Zum dritten Mal binnen eines Jahres treffen sich die Staats-und Regierungschefs der G20 zu Krisenberatungen. Sie kommen am Donnerstag und Freitag in Pittsburgh zusammen.Bild 1 von 18 | Foto: REUTERSBereits im April waren die G20-Finanzminister in London zusammengekommen, wo sie ein weltweites billionenschweres Konjunkturpaket beschlossen hatten. Außerdem waren sie sich darin einig, dass der Finanzsektor in Zukunft besser kontrolliert werden müsse.Bild 2 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaIn Pittsburg soll nun über langfristige Maßnahmen diskutiert werden, damit etwaige künftige Einbrüche in der Weltwirtschaft möglichst glimpflich verlaufen.Bild 3 von 18 | Foto: ASSOCIATED PRESSUnter anderem soll es um die Manager-Prämien gehen. Die G20-Chefs wissen, dass die Bonuszahlungen an Bankmanager ihre Bürger daheim am meisten verärgern.Bild 4 von 18 Die EU will Regelungen durchsetzen, damit Boni künftig "in einem angemessenen Verhältnis zu den festen Vergütungen" stehen und "garantierte Bonuszahlungen vermieden werden". Erleiden Unternehmen einen Gewinneinbruch sollen Prämien gestrichen werden können.Bild 5 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaAuch US-Präsident Obama will eine Vereinbarung zur Begrenzung der Prämien, er muss allerdings im eigenen Land mit dem Widerstand der meisten Republikaner rechnen.Bild 6 von 18 | Foto: REUTERSAuf dem Gipfel soll auch eine Reform der Finanzmärkte diskutiert werden. Um eine Wiederholung der schweren Krise vom vergangenen Jahr zu verhindern, fordern Europäer und die USA strengere Regeln für die Finanzinstitute.Bild 7 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaSo sollen Banken künftig mehr Eigenkapital vorrätig halten. Damit würde das Risiko massiver Kreditausfälle und die Notwendigkeit neuer staatlicher Rettungsaktionen gemindert.Bild 8 von 18 | Foto: REUTERSStreit gibt es noch um Details - etwa in der Frage, welche Art von Kapital als Eigenkapital angerechnet werden kann.Bild 9 von 18 | Foto: REUTERSEin weiteres Thema sind die so genannten "Exit-Strategien" aus den staatlichen Konjunkturprogrammen. Um die Folgen der Finanzkrise abzufedern, haben die G20-Länder Billionen von Euro in die Märkte gepumpt und die Zinsen auf ein Rekordtief gesenkt.Bild 10 von 18 | Foto: REUTERSDie G20-Gipfelteilnehmer wollen nun über koordinierte Ausstiegsszenarien beraten, um die Finanzmittel wieder vom Markt abzuziehen - andernfalls droht der Überschuss an Liquidität die Inflation anzuheizen.Bild 11 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaVor allem Länder wie Deutschland und Japan fordern Pläne für einen Ausstieg aus den Konjunkturprogrammen. Der Haken: Wird das Geld zu früh abgezogen, droht ein Rückfall in die Rezession. Erfolgt dies zu spät, könnten die Preise nach oben schießen.Bild 12 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaDie von Deutschland geforderte Börsenumsatzsteuer dürfte in Pittsburgh allenfalls am Rande eine Rolle spielen. Deutschland hat sich damit nicht einmal in der EU durchsetzen können: Länder wie Österreich und Frankreich unterstützen eine solche Abgabe, Großbritannien und Schweden halten sie dagegen international für nicht durchsetzbar.Bild 13 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaDie SPD fordert notfalls einen deutschen Alleingang, um Banken, Versicherungen und Investmentfonds an den Kosten der Wirtschaftskrise zu beteiligen. Das würde allerdings große Risiken bergen, da Händler ihre Börsengeschäfte leicht ins Ausland verlegen könnten - sehr zu Lasten des Standortes Deutschland.Bild 14 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpaZu guter Letzt soll es bei dem Gipfel auch ums Klima gehen. Vor allem die Europäer wollen den G20-Gipfel zum Forum für Fortschritte bei den Verhandlungen für ein umfassendes Klimaschutzabkommen in Kopenhagen im Dezember machen.Bild 15 von 18 | Foto: REUTERSGroße Unterstützung dafür kommt von der neuen japanischen Regierung unter Premierminister Yukio Hatoyama.Bild 16 von 18 | Foto: REUTERSSchwellenländer wie Indien und China hingegen bezweifeln, ob der Klimaschutz beim G20-Gipfel überhaupt eine Rolle spielen soll.Bild 17 von 18 | Foto: REUTERSUS-Präsident Obama sind hier faktisch die Hände gebunden. Er will zwar ein solches Klimaschutzabkommen, allerdings hat der US-Kongress die Beratungen darüber wegen der großen Widerstände im Land auf kommendes Jahr vertagt. (rts/dpa/AFP)Bild 18 von 18 | Foto: picture-alliance/ dpa