Forbes" weltweit 1011 Milliardäre in 56 Ländern, 218 mehr als im vergangenen Jahr; im Jahr vor der Krise waren es jedoch noch 1125. Das Vermögen der Milliardäre stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 50 Prozent auf 3,6 Billionen Dollar.

Mit Slim, dessen Gesellschaft America Movil zum größten Mobiltelefonanbieter in Lateinamerika aufstieg, geht der Titel des reichsten Menschen erstmals seit 1994 nicht an einen US-Bürger.

Dennoch sind die Vereinigten Staaten das Land, in dem mit Abstand die meisten Milliardäre leben: 403 US-Milliardäre zählte "Forbes"; damit leben 40 Prozent der Superreichen in den USA.

Zu ihnen gehören auch Apple-Gründer Steve Jobs, der mit 5,5 Milliarden Dollar auf Platz 136 steht, ....

... und die TV-Moderatorin Oprah Winfrey. Sie bringt es mit 2,4 Milliarden Dollar auf Platz 400.

97 Reiche sind neu auf der Liste, 62 von ihnen kommen aus Asien (hier die Skyline der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai).

Europa kann 248 Milliardäre aufweisen. Reichster Europäer ist der Franzose Bernard Arnault (27,5 Milliarden Dollar). Dem 61-Jährigen gehört knapp die Hälfte des Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton-Moët Hennessy (LVMH). Auf der "Forbes"-Liste steht Arnault auf Platz sieben.

Zweiter Europäer unter den Top Ten ist der Spanier Amancio Ortega (25 Milliarden Dollar), Besitzer der Mode-Kette Zara; der 74-Jährige rangiert auf Platz neun ...

... vor Aldi-Bruder Karl Albrecht (23,5 Milliarden Dollar); Theo Albrecht schaffte es in diesem Jahr dagegen nicht unter die 20 Reichsten.

Damit spiegeln die Aldi-Brüder das Nord-Süd-Gefälle der Bundesrepublik wider: Aldi-Nord gehört dem armen Theo, Aldi-Süd dem reichen Karl.

Deutschland wurde ärmer an Milliardären, deren Vermögen wuchs jedoch um 12 Prozent: Gab es 2009 noch 54 deutsche Milliardäre mit insgesamt 193,8 Milliarden Dollar, sind es in diesem Jahr 53 Milliardäre mit insgesamt 217,7 Dollar.

Die Top Ten knapp verfehlt hat Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Er steht mit 23 Milliarden Dollar auf Platz elf.

Zu den 25 reichsten Europäern gehören auch der Hamburger Unternehmer Michael Otto (18,7 Milliarden, Platz 21), ...

... die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten (11,1 Milliarden, Platz 51), ...

... und natürlich Silvio Berlusconi: Seine 9 Milliarden Dollar sichern ihm den 74. Platz. Dennoch ist der Ministerpräsident und Medienunternehmer damit laut "Forbes" nur der viertreichste Italiener.

Zu den Aufsteigern gehören die Asiaten. Allein zwei Inder finden sich in den Top Ten: Öl-Unternehmer Mukesh Ambani mit 29 Milliarden Dollar auf Platz vier ...

... und Stahl-Magnat Lakshmi Mittal mit 28,7 Milliarden Dollar auf Platz fünf. Insgesamt zählt Asien inzwischen nur noch 14 Milliardäre weniger als Europa.

Ambani und Mittal schoben sich vor Oracle-Gründer Lawrence Ellison, der mit 28 Milliarden Dollar auf Platz sechs liegt. Im vergangenen Jahr hatte er noch den vierten Platz erreicht.

Nach oben ging es für den Brasilianer Eike Batista (M.). Der schillernde Unternehmer machte den größten Teil seines Geldes mit Öl und Gas. Er kommt auf 27 Milliarden Dollar - mit einem Plus von 19,5 Milliarden Dollar ist er laut "Forbes" der größte Gewinner des Jahres: Platz acht.

Batista hat an der RWTH Aachen studiert, aber keinen Abschluss gemacht. Vier Konzerne hat er bereits an die Börse gebracht, der Börsengang des Ölplattformherstellers OSX ist für den 19. März geplant und wird mit Spannung erwartet.

Der weltweit jüngste Milliardär ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der mit seinen 25 Jahren bereits vier Milliarden Dollar besitzt. Das reicht für Platz 212.

Auch ziemlich jung ist der Deutsche Albert von Thurn und Taxis (l.). Er schaffte es mit 2,2 Milliarden Dollar auf Platz 437. Zum ersten Mal tauchte er im zarten Alter von acht Jahren in der "Forbes"-Liste auf.

Mit weiterhin einer Milliarde Dollar hat die Schriftstellerin Joanne K. Rowling ihren Klassenerhalt geschafft: Sie steht auf Platz 937. "Forbes" erwartet für sie jedoch einen Sprung nach vorn, ...

... stehen in diesem Jahr doch die Eröffnung eines Harry-Potter-Themenparks in Orlando (Florida) und der Film "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1" auf dem Programm.

Von der Liste gestrichen wurde Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz. "Einst 5,5 Milliarden Dollar wert, lebt sie nun Berichten zufolge von weniger als 1000 Dollar im Monat", schreibt "Forbes".

Das Schicksal der Streichung ereilte auch Maria-Elisabeth Schaeffler und ihren Sohn Georg. Bereits im Oktober 2009 hatte das "Manager Magazin" geschrieben, Frau Schaeffler habe durch den Conti-Deal 92,4 Prozent ihres Vermögens verloren.

Im Ländervergleich kann China mit den meisten Milliardären nach den USA aufwarten: 64 kommen aus dem Riesenreich, zusammen mit Hongkong sind es sogar 89. Russland steht mit 62 Milliardären auf Platz drei.

Im Städte-Ranking ist New York die Top-Adresse für Milliardäre (60), gefolgt von Moskau (Bild, 50) und London (32).

Die wenigsten Milliardäre fand "Forbes" in Afrika: Nur drei Länder haben überhaupt welche: Südafrika, Nigeria (das Bild zeigt die nigerianische Metropole Lagos) und Ägypten. Zusammen sind es acht.

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