Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
SA 9° / 23°
SO 10° / 22°
Wissen

Katastrophen, Triumphe, Space Cowboys: 50 Jahre NASA

 
Katastrophen, Triumphe, Space Cowboys: 50 Jahre NASA

Die Mondlandungen, ...

... die Mars-Missionen, ...

... das Weltraumteleskop Hubble, das die Astronomie revolutioniert hat, ...

... und die Satelliten, die den Klimawandel erforschen: ...

Die Programme der NASA haben Geschichte geschrieben.

Sie erlaubten der Menschheit ... (Im Bild: Sombrero-Galaxie)

... faszinierende Einblicke in die nähere und weitere ... (Im Bild: Bodes-Galaxie)

... Nachbarschaft der Erde. (Im Bild: Zentrum der Milchstraße)

Und die Bilder von der Unendlichkeit des Raumes ...

... illustrieren die Frage nach dem Sein und dem Sinn des Lebens.

Seit die US-Raumfahrtbehörde am 1. Oktober 1958 als Antwort auf die die Sputnik-Mission ... (Im Bild: Der kugelförmige Satellit Sputnik mit einem Durchmesser von 58 cm und einem Gewicht von 83,6 kg)

... der damaligen Sowjetunion ins Leben gerufen wurde, hat sie eine beachtliche Liste von Erfolgen vorzuweisen. (Im Bild: Start der Sputnik-Trägerrakete, Dezember 1967)

Versorgt mit 11,5 Milliarden Euro für das Jahr 2008, ...

... will die "National Aeronautics and Space Administration" weiterhin ihren Spitzenplatz beim Wettlauf im All verteidigen. (Im Bild: Weltraumteleskop GLAST auf dem Weg ins All, Juni 2008)

Fast 19.000 Beamte arbeiten am Sitz der NASA in Washington und in zehn über die USA verteilten Zentren.

Weitere 40.000 Menschen sind als Vertragskräfte für die Behörde tätig. (Im Bild: Vehicle Assembly Building auf dem Gelände des Kennedy Space Center in Cape Canaveral)

Die bekanntesten Weltraumbahnhöfe sind das Kennedy Space Center in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, von dem die bemannten Raumflüge starten, ...

... und das Johnson Space Center in Houston, Texas, mit diversen Forschungseinrichtungen ...

... und seinem berühmten Kontrollzentrum, das die Missionen überwacht.

Im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena in Kalifornien werden Satelliten und Raumsonden für die Erforschung des Mars und anderer Planeten des Sonnensystems sowie ...

... zur Erkundung von Kometen gebaut und gesteuert.

Rechte Feierlaune herrscht bei der NASA zurzeit jedoch nicht gerade. Ausgerechnet zum 50. Jubiläum ist die Stimmung so mies wie seit Jahren nicht mehr.

Selbst NASA-Chef Michael Griffin, ansonsten eher ein kühler Techniker, schlug jüngst Alarm.

Die ganz großen Erfolge der US-Raumfahrer liegen einige Jahre zurück.

Öffentlich hält sich Griffin noch zurück, intern äußert er unverblümt die Sorge, dass die US-Vorherrschaft im Weltraum bald am Ende sei - ausgerechnet aus China komme die stärkste Konkurrenz. (Im Bild: Chinas Shenzhou-VII-Rakete beim Start)

Erst vor wenigen Tagen hat China erfolgreich eine bemannte Raum-Mission durchgeführt.

Die drei "Taikonauten" wurden, auch dank eines geglückten Weltraumspaziergangs, als Volkshelden gefeiert.

Dabei war es die NASA, die den USA den größten nationalen Triumph seit dem Ende des II. Weltkrieges bescherte. (Im Bild: Start der Apollo-11-Mission im Juli 1969)

Unvergesslich sind die Bilder vom 20. Juli 1969: ...

Die Astronauten in ihren unförmigen glänzenden Schutzanzügen vor der grauen Mondlandschaft, die Fußabdrücke im Mondstaub, das Sternenbanner auf dem Erdtrabanten.

Das alles sind stolze und süße Erinnerungen, tief eingegraben ins Bewusstsein der Nation. (Im Bild: New York empfängt die erfolgreichen Astronauten)

Weltraumfahrt, vor allem die bemannte, ist zu einem Stück des "amerikanischen Traums" geworden, eine Mischung aus Pioniergeist und Aufbruch zu neuen Grenzen. (Im Bild: Astronaut Neil Armstrong)

Die Männer, die sich damals ins Weltall wagten, waren "moderne Helden". (Im Bild: Präsident Nixon besucht die Apollo-Astronauten im Isolationsbereich des Flugzeugträgers USS Hornet)

Bis 2020 wollen die Amerikaner wieder einen Astronauten auf den Trabanten schicken.

Doch die Arbeiten am neuen Orion-Raumfahrzeug kommen wegen anhaltender Etatsorgen und Problemen mit der Sicherheit langsamer voran als geplant.

Und so findet die Orion-Mission derzeit vor allem in den Gedanken talentierter NASA-Grafiker statt.

Die Angst von NASA-Chef Griffin: Diesmal könnten die Chinesen seiner Behörde im "zweiten Wettlauf zum Mond" zuvorkommen - für die Amerikaner schlichtweg ein Alptraum.

Einen neuen "Sputnik"-Schock wollen die Amerikaner nicht wieder erleben.

Und auch nicht das Gefühl, von einer aus technischer Sicht belächelten Nation ausgebootet zu werden. (Im Bild: Hündin Laika, von Russland als erstes Lebewesen um die Erde geschickt)

Präsident Dwight D. Eisenhower war es, der den Schock konstruktiv nutzte und die NASA gründete.

Führender Kopf der NASA-Ingenieure war Wernher von Braun, der zuvor in Nazi-Deutschland ...

... die V2-Rakete entwickelt hatte, mit der Hitler britische Städte in Schutt und Asche legen wollte.

Die geheimen Raketenpläne der Nazis brachte von Braun gleich seinem neuen Arbeitgeber mit. Zunächst wurde die Mitarbeit des Deutschen geheim gehalten - als sie bekannt wurde, waren viele Amerikaner schockiert. Doch das verging. (Im Bild: Von Braun mit John F. Kennedy)

Zunächst blieben die Sowjets im "space race", in dem vom Kalten Krieg geprägten Weltraum-Rennen, weiterhin in Führung. Am 12. April 1961 schickten die Russen mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins Weltall.

Es dauerte bis zum 20. Februar 1962, ... (Im Bild: Start der Friendship-7-Mission)

... bis das mit Astronaut John Glenn auch der NASA gelang.

Es war der junge Präsident John F. Kennedy, der das ganz große Ziel vorgab, bis zum "Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn wieder sicher zur Erde zurückzubringen". Das Apollo-Unternehmen begann.

Niemals wieder hatten die USA eine solche wissenschaftlich-technische Herkulesaufgabe erfolgreich bewältigt - mitten im Kalten Krieg schien die Vorherrschaft der USA in Raumfahrt, Technik und überhaupt auf immer besiegelt.

Doch tatsächlich war mit dem Triumph auf dem Mond der Zenit überschritten.

Vietnamkrieg und "Grenzen des Wachstums", Geldmangel und immer stärker werdende Zweifel am Sinn und Nutzen der bemannten Raumfahrt lähmten den Weltraum-Drang.

Hinzu kamen schwere Unglücke.

Die Raumfähre Challenger explodiert beim Start im Januar 1986.

Und im Februar 2003 verglüht die Columbia ...

... beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Beide Male sterben alle Astronauten. (Im Bild: Columbia-Crew vor dem Start)

Auch ansonsten erwiesen sich Shuttles als Flops: Ursprünglich sollten die wiederverwendbaren Raumfähren die Fliegerei ins All billiger machen.

Doch die Rechnung ging nicht auf.

Tatsächlich fraßen die hochkomplizierten Raumgleiter über Jahrzehnte den Löwenanteil des NASA-Etats auf.

Auch die von vielen Experten hochgelobte Internationale Weltraumstation ISS konnte an den Problemen nichts ändern.

Die Dauer-Station im All ist letztlich ...

... auch ein Geldgrab.

Erst jüngst gab die NASA offiziell bekannt, dass im Mai 2010 die Shuttle-Flüge eingestellt werden.

Wer dann noch zur ISS will, ist mindestens fünf Jahre lang auf "Mitfluggelegenheiten" in der wesentlich kleineren und unbequemen Sojus-Raumkapsel angewiesen.

Ein russisches Monopol im All - noch vor Jahren wäre das in den USA undenkbar gewesen. Frühestens im Jahr 2015 soll der neue US-Raumtransporter Orion einsatzbereit sein. (Im Bild: Sojus-Landekapsel)

Um wieder für die rechte Weltraumbegeisterung zu sorgen, gab Präsident George W. Bush neue Ziele vor: "Zurück zum Mond, zum Mars und darüber hinaus", heißt das Programm.

Im Jahr 2020 soll wieder ein Amerikaner seinen Fuß auf den Mond setzten, es soll sogar eine ständige Mondbasis gebaut werden, sozusagen als "Sprungbrett" für weitere Missionen. (Im Bild: NASA-Illustration)

2037 soll dann erstmals ein Amerikaner auf dem Mars landen. Er hat dann diesen Blick auf die Erde. (Alle Bilder: AP, Reuters, dpa, NASA)

Bilderserie versenden
Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.