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Mittwoch, 25. November 2015

Gefeiert als Genie und Pop-Ikone: Albert Einstein: ein Mensch mit Weitblick

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Mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie revolutionierte er das Weltbild der Physik: Albert Einstein war ein Jahrhundertgenie. An manches, was die Theorie voraussagte, ... (Foto: picture alliance / dpa)

Mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie revolutionierte er das Weltbild der Physik: Albert Einstein war ein Jahrhundertgenie. An manches, was die Theorie voraussagte, ...

Mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie revolutionierte er das Weltbild der Physik: Albert Einstein war ein Jahrhundertgenie. An manches, was die Theorie voraussagte, ...

... Schwarze Löcher etwa, konnte Einstein selbst nicht glauben. Inzwischen wurde die Allgemeine Relativitätstheorie in vielerlei Hinsicht bestätigt. 1915, als der Physiker sie vorstellte, war er damit seiner Zeit weit voraus.

Auch außerhalb der Wissenschaft erwies sich Einstein als Mensch mit Weitblick. So war er zu Zeiten des Ersten Weltkriegs (diese Aufnahme entstand danach, im Jahr 1919) einer der wenigen, die nicht der Kriegsrhetorik verfallen waren und klar sahen, wo der Irrsinn enden würde.

Einstein war Pazifist (hier 1925 mit Niels Bohr), und doch gab er den Anstoß ...

... zur Entwicklung der Atombombe in den USA. "Ich habe einen schweren Fehler in meinem Leben gemacht – als ich den Brief an Präsident Roosevelt mit der Empfehlung zum Bau von Atombomben unterzeichnete; aber ...

... es gab eine gewisse Rechtfertigung dafür – die Gefahr, dass die Deutschen welche bauen würden", sagte Einstein 1954 seinem Freund Linus Pauling. Bereits 1950 hatte er sich öffentlich gegen das atomare Wettrüsten ausgesprochen.

Einstein war im öffentlichen Leben sehr präsent, sein politisches Engagement war groß. Stets hatte er seine eigenen Ideen und Ansichten von den Dingen, er ließ sich ...

... in keine Schablone pressen. Der Medienrummel um den Physiker war groß, nicht immer hatte Einstein darauf Lust. Dieses Bild entstand 1951, am Tag seines 72. Geburtstags, als er den Paparazzi in seinem Wohnort Princeton, USA, nicht entgehen konnte. Später sagte Einstein dazu: "Die ausgestreckte Zunge gibt meine politischen Anschauungen wieder."

Er bezog sich damit auf die McCarthy-Bespitzelungen in den USA: Echte und vermeintliche Kommunisten und deren Sympathisanten wurden verfolgt. Auch Einstein stand auf der Liste, war aber zu prominent für eine Verfolgung. Anders erging es Robert Oppenheimer, hier mit Einstein im Bild.

"Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind und ihre Stimmen genauso zählen wie unsere", befand Einstein damals, Anfang der 1950er Jahre.

Einstein selbst gelang es, allen Widrigkeiten die Stirn zu bieten. "Es gibt niemanden, der mich verletzen kann, es fließt an mir ab, wie Wasser am Krokodil", stellte er fest.

Seine Individualität pflegte er auch äußerlich: Einstein war es, der unter Physikern den Schlabberlook einführte. Er kam im Pullover und mit wirren Haaren zur Arbeit. Das hatte es bis dahin nicht gegeben. Üblicherweise ...

... erschien man im Anzug und mit Krawatte.

Diese Aufnahme entstand 1928 an der Lübecker Bucht, ...

... diese 1931 in Einsteins Sommerhaus in Caputh bei Potsdam. In diesen Jahren hatte Einstein bereits den wachsenden Antisemitismus in Deutschland zu spüren bekommen. Die ...

... Allgemeine Relativitätstheorie war von deutschen Nobelpreisträgern als "jüdische Physik" verunglimpft worden.

1933 kehrte Einstein dem nationalsozialistischen Deutschland den Rücken. Er gab seinen deutschen Reisepass ab, die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm aberkannt. Fortan lebte der berühmte Physiker in Princeton (das Bild zeigt seinen dortigen Arbeitsplatz).

In den USA - wie auch in England - gab es keinerlei Vorbehalte gegen ihn. Hier wurde seine Theorie ...

... mit Begeisterung rezipiert. Als Einstein nach Manhattan reiste, ehrte man ihn mit einer Konfetti-Parade.

Dass er auch ein musischer Mensch war, haben nur wenige Bilder festgehalten. Hier spielt Einstein 1941 auf einer Benefiz-Veranstaltung für Flüchtlingskinder in England. "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt", sagte das Genie. Und auch ...

... Folgendes soll er geäußert haben - passend zum Thema Musik und Nazi-Deutschland: "Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde."

Einstein, hier auf Fotos von 1953, starb 1955 im Alter von 76 Jahren an einem Aneurysma. Sein Leichnam wurde verbrannt und die Asche verstreut. Der Pathologe Thomas Harvey jedoch ...

... wollte unbedingt in Erfahrung bringen, wie Einstein ein solches Genie werden konnte. Er hoffte, die Antwort ...

... im Gehirn des Physikers zu finden, entnahm es, schnitt es in Scheibchen (siehe Bild) und bot die Teile unter Wissenschaftlern feil. Seit 2013 sind einige dieser Portionen von Einsteins Gehirn in der Dauerausstellung des Mütter Museums in Philadelphia zu sehen. Eine ...

... überzeugende Antwort auf Harveys Frage aber - die Ursache der Einsteinschen Intellligenz - steht noch immer aus. (asc)

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