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Ein Hobby für Multi-Milliardäre: Die größten Luxusjachten der Welt

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Wer ein echter Multi-Milliardär sein will, der braucht ein Boot, mit dem er sich in den Häfen der Welt sehen lassen kann. (Foto: Reuters)

Wer ein echter Multi-Milliardär sein will, der braucht ein Boot, mit dem er sich in den Häfen der Welt sehen lassen kann.

Wer ein echter Multi-Milliardär sein will, der braucht ein Boot, mit dem er sich in den Häfen der Welt sehen lassen kann.

Dabei geht es nicht um kostspielige Liebesbeziehungen zu schönen, alten Schiffen oder dem verborgenen Hang zur Seefahrerromantik.

Ganz pragmatisch geht es um Komfort, Luxus und Bequemlichkeit - und um den richtigen Eindruck.

Denn die Jacht ist nicht nur das Wohnmobil des reichen Mannes. Ein eigenes Schiff garantiert Unabhängigkeit auf allen Weltmeeren. Es ist ein Statussymbol ersten Ranges.

Das Übermaß an finanziellen Mitteln zwingt den Geltungsdrang der Superreichen dabei zu einem bemerkenswerten Wettrüsten.

Mit gecharterten Luxusjachten wie zum Beispiel der "Leander" (hier vor Jamaika) reisen höchstens noch Royals wie Prinz Charles und die Herzogin von Cornwall durch die Karibik.

Wer richtig Geld hat, will das der Welt auch zeigen. Eigentum scheint dabei ebenso verpflichtend wie Extravaganz.

Denn Luxus lässt sich offenbar erst dann so richtig genießen, wenn er sich mit ganzem Stolz und in voller Länge vorführen lässt.

Wohlhabende Geschäftsleute sehen in der eigenen Jacht noch ganz andere Vorteile: In den Häfen der Welt stehen ihnen eigene, abhörsichere Tagungsräume zur Verfügung.

Dabei müssen sie - den richtigen Geldbeutel vorausgesetzt - auf rein gar nichts verzichten: Die Ausstattung orientiert sich auch in den Privaträumen an dem Niveau eines gehobenen Luxushotels.

Schwierige Verhandlungen lassen sich in jedem Hafen der Welt per Einladung auf das eigene Boot in ein Heimspiel verwandeln.

Sie wollen einsteigen?

Oder auf ein größeres Boot umsteigen?

Länge ist tatsächlich für die Gesamtwirkung entscheidend: Die "Lady Moura" des saudischen Milliardärs Nasser Ar-Raschid streckt sich über knapp 105 Meter. Im internationalen Jacht-Ranking reicht das lediglich für Platz 26.

Die Durchschnittslänge der 200 größten Privatjachten ist mittlerweile auf 81 Meter (und 40 Zentimeter) angestiegen.

"Es herrscht ordentlich Bewegung im Segment zwischen 75 und 95 Metern", sagt Marcus Krall, Chefredakteur von "Boote exklusiv". "Viele Eigner von 60-Meter-Jachten suchen den Aufstieg."

Wer es im Jahr 2012 in die Top 200 schaffen wollte, musste mindestens über eine Länge von 62 Metern verfügen. Vor zwei Jahren reichten noch 60 Meter. (Im Bild die 120 Meter lange "A" des russischen Milliardärs Andrej Melnitschenko.)

Der Trend ist eindeutig: Im Jahr 2008 lag die Einstiegsgröße für die Top 200 noch bei 58 Metern, die Durchschnittslänge bei 75 Metern.

Der Drang zur Länge zahlt sich aus. Jeder Jachtauftrag sichert hochspezialisierte Arbeitsplätze. Deutschland zählt übrigens zu den Top-Standorten im Megajacht-Bau.

Hübsch, aber nicht außergewöhnlich lang ist die neue Megajacht von Filmregisseur Steven Spielberg: Die absolut hochseetaugliche "SevenSeas" liegt mit ihren 85 Meter knapp über dem Durchschnitt.

Sicher: Das Leben an Bord bietet viele Annehmlichkeiten. Und wenn der Nachbar stört, lässt sich die Aussicht mit einem Anruf beim Skipper schnell ändern.

Ortswechsel gehören dazu: Die beliebteren Liegeplätze - wie hier in Monte Carlo - sind schnell überfüllt.

Seeleute wissen das: Ein eigenes Schiff ist schön, macht aber viel Arbeit.

Doch mit den richtigen Menschen an Bord kann auch der Aufenthalt im Hafen richtig Spaß machen. Dafür reicht das kleinste Sportboot.

Allein auf der Superjacht dürfte es dagegen auch einem Multimilliardär schnell langweilig werden.

Erfahrene Jachteigentümer suchen deshalb die Abwechslung: Hier im Bild liegt die "Octopus" - das 127-Meter-Boot von Microsoft-Mitgründer Paul Allen in Venedig vor Anker.

Bei der Länge fällt Allens "Octopus" beinahe bescheiden aus: Die "Serene" - hier im Hafen von Valetta auf Malta - gehört dem früheren russischen Vizepräsidenten Wladimir Potanin. Sie ist stolze 134 Meter lang und soll Berichten zufolge rund 240 Millionen Euro gekostet haben.

Die echte Luxusklasse der Megajachten bewegt sich jedoch in ganz anderen Bereichen.

In der diesjährigen Spitzengruppe der Ausnahmejachten steht auch die "Topaz" aus den Hallen der Bremer Lürssen-Werft. Mit ihren 147 Metern Länge und 21,50 Metern Breite landet der Achtdecker-Neubau auf Platz 5.

Diskretion ist in diesem Geschäft Ehrensache, und Lürssen gilt als besonders verschwiegen. Der deutsche Schiffbauer zählt zur erlesenen Gruppe der weltweit wichtigsten Luxus-Werften.

Auf Platz 4 der Jachtenliste strahlt die "Al Said" des Sultan von Oman. Die schwimmende Regierungszentrale misst von Backbord nach Steuerbord stolze 23 Meter - so viel wie eine vierspurige Bundesautobahn.

Vom Heck bis zur Bugspitze misst das Schiff 155 Meter. Auf ihren sechs Decks kann die "Al Said" bis zu 65 Gäste aufnehmen, um deren Wohlergehen sich eine bis zu 150 Köpfe starke Mannschaft kümmert.

Platz 3 beansprucht die schneeweiße und 162 Meter lange "Dubai" aus dem Privatbesitz von Scheich Muhammad ibn Raschid Al Maktum, dem Herrscher des Emirats Dubai.

Auf Platz 2 pflügt - gemessen an der Länge über alles - die "Eclipse" des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch über die Weltmeere.

Das Schiff aus der Hamburger Werft Blohm + Voss soll unbestätigten Angaben zufolge inklusive aller Extras bis zu 850 Millionen Euro gekostet haben. Nach mehreren Umbauten schlägt sie die Länge der "Dubai" um volle 50 Zentimeter.

Die neue Nummer 1 der Rangliste ist die 180 Meter lange "Azzam" des Scheichs Chalifa. Die im Empire-Stil eingerichtete Luxusjacht bietet eine Leistung von 94.000 PS und kann damit eine Höchstgeschwindigkeit von 31,5 Knoten erreichen.

Echtes Segelgefühl kommt mit einem solchen Privatkreuzfahrtschiff natürlich nicht auf.

Dieser Luxus bleibt den bescheideneren Freizeitkapitänen vorbehalten.

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