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Samstag, 05. März 2016

Zuwanderung bewegt Immobilienpreise: Wo Wohneigentum teurer oder billiger wird

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Die niedrigen Hypothekenzinsen haben jahrelang für einen regelrechten Hype am Immobilienmarkt gesorgt. In den kommenden Jahren wird es einen neuen Preistreiber in Deutschland geben: die demografische Entwicklung durch die Zuwanderer. (Foto: picture alliance / dpa)

Die niedrigen Hypothekenzinsen haben jahrelang für einen regelrechten Hype am Immobilienmarkt gesorgt. In den kommenden Jahren wird es einen neuen Preistreiber in Deutschland geben: die demografische Entwicklung durch die Zuwanderer.

Die niedrigen Hypothekenzinsen haben jahrelang für einen regelrechten Hype am Immobilienmarkt gesorgt. In den kommenden Jahren wird es einen neuen Preistreiber in Deutschland geben: die demografische Entwicklung durch die Zuwanderer.

Um die Hebelwirkung zu verdeutlichen: Ein Bevölkerungszuwachs um nur ein Prozent lässt die Preise für Eigentumswohnungen in Städten im Schnitt um 3,5 Prozent ...

... und bei Einfamilienhäusern um die 1,9 Prozent steigen. Das geht aus einer Postbank-Studie hervor. Da die Zuwanderung jedoch nicht in allen Regionen Deutschlands gleich stark ist, ...

... entwickeln sich auch die Preise unterschiedlich. Die Analysten haben sich 30 Orte herausgesucht und die Entwicklung hier bis 2030 hochgerechnet.

Wenig überraschend lautet das Ergebnis: Nicht alle Städte profitieren. Es gibt viele Orte, ...

... in denen Häuslebauer und Wohnungseigentümer auf harte Preiseinbrüche vorbereitet sein sollten.

Berlin, ...

... Hamburg, ...

... Köln und ...

... München gehören klar zu den Profiteuren der demographischen Entwicklung. Es sind die Städte, die auch die stärkste Zuwanderung haben werden.

Die Berliner Bevölkerung wird laut Studie bis 2030 um 4,7 Prozent wachsen.

Der Berliner Senat geht sogar von neun Prozent aus.

Die Preise für Berliner Eigentumswohnungen sollen um 14,5 Prozent klettern.

Hamburg wird um 4,4 Prozent wachsen. Die Hansestadt kann deshalb ...

... mit Preissteigerungen von 13,9 Prozent rechnen.

In München dagegen soll die Bevölkerung laut Studie nur um 1,6 Prozent zunehmen. Der Preisanstieg wird mit 4,4 Prozent beziffert.

Auch die Einwohnerzahlen von Potsdam, ...

... Dresden, ...

... Wiesbaden und ...

... Bonn werden wachsen. Damit gehören die Wohneigentümer ...

... auch hier klar zu den Gewinnern - denn die Preise werden steigen.

Andere Regionen Deutschlands dagegen werden laut Studie krasse Abwanderungsbewegungen sehen. Dazu gehören auch die Orte Chemnitz, ...

... Halle (Saale), ...

... Duisburg ....

... und Gelsenkirchen. Hier wird der Preisverfall entsprechend am größten sein.

Gelsenkirchen wird laut Studie einen regelrechten Exitus erleben: Die Bevölkerung wird um neun Prozent schrumpfen, die Immobilienpreise gleichzeitig um 32 Prozent.

Noch schlimmer sieht es in Chemnitz aus, wo 2030 rund 13,5 Prozent weniger Menschen leben werden als heute und die Preise um fast 50 Prozent einbrechen könnten.

Größter Negativ-Überraschungskandidat jedoch ist die deutsche Banken-Metropole Frankfurt am Main. Sie wird bis 2030 etwa zwei Prozent seiner Einwohner verlieren.

Die Preise für Eigentumswohnungen werden infolgedessen um rund acht Prozent zurückgehen.

Die Studie geht davon aus, dass bis 2030 rund eine Million Menschen aus dem Ausland nach Deutschland einwandern und dauerhaft bleiben werden. Ohne diesen Effekt würden Bevölkerungs- und Preisrückgang noch drastischer ausfallen.

Ohne diesen Zuzug würde nur noch ein Drittel der großen Städte in Deutschland wachsen. Der Rest würde wegen rückläufiger Geburtenzahlen und Abwanderung schrumpfen.

Die Studie hat einige Unschärfen, liefert aber trotzdem Aufschlüsse. Zugrunde gelegt wurde der ...

... Königsteiner Schüssel nach dem die Migranten auf die verschiedenen Regionen verteilt werden. Darüber wie viele Migranten tatsächlich dauerhaft an diesem Ort bleiben werden, sagt die Studie nichts.

Grundsätzlich sorgt Zuwanderung für einen sogenannten Kaskadeneffekt. Das heißt, der Zuzug von Migranten sorgt nicht unmittelbar für teurere Immobilien, sondern für sogenannte Ausweicheffekte: Wer es sich gerade noch leisten kann, ...

... weicht in teurere Quartiere aus.

Hier die Ergebnisse der Studie im Überblick http://www.presseportal.de/pm/6586/3267235. (Text: Diana Dittmer)

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