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November 2008: Dubai - die Auferstehung von Atlantis

 
November 2008: Dubai - die Auferstehung von Atlantis

Es ist wie ein Traum aus Tausendundeiner Nacht. Eine Insel in Form einer Palme, von Menschenhand geschaffen. Was hier noch nur in der Computersimulation zu sehen ist ......

... wird jetzt Realität. "The Palm Jumeirah", die erste von fünf geplanten Inseln vor der Küste Dubais, wurde eröffnet.

Über sieben Jahre dauerten die Arbeiten an der Verwirklichung dieses Traumes.

Die Arbeiter schütteten mehr als 100 Millionen Kubikmeter Erde und Steine auf.

Bis zu 40.000 Menschen waren gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt.

Das neue Eiland verlängert die Küstenlinie des Golfstaates um knapp 100 Kilometer. Angeblich soll es sogar vom Mond aus sichtbar sein.

Die Gesamtkosten des Projektes werden mit etwa drei Milliarden US-Dollar beziffert. Auch nach der Eröffnung wird weiter gebaut, weitere Hotels sollen entstehen.

Bisher entstanden insgesamt 2000 Villen und 40 Hotels.

Die Häuser waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

Prunkstück von "Palm Jumeirah" ist das erste Hotel am Platz - das "Atlantis the Palm".

Noch im September 2008 durch ein Feuer während der Bauarbeiten leicht beschädigt ...

... erstrahlte das Hotel zur offiziellen Eröffnung von "The Palm Jumeirah" in vollem Glanz.

Den gigantischen Ausmaßen des Projektes angemessen, geriet die Feier zur Einweihung am 20. November zu einem riesigen Spektakel.

Dubai erlebte das größte Feuerwerk aller Zeiten, für das 100.000 Feuerwerkskörper von allen Teilen der Insel aus gezündet wurden.

Kompositeur Phil Grucci erschuf ein sieben Mal größeres Feuerwerk als bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking.

Zusätzlich erhellte eine Lichtinstallation die Fassade des "Atlantis the Palm".

2000 Gäste waren geladen, um die Eröffnung mit einer standesgemäßen Party zu begehen. Die Prominenz ließ sich auch nicht lange bitten. Schauspielerin Lindsay Lohan, ...

... "His Airness" Michael Jordan, ...

... Bollywoodstar Priyanka Chopra ...

... und Oscarpreisträgerin Charlize Theron - nur eine kleine Auswahl der Stars und Sternchen in Dubai. Die Fotografen am roten Teppich hatten alle Hände voll zu tun.

Absoluter Stargast des Abends war Kylie Minogue.

Die Australiern unterhielt die Gäste mit einer einstündigen Show.

Die Herzogin von York, Sarah Ferguson, zeigte sich besonders begeistert von "The Palm Jumeirah": "In Dubai wird nicht nur geträumt, hier werden Träume erfüllt."

Bauherr Sultan Ahmed bin Sulayem (rechts mit Hoteleigentümer Sol Kerzner und dessen Frau) pflichtete dem bei: "Wir haben Sand und Sonne, aber die Leute wollten auch Strände - und die haben wir nun. Wo wir heute stehen, war vor fünf Jahren noch Wasser."

Die Einweihungsfeier ließ sich Bin Sulayem, einer der größten Geschäftsmänner der Vereinigten Arabischen Emirate, etwa 16 Millionen Euro kosten.

Peanuts im Vergleich zu den 1,5 Milliarden Dollar, die alleine der Bau des "Atlantis the Palm" verschlang.

Dafür besticht das Hotel mit purem Luxus.

Insgesamt 1539 Zimmer stehen für die Gäste bereit.

Die können sich in der üppigen Wasserlandschaft vergnügen ...

... die dem Hotel angeschlossen ist.

Wer nicht selbst nass werden will, bestaunt die Haie in den künstlichen Lagunen ...

... oder das Aquarium im Inneren des Hotels.

Wenn es im Hotel doch zu langweilig werden sollte, kommt man auf dem schnellsten Wege auf das Land. Eine 5,4 Kilometer lange eingleisige Bahn führt direkt vom Hotel ...

... über den "Stamm" der Palmeninsel ...

... bis zum Festland. Ein Anschluss an die Dubai Metro ist geplant.

In Dubai lässt sich dann eine einzigartige Boomtown bestaunen. Seit Jahren gleicht die Wüstenstadt einer einzigen Baustelle.

Im Jahr 2006 berichtete die Zeitung "Gulf News", das bis zu 25 Prozent aller Turmkräne der Welt in Dubai stehen würden.

Die Skyline wächst immer weiter in die Höhe.

Der Burj Dubai, auch Dubai Tower genannt, erreichte bereits im September 2008 mit 668 Metern Höhe einen neuen Rekord und ist damit höchstes Gebäude der Welt. Bei Fertigstellung soll er 819 Meter in die Luft ragen.

Damit ist der Dubai Tower fast 40 Prozent größer als das bisher größte Gebäude der Welt, der Taipeh 101 in Taiwan.

Das segelförmige "Burj Al Arab" vor der Küste von Dubai ist mit 321 Metern der höchste Hotelbau der Welt.

Wegen der luxuriösen Ausstattung wird das "Burj Al Arab" als Sieben-Sterne-Hotel bezeichnet, offiziell hat es aber nur die maximal erreichbaren fünf Sterne.

Anfang November 2008 eröffnete eines der größten Einkaufszentren der Welt seine Pforten in Dubai.

Auf einer Grundfläche von ungefähr 50 Fußballfeldern bietet es Platz für über 500 Geschäfte, ein Aquarium ...

... und ein kleines Eisstadion.

Solange die Ölquellen sprudeln, wird in der Wüste weiter gebaut. An neuen Ideen mangelt es nicht.

Diese Simulation zeigt ein 80-stöckiges Hochhaus, das bis 2010 fertiggestellt werden soll. Das Design birgt eine architektonische Sensation, ...

... die 80 Etagen sollen unabhängig voneinander rotieren und so ständig die Form des Gebäudes verändern.

Dagegen mutet dieses Gebäude, das ebenfalls 2010 eröffnet werden soll, geradezu konservativ an. Es soll nach dem ehemaligen Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher benannt werden.

Immobilen-Tycoon Donald Trump, ein enger Partner von Sultan Bin Sulayem, hat ebenfalls große Pläne in Dubai. Nicht immer können die aber in die Tat umgesetzt werden.

Das "Trump International Hotel and Tower" sollte von vier goldenen Blumenblättern umgeben werden. Das wurde abgelehnt.

Der Alternativentwurf ist kaum minder spektakulär. Bis 2011 sollen die Gebäude fertig sein. All diese Pläne werden jedoch von einem weiteren gigantischen Inselprojekt vor der Küste Dubais in den Schatten gestellt ...

... gegen das selbst "The Palm Jumeirah" verblasst. "The World", eine Inselgruppe in Form einer Weltkarte, soll Platz für 150.000 Einwohner bieten. Eine der 300 Inseln wird bis zu 40 Millionen US-Dollar kosten.

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