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Freitag, 28. Juli 2017

Die Strecke der Superlative: Von Berlin nach München in vier Stunden

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Doch schon jetzt nennt Verkehrsminister Dobrindt die neue Highspeed-Strecke "ein Jahrhundertbauwerk". Wir dürfen gespannt sein. (Foto: imago stock&people)

Doch schon jetzt nennt Verkehrsminister Dobrindt die neue Highspeed-Strecke "ein Jahrhundertbauwerk". Wir dürfen gespannt sein.

Der Endspurt ist eingeläutet: In gut fünf Monaten ist es soweit.

Ab Dezember geht es von Berlin nach ...

... München in nur noch vier Stunden - von ehemals über sechs.

Beim Bau des Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 8 sind ingenieurtechnische Meisterleistungen vollbracht worden.

Die Strecke vereint Superlative: längste Brücken, längste Tunnel und eine Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde.

Unterwegs geht's über die Saale-Elster-Talbrücke. Sie ist mit 8614 Metern die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands - inklusive Abzweig samt Weichen- und Kreuzungskonstruktion.

208 Pfeiler stützen das gigantische Bauwerk.

Insgesamt geht es über 37 Talbrücken auf der Strecke von Berlin nach München.

Auf der Fahrt nach Süden häufen sich dann auch die Tunnel. Insgesamt sind 27 Stück errichtet worden.

10 Jahre lang waren 4500 Mitarbeiter...

... am Ausbau der 500 Kilometer langen Strecke beteiligt ...

... und verarbeiteten dabei 4 Millionen Tonnen Beton.

Das Verkehrsprojekt wurde mehrfach totgesagt und schien sich in Projekte wie den Berliner Hauptbahnhof ...

... oder gar Stuttgart 21 einzureihen. Die bringen der Bahn viel Ärger und hohe Kosten.

Jetzt jubelt die Bahn. "Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan", sagt DB- Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla.

Auch Bundesverkehrsminister Dobrindt zeigt sich begeistert, als er an diesem Donnerstag das Projekt vorstellt: Schon bald "werden wir einen Quantensprung im Hochgeschwindigkeitsverkehr erleben".

Mit dem Projekt will die Bahn Fluggesellschaften und Fernbussen Kunden abjagen.

Durch die verkürzte Fahrzeit von Berlin nach München auf unter vier Stunden könnte das gelingen.

Außerdem profitieren zahlreiche weitere Fernverkehrsverbindungen von der neuen Strecke.

Insgesamt 17 Millionen Menschen leben im weiteren Einzugsgebiet und können jetzt mehr und schnellere Züge nutzen, rechnet die Bahn vor.

Bis es endlich losgehen kann, müssen nochmal alle Systeme, Strecken und das Zusammenspiel zwischen Infrastruktur und Zügen genau überprüft werden.

Doch schon jetzt nennt Verkehrsminister Dobrindt die neue Highspeed-Strecke "ein Jahrhundertbauwerk". Wir dürfen gespannt sein.

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