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Die gute Nachricht zuerst: Es gibt sie noch, die Milliardäre.
Doch die globale Wirtschaftskrise hat auch unter den Superreichen viele Opfer gefordert.
Die Welt ist um ein Drittel Milliardäre ärmer.
Dem Magazin "Forbes" zufolge gehören 793 Menschen dieser exklusiven Gruppe an. Vor einem Jahr waren es allerdings noch 1125.
Das Vermögen wird auf rund 2,4 Billionen Dollar geschätzt - im Vorjahr lag die Summe noch bei 4,4 Billionen Dollar.
Die Krise schüttelte die Rangliste der Superreichen kräftig durcheinander.
Die Karten wurden neu gemischt.
New York ist wieder die Stadt mit den meisten Milliardären, 55 von ihnen leben hier.
London schob sich mit 28 Milliardären auf Platz zwei vor.
Moskau büßte seine Spitzenposition ein und findet sich mit 27 Milliardären auf dem dritten Platz.
Russland verlor wegen der Finanzkrise fast zwei Drittel seiner Milliardäre. Nach 87 im Vorjahr sind es nunmehr 32. Kein Russe schaffte es in die Top 20 der reichsten Menschen der Welt, 2008 waren es noch vier gewesen.
Auch in Indien nahm die Zahl der Superreichen ab. Nach 53 Milliardären im Vorjahr kommt das Land auf 24.
Deutschland verlor fünf Milliardäre und ist nun mit 54 vertreten.
Dafür verbesserten sich die USA: zehn der 20 reichsten Menschen sind Amerikaner.
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg gehört zu den wenigen, die trotz der Krise mehr Geld auf dem Konto haben. Der Medienmogul landete mit 16 Milliarden Dollar auf Platz 17.
Das Durchschnittalter der Milliardäre beträgt 63,7 Jahre. Der jüngste Milliardär ist ein Deutscher. Der 25-jährige Albert von Thurn und Taxis wird mit 2,1 Milliarden Dollar geführt. Wie er hat etwa jeder Dritte aller Milliardäre ihr Vermögen geerbt.
Das trifft auf den mexikanischen Drogenboss Joaquin Guzman Loera nicht zu. Sein Vermögen wird auf etwa eine Milliarde Dollar geschätzt.
Der zehnte Platz geht an einen Spanier. Amancio Ortega, Eigentümer der Modekette Zara, besitzt etwa 18,3 Mrd. US-Dollar. Auf dem Foto bekommt er königlichen Besuch.
Aldi-Gründer Theo Albrecht findet sich auf Platz neun. Sein Vermögen wird auf 18,8 Mrd. Dollar geschätzt.
Der indische Stahlbaron Lakshmi Mittal muss sich mit 19,3. Milliarden Dollar und Platz acht zufrieden geben.
Platz sieben geht an seinen Landsmann Mukesh Ambani. "Forbes" nennt ein Vermögen von 19,5 Mrd. Dollar.
Karl Albrecht, der zweite "Aldi-Bruder", erreicht mit 21,5 Milliarden Euro Platz sechs.
Vor ihm platziert sich mit 22 Milliarden Dollar Ikea-Gründer Ingvar Kamprad aus Schweden.
Der vierte Platz geht an Lawrence "Larry" Ellison, der 22,5 Milliarden Dollar vor allem mit dem Software-Konzern Oracle verdient hat.
Carlos Slims 27,5 Milliarden Dollar reichen für Platz drei. Der mexikanische Telekommagnat verlor im vergangenen Jahr rund 25 Milliarden Dollar.
Auch Vorjahressieger Warren Buffett hat 25 Milliarden Dollar verloren und muss sich mit 37 Milliarden und dem zweiten Platz zufriedengeben. Vor einem Jahr war die Investorenlegende noch der reichste Mann der Welt.
Den Spitzenplatz eroberte sich Bill Gates zurück. Der Microsoft-Gründer hat laut "Forbes" ein Vermögen von 40 Milliarden Dollar - er hatte 18 Milliarden durch die Finanzkrise verloren.
Doch die Wirtschaftskrise wütet weiter. Sie wird die Liste noch kräftig durcheinanderwirbeln. (Fotos: reuters, AP, dpa)
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