
| DI | -6° / 1° |
| MI | -0° / 5° |
Leben ist Werden ...
... und Vergehen.
Phasen mit massivem Sterben von Arten gab es, seit es Leben auf der Erde gibt.
Seit dem 17. Jahrhundert jedoch ist der Mensch maßgeblich für das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten verantwortlich.
Immer mehr Tiere und Pflanzen müssen den derzeit rund sechs Milliarden Menschen auf der Erde weichen, ...
... denn keine andere Art gestaltet seinen Lebensraum so "deutlich" wie der Mensch.
Das heißt Zerstörung, Veränderung und Übernutzung der Natur, des Lebensraumes von Tieren und Pflanzen.
Der weltweite Boom von Biodiesel nimmt beispielsweise den Orang-Utans die Lebensgrundlage.
Zum einen wird der Regenwald abgeholzt, um Palmölplantagen anzulegen.
Zum anderen mögen die Tiere die Früchte der Ölpalme und sind somit direkte Konkurrenten der Plantagenbesitzer. Aus diesem Grund werden die Tiere oftmals einfach abgeschossen.
Ebenso kann illegaler Handel zur Bedrohung und sogar zum Aussterben einer Art führen.
Ist erst einmal eine Art ausgestorben, ist sie für immer verloren, wie beispielsweise der Auerochse, der auch Ur genannt wird.
Das letzte bekannte Exemplar wurde 1627 von Wilderern im Wald von Jaktorw in Polen erlegt.
Alle heute lebenden Hausrindrassen gehen auf den Auerochsen zurück. In den 1920er Jahren versuchten zwei Zoodirektoren, den Auerochsen aus Hausrindern zurückzuzüchten.
Die Naturschutzorganisation World Wide Fund (WWF) geht davon aus, dass die derzeitige (Jahr 2007) Aussterberate von 3 bis 130 Arten um den Faktor 100 bis 1000 über dem natürlichen Wert liegt. Der Flussdelfin Baiji konnte auch nach intensiver Suche nicht entdeckt werden.
Der Überfischung des Dorschs in der Ostsee beispielsweise muss schnell ein Riegel vorgeschoben werden, um die Bestände dieser Art zu schützen.
Vor allem wirtschaftliche Interessen und finanzielle Aufwendungen machen den Schutz der Arten schwierig und langwierig, obwohl die Zeit beim Tier- und Artenschutz ein wichtiger Faktor ist.
Auch die rasanten Klimaveränderung der letzten Jahrzehnte...
... und die Umweltverschmutzung sind Gründe für das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.
Zudem können so genannte Neutiere oder Neupflanzen, die vom Menschen bewusst oder unbewusst in neue Lebensräume gebracht werden...
... einheimische Tiere und Pflanzen soweit verdrängen, dass diese ihren ursprünglichen Lebensraum verlassen müssen.
Im schlimmsten Fall finden die verdrängten Arten keinen neuen Lebensraum und sterben aus.
Das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten bedeutet in jedem Fall ein Störung im sensiblen ökologischen Gleichgewicht.
Meist löst das Verschwinden einer Art einen Dominoeffekt aus.
Nur der Mensch kann das Artensterben beenden und damit die Biodiversität der Natur erhalten.
Die wichtigste Maßnahme ist der Erhalt und der Schutz der Lebensräume der Arten.
Wegen der vom Aussterben bedrohten Hufeisennase beispielsweise ist der Bau der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal umstritten und zunächst gestoppt worden..
Artenschutzstationen, wie beispielsweise die in Sachsenhagen (Kreis Schaumburg) versuchen zwar, abgewanderte und bedrohte Wildtiere, wie die Wildkatze, wieder anzusiedeln. Flächen- und Artenschutz allein reichen jedoch nicht aus.
Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren, wie vor einem Jahr mit dem Bären Bruno, müssen reduziert, Menschen zum Thema Artenschutz aufgeklärt und tolerant werden.
Ausgefallene Souvenirs, wie lebende Tiere oder seltene Pflanzen, müssen ein Tabu sein.
Wer unbedingt exotische Naturheilmittel kaufen muss, sollte auf deren Herkunft und nicht nur auf die versprochene Wirkung achten.
Wichtig ist, das Gleichgewicht zwischen "Aus der Natur nehmen und der Natur geben" herzustellen, das sog. Nachhaltigkeitsprinzip. Aus einem Wald bspw. darf nur soviel Holz genommen werden, wie nachwachsen kann. (Alle Bilder: dpa, wikipedia)
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.