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Wirtschaft

Liechtenstein: Zwergstaat und Steuerparadies

 
Liechtenstein: Zwergstaat und Steuerparadies

Das Fürstentum Liechtenstein ist einer der kleinsten und reichsten Staaten der Erde. Steuervergünstigungen und Bankgeheimnis haben zahlreiche ausländische Investoren und Anleger in den nur 160 Quadratkilometer großen Zwergstaat gebracht.

Das Pro- Kopf-Einkommen ist eines der höchsten weltweit. Die Arbeitslosenquote liegt bei etwa drei Prozent.

An der Spitze der konstitutionellen Erbmonarchie steht Fürst Hans Adam II.,

der die Staatsgeschäfte allerdings Erbprinz Alois übertragen hat.

Außenpolitisch wird das Land zumeist von der Schweiz vertreten, Währung ist der Schweizer Franken.

In dem zwischen Österreich und der Schweiz eingebetteten Steuerparadies leben rund 35 000 Menschen. Die Zahl der Briefkastenfirmen, die dort lediglich eine Postadresse haben, soll höher sein.

Den Vorwurf, ein Hort der Geldwäsche zu sein, weist das Land zurück. Seit dem Steuerjahr 2010 kooperiert es bei Steuerbetrug und Steuerhinterziehung mit anderen Staaten.

Seitdem Liechtenstein ein Abkommen zum Informationsaustausch unterzeichnet hat, führt die OECD Liechtenstein nicht mehr auf der Liste der unkooperativen Staaten.

Die Steuerbelastung in Liechtenstein ist deutlich geringer als in anderen Staaten. So beträgt die Erwerbssteuer für natürliche Personen zwischen drei und 17, die Vermögenssteuer zwischen einem und 8 Prozent.

Für Unternehmen gilt ein Kapitalsteuersatz von zwei Prozent, der Ertragssteuersatz reicht von sieben bis 20 Prozent. Sitzunternehmen und Holdinggesellschaften zahlen ein Prozent Kapitalsteuer oder mindestens 1000 Schweizer Franken.

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