Bilderserie

Nachdenklicher Prachtband "Der Mensch und die Weltmeere": Arthus-Bertrand erkundet die Ozeane

Bild 1 von 18
So hatte man die Welt noch nicht gesehen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

So hatte man die Welt noch nicht gesehen.

So hatte man die Welt noch nicht gesehen.

Zumindest nicht in dieser Schönheit.

Aber auch in dieser Zerbrechlichkeit.

Mit "Die Erde von oben" begeisterte Yann Arthus-Bertrand Menschen auf der ganzen Welt - …

… als Buch, Film und mit Freilichtausstellungen.

Nun hat sich der französische Fotograf und Filmemacher erneut aufgemacht, die vom Menschen bedrohte Umwelt zu zeigen.

Schon der Titel des voluminösen Bandes "Der Mensch und die Weltmeere" (Knesebeck-Verlag) verweist auf den Ansatz des Werkes: …

… Es geht nicht nur darum, schöne Bilder unserer Ozeane und Meere - sowohl aus der Luft als auch unter Wasser - zu präsentieren, sondern auch auf das durch den Menschen verursachte gestörte Gleichgewicht dieses elementaren Lebensraums hinzuweisen. (Köhler zwischen orangenen Seefedern, Neuseeland)

Um diesen Ansatz umzusetzen, holte sich Arthus-Bertrand Hilfe ins Boot: Co-Autor Brian Skerry ist ein ausgewiesener Experte für Unterwasserfotografie.

Zudem werden in dem 304-seitigen Band nicht nur atemberaubende Fotos gezeigt, die die Meere als Lebensraum von Tieren, Pflanzen und …

… Menschen zeigen. (Siedlungen der Kuna-Indios, Panama) Sondern ...

... darüber hinaus kommen zahlreiche Experten - Wissenschaftler, Journalisten und Umweltschützer - zu verschiedenen Themengebieten zu Wort. Dabei geht es um das gestörte Gleichgewicht der Meere, …

… das durch Überfischung, Vermüllung oder den Klimawandel hervorgerufen wird. (Schmelzender Eisberg vor Grönland)

"Der Mensch und die Weltmeere" geht damit weit über das Konzept eines "normalen" Fotobandes hinaus. Das Buch ist gleichzeitig Bestandsaufnahme und Dokumentation - aber auch dringliche Warnung. (Zitronengrundel in einer verrosteten Getränkedose)

Denn zerstört der Mensch weiterhin die empfindliche Welt der Meere, die immerhin Zweidrittel der Erdoberfläche ausmachen, dann gräbt er sich sein eigenes Grab. (Kegelrobbe im Golf von Maine, USA)

Dieses Konzept, nicht nur die Schönheit des Lebens im Wasser zu zeigen, sondern deren Zerstörung in Wort und Bild zu dokumentieren, macht den Band zu einer großartigen Lektüre, für die man sich ruhig etwas Zeit nehmen kann. (Beilfische in einer Unterwasserhöhle, Britische Jungferninseln)

Den Autoren geht es nämlich nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger Umweltschutz zu propagieren. Sie zeigen vielmehr auf, welche Schönheit auf dem Spiel steht - und wie man die Meere retten könnte. Das ist eine sehr logische und überzeugende Herangehensweise. (Grünalgen an den Muschelbänken der Bucht von Saint-Brieuc, Frankreich)

"Der Mensch und die Weltmeere" ist im Knesebeck-Verlag erschienen, in Zusammenarbeit mit GEO und Arthus-Bertrands Stiftung GoodPlanet. Der großformatige Band hat 304 Seiten und 220 farbige Abbildungen. Er kostet 39,95 Euro (D). (Text: Markus Lippold)

weitere Bilderserien