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Die gesellschaftlich anerkannte Droge: Alkohol

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"Ein Gläschen in Ehren ...

"Ein Gläschen in Ehren ...

"Ein Gläschen in Ehren ...

... kann niemand verwehren." Es können aber auch zwei oder drei sein.

Alkoholische Getränke gehören auf jeden Fall zu jeder Feier dazu, damit die richtige Stimmung aufkommt.

Auch bei Volksfesten darf die zügellose Stimmung nicht fehlen. Am besten zu erreichen mit viel Bier.

Aber auch hochprozentige Spirituosen der verschiedensten Marken lassen Heiterkeit und Humor aufkommen.

Nach der Sause, bei der durch Alkoholkonsum meist jede Zurückhaltung fehlt, muss eben aufgeräumt werden.

Aber im Ernst: Alkohol ist ein in reifen Früchten natürlich vorkommendes Produkt der alkoholischen Gärung mit berauschender Wirkung.

Alkoholische Getränke werden meist industriell hergestellt ...

... und auf vielfältige Art und Weise vermarktet.

Auch in Brot, Apfel- und Traubensaft, Sauerkraut, Kefir und ...

... sogar in einer reifen Banane sind geringe Mengen von Alkohol enthalten, die jedoch ohne schädliche Wirkungen auf den menschlichen Organismus sind.

Der Konsum alkoholischer Getränke führt zu einer Erweiterung vor allem der äußeren Blutgefäße. Daraus ergibt sich ein Wärmegefühl. Die natürliche Regulierung des Wärmehaushaltes wird außer Kraft gesetzt.

Zudem hat Alkohol eine betäubende Wirkung. Je nach Situation kann er stimulierend wirken oder einen Stimmungswandel verursachen. Alkohol beeinträchtigt schon in kleinen Mengen die Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr.

Der regelmäßige Konsum von Alkohol führt zu körperlicher Abhängigkeit. Schwere Schädigungen der Organe, vor allem von Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse sind die Folgen.

Aber auch das Gehirn und seine Tätigkeit wird durch Alkoholkonsum beeinträchtigt. Das Blickfeld wird verengt und die Reaktionszeiten verlängern sich.

Allein in Deutschland sind über 4 Millionen Menschen alkoholabhängig. Eine Vielzahl davon nimmt die Gefahr der Sucht nicht wahr, ...

... da das Trinken von alkoholischen Getränken in unserer Gesellschaft eine hohe Akzeptanz genießt.

Die körperlichen und geistigen Erscheinungen bei einem Alkoholentzug sollen heftiger sein, als sie das berüchtigte Heroin hervorruft.

Auch die oft beschworene positive Wirkung von Alkohol auf die Gesundheit ist umstritten.

Alkoholmissbrauch führt jedes Jahr zu zahlreichen Verkehrsunfällen mit Todesfolgen.

In Deutschland sterben im Jahr rund 16.000 Menschen durch Alkoholmissbrauch.

Das sind rund zwei Prozent aller Sterbefälle. Dabei sind Männer drei Mal häufiger betroffen als Frauen.

Die EU-Kommission schätzt jährlich rund 200.000 Todesfälle durch Alkoholmissbrauch in der EU.

Vor allem Kinder und Jugendliche sind durch die anerkannte Droge Alkohol gefährdet.

Schwangere Frauen, die Alkohol trinken, geben diesen direkt an das ungeborene Kind weiter. Schädigungen an Körper und Geist können nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Heranwachsende steigen oftmals mit den süßen und verführerisch aussehenden Alcopops in den Alkoholkonsum ein. Das Einstiegsalter liegt im Durchschnitt zwischen dem elften und dem zwölften Lebensjahr.

Etwa die Hälfte aller Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren konsumieren regelmäßig alkoholische Getränke. Tendenz steigend!

Die Bundesregierung hat auf diese alarmierenden Zahlen im Jahr 2004 reagiert und die Alcopops mit einer Sondersteuer belegt.

Nun werden zwar weniger Alcopops, dafür aber mehr süße Biermixgetränke vor allem von Jugendlichen konsumiert.

Die Kosten alkoholbezogener Krankheiten werden auf 20 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Vor allem das Komatrinken hat in den letzten Jahren zugenommen, so der Bericht des "Jahrbuch Sucht 2010"

Auch die EU hat mit einer "Europäischen Strategie zur Bekämpfung von alkoholbedingten Schäden" dem Alkoholmissbrauch den Kampf angesagt. An Warnhinweise auf Flaschen ist aber nicht gedacht.

Leider haben die Warnungen auf Zigarettenschachteln auch nicht den erwarteten Erfolg gebracht.

Letzlich können nur Aufklärung ...

... und Wissen zum Thema Alkohol sowie ein bewusster Umgang mit der gesellschaftlich anerkannten Droge vor Schäden schützen. (Alle Bilder: dpa)

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