Bilderserie

Auf zu neuen Ufern: Die neuen Boommärkte

Bild 27 von 27
"Das Bildungssystem ist im regionalen Vergleich gut ausgebaut. Zudem haben zahlreiche Tunesier im Ausland studiert." (Foto: REUTERS)

"Das Bildungssystem ist im regionalen Vergleich gut ausgebaut. Zudem haben zahlreiche Tunesier im Ausland studiert."

Die deutschen Exporteure eilen trotz Euro-Krise von Rekord zu Rekord: Im vergangenen Jahr wurde die im Vorjahr erstmals übertroffene Umsatzmarke von einer Billion Euro sogar schon im November geknackt.

Verantwortlich dafür waren vor allem Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union. Die deutschen Unternehmen sind in Boomstaaten wie China, Brasilien und Indien seit Jahren präsent und fahren nun die Ernte ein.

Rezession in Europa, Schuldenproblematik in den USA, stöhnende Konjunkturlok China, da heißt es jetzt langsam Ausschau halten nach neuen Wachstumsmärkten. Hier eine Übersicht über die Staaten, wo Zuwachsraten von bis zu 20 Prozent locken.

INDONESIEN: Das muslimisch geprägte Land lockt mit einem riesigen Binnenmarkt: Indonesien ist gemessen an der Bevölkerung die Nummer vier der Welt, ...

... rund 240 Millionen Menschen leben hier. Bis 2060 wird Indonesien zur sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt aufrücken ...

... und Deutschland überholen, sagt die Industriestaaten-Organisation OECD voraus.

"Das rohstoff- und bevölkerungsreiche Land wird 2012 und 2013 um mehr als sechs Prozent wachsen", prognostiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Die indonesische Wirtschaft des Inselreichs profitiert von niedrigen Zinsen und einer niedrigen Inflation.

KOLUMBIEN: Reiche Rohstoffvorkommen von Kohle über Öl und Gold bis zu Seltenen Erden, und nicht zuletzt ...

... durch die Friedensgespräche mit den marxistischen FARC-Rebellen lassen auch hier ein jährliches Wirtschaftswachstum um die fünf Prozent erwarten.

Für die Weltbank zählt Kolumbien zur Spitzengruppe in den lateinamerikanischen Staaten, wenn es um den Schutz geistigen Eigentums und Regulierung geht

"Das Land wird damit für ausländische Investoren interessanter", so der DIHK. Zusätzliche Impulse kommen von dem in Kraft getretenen Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union.

PERU: Noch mehr Wachstum wird Peru vorausgesagt. Sechs Prozent kann die Wirtschaftsleistung dort pro Jahr zulegen.

Auch Peru hat ein Freihandelsabkommen mit der EU unterzeichnet und verfügt über viele Rohstoffe.

Der DIHK hält deshalb eine Ausweitung des Handels um mehr als 20 Prozent für möglich.

Besonders gefragt sein dürften Fahrzeuge. Dieser Markt lockt dem Prognos-Institut zufolge mit jährlichen Steigerungsraten von sieben Prozent.

MALAYSIA: Fast fünf Prozent Wachstum jährlich werden dem aufstrebenden Land bis 2025 vorausgesagt.

Im gleichen Zeitraum könnte sich das Bruttoinlandsprodukt verdoppeln. Ein Grund dafür ist die wachsende Wettbewerbsfähigkeit.

Im internationalen Standort-Vergleich des World Economic Forum belegt Malaysia Platz 25, knapp hinter Deutschlands wichtigstem Handelspartner Frankreich (21), aber noch vor China (29) und Italien (42).

"Malaysia ist eine der offensten Volkswirtschaften der Welt", lobt das Prognos-Institut.

VIETNAM: Schon jetzt zählt das asiatische Land mehr Einwohner als Deutschland, 2025 sollen es fast 100 Millionen sein.

Die konsumfreudige und zunehmend kaufkräftige Bevölkerung verspricht ein gewaltiges Absatzpotenzial: In kaum einem anderen Land Asiens wächst die Mittelschicht schneller als in Vietnam", so das Prognos-Institut.

Mehr als sechs Prozent jährlich soll das Bruttoinlandsprodukt zulegen. Vietnam verfügt über unzählige billige Arbeitskräfte.

Viele Unternehmen haben ihre Produktion deshalb schon aus dem teurer werdenden China in das Nachbarland verlagert.

TUNESIEN: Das World Economic Forum hält Tunesien, wo der arabische Frühling begann, für das wettbewerbsfähigste Land Afrikas.

"Zu den größten Pluspunkten gehören die geografische Nähe zu Europa, eine belastbare Infrastruktur sowie die günstigen Lohnkosten", betont das Prognos-Institut.

"Das Bildungssystem ist im regionalen Vergleich gut ausgebaut. Zudem haben zahlreiche Tunesier im Ausland studiert."

weitere Bilderserien