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Dienstag, 16. Dezember 2008

Nordmanntanne und Streit: Die deutsche Umfrage-Weihnacht 2008

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Mit der Familie vor dem Christbaum singen, Party mit Freunden machen oder lieber einfach ignorieren? Wie feiern die Deutschen das Weihnachtsfest?

Mit der Familie vor dem Christbaum singen, Party mit Freunden machen oder lieber einfach ignorieren? Wie feiern die Deutschen das Weihnachtsfest?

Mit der Familie vor dem Christbaum singen, Party mit Freunden machen oder lieber einfach ignorieren? Wie feiern die Deutschen das Weihnachtsfest?

Eine Flut von Umfragen versucht das alljährlich zu ergründen. Diesmal kamen die Experten der Meinungsforschungsinstitute und aus der Wirtschaft aber besonders ins Grübeln: Könnte die Rezession die gute Laune am Gabentisch richtig verderben?

Danach sieht es nicht aus.

Wirtschaftskrise hin oder her, der Nachwuchs soll am 24. Dezember nicht unter leeren Portemonnaies leiden.

Stolze 306 Euro wollen die Deutschen im Durchschnitt für Geschenke pro Kind ausgeben. Das ist nur etwas weniger (22 Euro) als im vergangenen Jahr, wie eine von einem Spielwarenhändler in Auftrag gegebene Umfrage des Marktforschungsinstituts Gewis ergab.

Die Berliner knausern angesichts knapper Kassen am meisten an Geschenken für Groß und Klein.

Die Bayern sind, so fand das Institut TNS Infratest heraus, am spendabelsten.

Ganz oben auf vielen Wunschzetteln nicht nur von Kindern stehen Technik-Geschenke. Fast 40 Prozent der Deutschen wollen zu Weihnachten Computer oder Unterhaltungselektronik kaufen, ermittelte Forsa für den Branchenverband Bitkom.

Heiß begehrt sind unter anderem Spiele-Software und Digitalkameras. Wer keine Lust auf überfüllte Kaufhäuser hat, der kann auch online shoppen: Mehr als zehn Millionen Deutsche kaufen nach Forsa-Angaben in diesem Jahr die Präsente im Internet.

Langweilige Geschenke können die weihnachtliche Stimmung ruinieren. Meistens liegen die Nerven aber aus anderen Gründen blank, zum Beispiel, weil sich Paare nicht einig sind, wo die Feiertage verbracht werden:

"Gehen wir an den Feiertagen zu deinen oder meinen Eltern, oder bleiben wir zu Hause?"

Nach Angaben des Meinungsforschungsunternehmens Innofact ist das mit 31 Prozent der häufigste Streitgrund zur Weihnachtszeit. Aber selbst die Dekoration (17 Prozent) und das Essen (4) sind Anlass für Ärger.

Apropos Essen: 46 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer brauchen mehr als vier Stunden für die Zubereitung des Weihnachtsmahls, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK herausfand.

Und mit dem festlichen Schmücken ihres Heims verbringen 69 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer mindestens zwei Stunden. Beim Christbaum schwören die Deutschen übrigens auf Altbewährtes: die Nordmanntanne.

Kein Weihnachtsaspekt, der nicht erfragt wird: Auch beim Naschen mögen es die Deutschen traditionell, ergab eine Gewis-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie.

Christstollen, Marzipankartoffeln und Schokolade verwöhnen den Gaumen fördern allerdings bei manchen (nicht beim Dresdner Stollenmädchen) das Hüftgold.

Weihnachten ist und bleibt das Fest der Familie - das sehen 89,3 Prozent der Deutschen nach einer GfK-Umfrage so.

Allerdings gibt es unter den Singlemännern viele Weihnachtsmuffel: Jeder siebte würde das Fest am liebsten ausfallen lassen, jeder fünfte sitzt allein beim Festtagsbraten, wie eine (nicht-repräsentative) Umfrage einer Online-Partnervermittlung ermittelte.

Singlefrauen kämen dagegen mit ihrem Sololeben auch an den Festtagen besser zurecht. (Text: dpa, Bilder: dpa, AP, rts)

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