"Sehnsucht - ist die einzje Energie", heißt es 1985 in einem Titel der Berliner Kult-Band "Einstürzende Neubauten".Bild 1 von 68 Sänger Blixa Bargelds Postulat stimmt natürlich irgendwie - zumindest aus der Sicht eines Kulturwissenschaftlers.Bild 2 von 68 Allerdings: Mit Sehnsucht allein bekommt selbst der Verliebteste seine Suppe nicht warm.Bild 3 von 68 Das wusste auch William John Maquorn Rankine, der den Begriff "Energie" aus den griechischen Wörtern für "innen" und "Werk, Wirken" im Jahr 1852 prägte. Kurz: Energie ist die in einem System gespeicherte Arbeit bzw. die Fähigkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten.Bild 4 von 68 Energie kann nicht erzeugt und nicht vernichtet werden - sie kann lediglich von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Es gilt der Energieerhaltungssatz: Diese Dachbalken etwa sind durch das Hochtragen mit Energie aufgeladen worden.Bild 5 von 68 Zu den erschöpflichen Energieträgern zählen Stein- und Braunkohle, ...Bild 6 von 68 ... Erdöl und Ölsande, ...Bild 7 von 68 ... Torf und ...Bild 8 von 68 ... Gas. Aber auch ...Bild 9 von 68 ... die Kernbrennstoffe Uran und Plutonium (hier nur schlecht zu erkennen, weil der LKW so schnell fährt).Bild 10 von 68 Erneuerbare Energieträger (aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind) sind Biomasse, ...Bild 11 von 68 ... Erdwärme, ...Bild 12 von 68 ... Solar-Energie, ...Bild 13 von 68 ... Wasserkraft und ...Bild 14 von 68 ... Windenergie.Bild 15 von 68 Die aus diesen Primärenergieträgern gewonnenen Sekundärenergieträger sind das Blut der modernen Industriegesellschaften.Bild 16 von 68 Strom ist Licht, ...Bild 17 von 68 ... Benzin ist Mobilität ...Bild 18 von 68 ... und Wärme ist Behaglichkeit.Bild 19 von 68 Weltweit werden jährlich rund 110.000.000 Gigawattstunden (GWh) Energie verbraucht. Experten rechnen mit einer Steigerung um 50 Prozent bis 2030. Eine GWh sind eine Milliarde Wattstunden (Wh). Eine Wh ist die Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt bzw. abgibt.Bild 20 von 68 Das lässt sich auch in Joule umrechnen, was allerdings eher für Diätassistentinnen interessant ist.Bild 21 von 68 Deutschland muss, wie die meisten Industrieländer, Energieträger importieren. Vor allem Öl. Sonst ginge es nur zu Fuß weiter.Bild 22 von 68 Das freut Ölmagnaten, ...Bild 23 von 68 ... aber auch Wladimir Putin und ...Bild 24 von 68 ... Muammar Al-Gaddafi.Bild 25 von 68 Von den 112,2 Millionen Tonnen Rohöl, die Deutschland 2005 importiert hat, kamen 34,1 Prozent aus Russland, ...Bild 26 von 68 ... 15,4 Prozent aus Norwegen, ...Bild 27 von 68 ...13 Prozent aus England, ...Bild 28 von 68 ... 11,5 Prozent aus Libyen und ...Bild 29 von 68 ... 6,5 Prozent aus Kasachstan.Bild 30 von 68 Insgesamt stammen 41,6 Prozent der Importe aus GUS-Staaten, 30,1 Prozent aus dem Bereich der Nordsee und nur 22,7 Prozent aus Staaten der OPEC.Bild 31 von 68 Deutsche Öl-Bohrtürme gibt es auch, aber die sind eher klein. Nur 3,9 Prozent der in Deutschland gewonnenen Primärenergie stammt aus eigenen Ölförderungen. Das sind fünf Mio t SKE (Steinkohleeinheit). Eine t SKE entspricht der Energiemenge, die beim Verbrennen von einer Tonne Steinkohle frei wird.Bild 32 von 68 Da kommt man ganz schön ins Schwitzen, wie hier Sauna-Weltmeister Paolo Paris. Für Leute, die es trockener mögen, hier ein paar Umrechnungen: 1 kg SKE = 7000 kcal = 29,3076 MJ = 8,141 kWh = 0,7 kg ÖE (Öleinheit).Bild 33 von 68 Im Jahr 2005 hat Deutschland insgesamt 129 Mio t SKE Primärenergie produziert, aber 485 Mio t SKE verbraucht.Bild 34 von 68 Wie gut, dass es da beste Kontakte gibt.Bild 35 von 68 Bei der deutschen Primärenergie-Gewinnung führt die Braunkohle mit 42,2 Prozent (54,8 Mio t SKE) vor der ...Bild 36 von 68 ... Steinkohle (19,9 Prozent, 25,8 Mio t SKE).Bild 37 von 68 Die Braunkohle ist damit wichtigster heimischer Energieträger. Sie wird auch veredelt: zu Staub, Koks, Briketts und Wirbelschichtkohle.Bild 38 von 68 Die Steinkohle spielt auf dem Wärmemarkt nur eine untergeordnete Rolle, ist dafür in der Stahlindustrie umso bedeutender. Trend: Importe aus Drittländern werden immer teurer. Preissteigerung zwischen 2004 und 2005: 18 Prozent. Das weckt immer wieder Hoffnungen auf ein Comeback der heimischen Zechen.Bild 39 von 68 Ein Viertel der Steinkohle-Importe in die Bundesrepublik kommt aus Polen, 20 Prozent aus GUS-Staaten, ...Bild 40 von 68 ... 21 Prozent aus Südafrika und rund zehn Prozent aus ...Bild 41 von 68 ... Australien.Bild 42 von 68 15,7 Prozent der in Deutschland gewonnenen Energieträger sind Erd- und Erdölgas (20,4 Mio t SKE), ...Bild 43 von 68 ... 1,6 Prozent sind Biogas (2 Mio t SKE).Bild 44 von 68 Windkraft (2,6 Prozent, 2,8 Mio t SKE) und ...Bild 45 von 68 ... Wasserkraft (2,5 Mio t SKE, 1,9 Prozent) bleiben die Stiefkinder, obwohl letztere ...Bild 46 von 68 ... schön und erstere ...Bild 47 von 68 ... häufig anzusehen ist.Bild 48 von 68 Weg von der Produktion, hin zum Konsum.Bild 49 von 68 36 Prozent der bereits erwähnten 485 Mio t SKE wurden 2005 in Form von Öl oder seinen Veredelungsprodukten wie Benzin, Flugkraftstoff, Heizöl oder Schmierstoff verbraucht.Bild 50 von 68 Platz zwei in der Verbrauchsliste: Erdgas mit 22,7 Prozent.Bild 51 von 68 Dann erst: die Kernkraft. 12,5 Prozent kommen ihr zu, was ...Bild 52 von 68 ... nicht jedem schmeckt. Die Diskussion dreht sich um die Frage: ...Bild 53 von 68 Kann die Atomkraft einen Beitrag leisten, um den Klimawandel zu stoppen?Bild 54 von 68 Richtig ist: Atomstrom kann Öl nicht ersetzen, da die Kernenergie auf dem Strommarkt die wichtigste Rolle spielt, das Öl jedoch im Verkehrs- und Wärmebereich. Atomkraftbefürworter sagen "Ja", Atomkraftgegner wollen lieber auf erneuerbare Energien setzen.Bild 55 von 68 Platz vier und fünf beim Verbrauch: Steinkohle (12,9 Prozent) und Braunkohle (11,2 Prozent).Bild 56 von 68 Die erneuerbaren Energien machen große Sprünge: Ihr Anteil am Endenergieverbrauch betrug in Deutschland 2006 schon 8 Prozent.Bild 57 von 68 Zum Abschluss ein Blick in den Strommarkt, der 2005 weiter wuchs und 619 Milliarden kWh produzierte.Bild 58 von 68 Spitzenreiter bei der deutschen Bruttostromerzeugung: die Atomkraftwerke. Die verbliebenen 17 Anlagen (Gesamtleistung 20.400 Megawatt; 1 Megawatt = 1 Mio. Watt) produzierten rund 26 Prozent des Stroms (1990: 27,7 Prozent).Bild 59 von 68 Dicht aufgelaufen: Kohlekraftwerke. Anteil durch verbrannte Braunkohle: 25 Prozent; Anteil durch verbrannte Steinkohle: 21,6 Prozent. Zusammen: 46,6 Prozent (1990: 56,7 Prozent). Hier zu sehen übrigens ein Kraftwerk im schönen Gelsenkirchen.Bild 60 von 68 Platz vier bei der deutschen Stromerzeugung: Gas. 11,3 Prozent (1990: 6,5 Prozent) macht sein Anteil aus. Tendenz: zunehmend.Bild 61 von 68 Es folgen die Windkraft mit rund 5 Prozent (1990: 0 Prozent), Tendenz: steigend, ...Bild 62 von 68 ... und die Wasserkraft mit einem Anteil von 4,5 Prozent (1990: 3,6 Prozent).Bild 63 von 68 Quellen wie Solarenergie, Verbrennung von Heizöl und ...Bild 64 von 68 ... sonstige Methoden kommen zusammen auf rund 5 Prozent (1990: 3,5 Prozent).Bild 65 von 68 Derweil streiten sich die Gelehrten, wie lange die erschöpflichen Energieträger in der zunehmend globalisierten Welt noch reichen. Hier die 20 Top-Förderländer.Bild 66 von 68 Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass Öl und Gas beim jetzigen Stand der Technik ...Bild 67 von 68 ... in spätestens 60 Jahren verbrannt sind.Bild 68 von 68