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Wirtschaft

Am Steuer der neuen Holding: Wer lenkt Porsche?

 
Am Steuer der neuen Holding: Wer lenkt Porsche?

Nachdem sich Porsche und VW über eine Verschmelzung geeinigt haben, ziehen die Wolfsburger Konzern-Lenker auch in die neue Porsche-Holding ein.

Die Porsche Automobil Holding SE bildet das Dach der operativ tätigen Tochtergesellschaft "Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG" und führt die Beteiligung an der Volkswagen AG.

Die neue Struktur soll sicherstellen, dass die "Selbstständigkeit und Unabhängigkeit des traditionsreichen Stuttgarter Unternehmens vollständig gewahrt bleiben", heißt es bei Porsche.

An der Spitze der Dachgesellschaft des Sportwagenbauers sitzt VW-Chef Martin Winterkorn.

Der leidenschaftliche Fußball-Fan ist gebürtiger Schwabe und hat den Grundstein seine Karriere beim Stuttgarter Autozulieferer Bosch gelegt.

Mit diesen Wurzeln bringt der VW-Chef das nötige Lokalkolorit mit, um den Sportwagenbauer Porsche wieder auf die Überholspur zu bringen.

Der 62-jährige Winterkorn gilt als detailversessener Techniker und genießt beim Wolfsburger VW-Konzern sowie auch bei den Arbeitnehmervertretern großen Respekt.

Neben Winterkorn sitzen drei weitere Manager im Vorstand der Porsche-Holding.

Wer sind diese Männer? Der Vorstand der neuen Holding im Überblick:

Hans Dieter Pötsch: Der 58-jährige Wirtschaftsingenieur ist das einzige Mitglied der Porsche-Dachgesellschaft, das nicht aus Baden-Württemberg stammt.

Der gebürtige Österreicher hat aber ebenfalls eine schwäbische Vorgeschichte. Pötsch war Vorstandsvorsitzender beim Lackierspezialisten Dürr mit Sitz in Stuttgart.

Zuvor arbeitete der VW-Finanzvorstand als Geschäftsführer Finanzen und Strategie beim Maschinenbauer Trumpf, der in Ditzingen bei Stuttgart seine Zentrale hat.

Seit dem Ausscheiden des langjährigen Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking sitzt Michael Macht bei der Holding-Tochter, der Porsche AG, auf dem Chefsessel.

Der 49-jährige Schwabe Macht zeichnet damit für das operative Autogeschäft bei Porsche verantwortlich.

Obwohl Macht als Ziehsohn Wiedekings gilt, ...

... hat sich der gelernte Maschinenbauer in seinem neuen Job schnell freigeschwommen.

Durch die neue Konzernkonstruktion mit Volkswagen ist seine Rolle bei Porsche allerdings auch lange nicht so exponiert wie in der Ära Wiedeking.

Thomas Edig: Der Diplom-Betriebswirt wurde wie Michael Macht nach der Ablösung der Porsche-Doppelspitze Wendelin Wiedeking und Holger Härter an die Spitze der Porsche AG gespült.

Von 2007 an war der gebürtige Stuttgarter Edig Vorstand für Personal- und Sozialwesen bei dem Sportwagenbauer.

Thomas Edig steht als Vize-Chef der Porsche AG Michael Macht als Stellvertreter zur Seite.

In seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Automobil Holding SE bleibt der 1961 geborene Edig für das Thema Personal zuständig.

Abgesehen von Personalfragen warten schwere Aufgaben auf das neue Führungsquartett Edig, Macht, Pötsch und Winterkorn: Die endgültigen Zahlen, die der neue Holding-Vorstand bei der Bilanzpressekonferenz zum abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008/2009 vorlegt, leuchten tiefrot. Da kann auch VW-Pressesprecher Stephan Grühsem (ganz links) nicht helfen.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr gibt sich der Vorstand der Porsche SE dennoch optimistisch: Ab 2010 soll vor allem der neue Panamera den Absatz ankurbeln. (Text: Martin Morcinek mit dpa)

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