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Noch nie war die Beteiligung an der ILA so groß, noch nie das Spektrum so breit wie 2010.
Zur 10. Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin vom 8. bis 13. Juni beteiligen sich mehr als 1150 Aussteller aus 48 Nationen, die mehr als 260 Fluggeräte präsentieren. 2008 waren es 1127 Aussteller.
Das Messegelände in Berlin-Schönefeld ist damit ausverkauft, berichtet der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dietmar Schrick.
Reiseflugzeuge, Militärjets, historische Maschinen, Segelflieger, Hubschrauber und andere Flugmittel sind am Boden und am Himmel zu sehen.
Die 20.000 erwarteten Besucher und Fans der Fliegerei werden also voll auf ihre Kosten kommen, besonders wenn die vier Schweizer Jet-Staffeln "Patrouille Suisse" abheben und atemraubende Formationen fliegen.
Die Schweiz ist 2010 das Partnerland der ILA und mit einem eigenen Gemeinschaftsstand der Industrie auf der Messe vertreten.
Magnet der diesjährigen ILA ist der europäische Militärtransporter A400M.
Airbus zeigt ihn erstmals der Öffentlichkeit auf einer Messe.
An drei Tagen hebt das Schwergewicht, das 37 Tonnen 3000 Kilometer weit transportieren kann, ab.
Aber auch andere Riesen ziehen die Blicke auf sich: ...
... so das größte Passagierflugzeug der Welt, der doppelstöckige A380, der die deutsche Fußballnationalmannschaft gerade erst nach Johannesburg gebracht hat. (Bild: Airbus A380 Emirates)
Auch die USA haben ihre größten Transportmaschinen der US-Air Force nach Berlin-Schönefeld gebracht, ...
... um sie einem breiten Publikum vorzustellen.
Mit der C5, C17 und C130J sind so viele US-amerikanische Großmaschinen wie noch nie auf der ILA vertreten.
Russische Militärflugzeuge erblickt der Besucher dagegen nicht, die Russen sind nur mit einer Standpräsentation vor Ort.
Dafür ist jedoch zum ersten Mal seit zwölf Jahren der US-Luftfahrtkonzern Boeing mit einem Stand auf der ILA wieder dabei.
Allerdings deckt er nur den Bereich Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt ab.
Neben den Riesenfliegern stehen aber auch kleinere Geräte auf der ILA bereit, ...
... wie Segelflieger oder Kampfjets.
Letztere zerreißen förmlich die Luft und sorgen für ein ohrenbetäubendes Getöse. Jedes Jahr beschweren sich Umweltschützer und Militärgegner über diese "sinnlosen Fliegershows".
Ein gern und oft besuchter Ausstellungsteil ist der, ...
... in dem es rund um die Raumfahrt geht. Die Veranstalter zeigen im so genannten Space-Pavillon ein Originaltriebwerk der Ariane 5 Trägerrakete. Außerdem können die Besucher ein Modell der Internationalen Raumstation ISS begehen.
Die ILA versteht sich als Visitenkarte der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.
So eröffnet Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in diesem Jahr wieder die Messe.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat seinen Besuch – offiziell aus Termingründen – abgesagt. Der Minister soll auf den Branchenprimus, die Airbus-Mutter EADS, schlecht zu sprechen sein.
Hinter den atmosphärischen Störungen stecken technische Pannen und jahrelange Verzögerungen beim Militärtransporter A400M oder dem Kampfhubschrauber Tiger.
Die Luftfahrtbranche ist nach der Finanz- und Wirtschaftskrise verhalten optimistisch. Mit vielen Flugzeugbestellungen rechnen die Hersteller nicht.
Dennoch macht sich Hoffnung breit: Air France-KLM soll sein Vorhaben für einen Riesenauftrag von über 100 bis 150 Langstreckenflugzeuge reanimiert haben.
Doch die Messe ist nicht nur für die Großen der Branche da, viele Mittelständler der Ausrüstungs- und Zulieferindustrie haben Stände gebucht.
250 Anbieter aus 16 Ländern zeigen Dienstleistungsangebote und Produkte. So können sich ideale Kontaktmöglichkeiten zu dort vertretenen internationalen Leitfirmen und Fachbesuchern ergeben.
Die ersten drei Tage steht die ILA nur für Fachbesucher aus Politik, Wirtschaft, Militär und Forschung offen. Vom 11. bis zum 13. Juni öffnet das Gelände seine Pforten für alle.
Am Ende heißt es Abschied nehmen: Im nächsten Jahr wird die ILA nicht mehr in Berlin-Schönefeld stattfinden. Wegen den Baumaßnahmen am Großflughafen BBI weicht die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung nach Selchow aus. (Text: jkr, dpa)
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