Bilderserie
Montag, 28. Mai 2012

Die besten Bilder vom DLR: Aus dem Weltraum geknipst

Bild 24 von 24
Watt vor Sylt: Dieses Bild wurde aus zwei TerraSAR-X-Aufnahmen zusammengesetzt. Eine Aufnahme entstand im April, die andere im Mai 2008. Auf den Wasserflächen weichen sie stark voneinander ab. Das resultierende Bild zeigt Struktur und Beschaffenheit des Watts, der Sedimente und der Lebensräume im Wattenmeer. Deutlich treten Wasserläufe hervor (zu erkennen im blauen Bereich) sowie Muschelbänke (helle Bereiche in Küstennähe). (Foto: DLR)

Watt vor Sylt: Dieses Bild wurde aus zwei TerraSAR-X-Aufnahmen zusammengesetzt. Eine Aufnahme entstand im April, die andere im Mai 2008. Auf den Wasserflächen weichen sie stark voneinander ab. Das resultierende Bild zeigt Struktur und Beschaffenheit des Watts, der Sedimente und der Lebensräume im Wattenmeer. Deutlich treten Wasserläufe hervor (zu erkennen im blauen Bereich) sowie Muschelbänke (helle Bereiche in Küstennähe).

Stadt unter dem Meeresspiegel: Das eingefärbte SRTM-Höhenmodell zeigt die Höhenlagen von New Orleans im Süden der USA. Große Teile der Stadt befinden sich weit unterhalb des Meeresspiegels. Ohne aufwendige bauliche Schutzmaßnahmen wären sie überflutet. Gelbe und grüne Zonen liegen über dem Meeresspiegel, blaue bis zu vier Meter darunter.

Schiffe im Blick: Dieses Bild des Radarsatelliten TerraSAR-X zeigt Kiel und die Kieler Förde. Jeweils mit einem Kreis markiert sind Schiffe, die sich zur Zeit der Aufnahme (Juni 2009) dort befanden. TerraSAR-X-Aufnahmen lassen sich aufgrund ihrer hohen Auflösung gut zur schnellen Schiffserkennung nutzen.

Megastadt am Bosporus: Aus 500 Kilometern Höhe schaut TerraSAR-X hier auf Istanbul. Links unten ist der Flughafen. Start- und Landebahnen erscheinen als schwarze Linien. Gelb eingefärbt stehen Häuser dicht an dicht. In der Innenstadt sind nur wenige Flächen unbebaut und somit grün eingefärbt. So befindet sich zum Beispiel an der Landzunge, an der das Goldene Horn in den europäischen Teil hineinreicht, der Topkapi-Palast.

Mexiko-Stadt senkt sich: TerraSAR-X hat die Metropole im Abstand von vier Monaten aus dem Weltall aufgezeichnet. Allein in dieser Zeit senkte sich der Boden stellenweise um zehn Zentimeter. Dunkelrot sind hier die Bereiche, in denen TerraSAR-X die größten Veränderungen der Bodenhöhe verzeichnete. Grün sind unveränderte Gebiete. Grund für die Bodenabsenkungen ist unter anderem die Grundwasserentnahme.

Köln gestern und heute: Die Überlagerung von Radaraufnahmen aus den Jahren 2007 und 2009 stellt Veränderungen in unterschiedlichen Farben dar. Magenta sind Objekte, die 2007 vorhanden waren, 2009 aber fehlten. Türkis sind die Objekte, die 2007 noch nicht existierten, so etwa die Kranhäuser des Rheinauhafens. Die Ufer des Rheins waren in den beiden Jahren verschieden stark überflutet. Der niedrigste Pegelstand ist somit nur in einer Aufnahme (Magenta) erkennbar.

Köln ganz natürlich: Diese Aufnahme ist aus einer Höhe von rund 500 Kilometern entstanden. Farbig hervorgehoben ist hier der Unterschied zwischen bebauter Fläche und naturnah belassenen Räumen. Je nach Aufnahmemodus von TerraSAR-X kann in der späteren Bildauswertung sogar zwischen einzelnen Vegetationsformen unterschieden werden.

Blick unter die Schneedecke: Eis und Schnee können farbig sein - zumindest, wenn TerraSAR-X auf eine solche Landschaft schaut. Bis in eine Tiefe von einem Meter können die Radarstrahlen in die Schneedecke vorstoßen. Der Untergrund reflektiert die Pulse dann unterschiedlich stark zurück. So wird aus dem zugefrorenen Mündungsdelta des kanadischen MacKenzie-Flusses eine Aufnahme in vielen Farben, die die Strukturen der Landschaft unter dem Schnee zeigt.

Insel in 3D: Die Oktoberrevolutions-Insel liegt im Arktischen Ozean nördlich des russischen Festlandes. Die höchste Erhebung ist der 965 Meter hohe Berg Mount Karpinski. Das TanDEM-X-Höhenmodell ...

... zeigt auf der Mitte der Oktoberrevolutions-Insel eine Eiskappe. Sie hat einen Durchmesser von 30 bis 40 Kilometern und ist 700 Meter hoch. Die Eiskappe liegt auf einer Landschaft aus Schnee und Eis. Außerdem sind auf dem Bild von der Eiskappe weglaufende Entwässerungslinien zu erkennen.

Ein Eisberg löst sich ab: Wie ein Nagel an einem Seidentuch zerrt, so hemmt eine kleine Insel - links im Bild als helle Form zu erkennen - am antarktischen Königin-Maud-Land das gleichmäßige Fließen des Schelfeises. Der Eisberg bricht schließlich ab.

Nochmal Antarktis: Das Detailbild von TerraSAR-X zeigt den Nimrod-Gletscher. Er umspült den Kon-Tiki Nunatak, einen Fels über der Eisfläche. Dabei sind selbst die Spalten im Hauptrumpf des Gletschers zu sehen.

Zerstörungen nach dem Tsunami: Die TerraSAR-X-Aufnahme vom 12. März 2011 zeigt, wie stark der Hafen der japanischen Stadt Sendai von Tsunami-Wellen verwüstet wurde. Die magentafarbenen Flächen zeigen den Grad der Zerstörung in Form von Geröll und Schuttablagerungen an, die blauen Flächen die überschwemmten Gebiete.

Überfluteter Flughafen: Auch dieses Radarbild ist vom 12. März 2011. Es veranschaulicht die Folgen des Tsunamis für den Flughafen Higashi-Matsushima. Die blauen Flächen zeigen die Überflutung an, die magentafarbenen Gebiete zeigen das Ausmaß der zerstörten Infrastruktur.

Haiti vor dem Beben: Der Kartenausschnitt zeigt Teile des Stadtzentrums von Port-au-Prince vor dem Erdbeben am 12. Januar 2010. Zu sehen sind der Präsidentenpalast unten in der Mitte, umgeben von Grünflächen, und die Kathedrale oberhalb der Bildmitte. Am südlichen Rand steht ein Krankenhaus, erkennbar am leuchtend roten Roten-Kreuz. Der Präsidentenpalast und auch die Kathedrale waren nach der Katastrophe zu mehr als 40 Prozent zerstört.

Öl im Golf von Mexiko: Am 9. Juli 2010 zeichnete TerraSAR-X das ölverseuchte Gebiet im Golf von Mexiko auf. Die Umweltkatastrophe hatte fast drei Monate zuvor begonnen, als die Bohrplattform "Deepwater Horizon" nach einer Explosion gesunken war und die Ventile nicht geschlossen werden konnten. Gut zu erkennen ist die "Artificial Barrier Island", eine künstlich aufgeschüttete Insel östlich der Chandeleur Islands, die wieder von Ölschlieren umspült wird.

Ölfilm in der Timorsee: Das Bild vom 21. September 2009 zeigt die Montara-Offshore-Ölplattform in der Timorsee nordöstlich von Australien und den von ihr ausgehenden Ölfilm. Er ist als großer dunkler Fleck zu erkennen. Das aufgenommene Gebiet ist 100 Kilometer mal 150 Kilometer groß, es entspricht damit etwa der Größe Schleswig-Holsteins. Der Ölfilm bedeckt mehr als die doppelte Fläche Berlins.

Eyjafjalla auf Island: Als der Vulkan Eyjafjalla im Frühjahr 2010 ausbrach, wurde er von einer 200 Meter dicken Eisschicht befreit. Das Höhenmodell aus den Daten der beiden Radarsatelliten TanDEM-X und TerraSAR-X zeigt, dass der benachbarte Vulkan Katla (rechts im Bild) wohl auch noch aktiv ist: Die kleinen Dellen deuten daraufhin, dass sein Eisschild schmilzt und absinkt.

Blick durch die Asche: Während Flugzeuge den aktiven Eyjafjallajökull nicht überfliegen konnten, blickte TerraSAR ungefährdet aus dem All auf den Ausbruchort und seine Umgebung. Dabei konnte er durch Asche- und Rauchwolken hindurch in den Vulkankrater schauen. Die Aufnahme vom Abend des 15. April 2010 zeigt drei schwarze Ausbruchöffnungen.

Lavaströme am Ätna: Größere Unterschiede zwischen dem Höhenmodell des SRTM von 2000 und dem neuen TanDEM-X-Höhenmodell sind hier farbig markiert. Daraus lassen sich neue Lavaströme und Höhenveränderungen an den Kratern ableiten. So erfolgte zum Beispiel ein Ausfluss 2001 in Richtung Süden (links im Bild), während der Großteil der Veränderungen im zentralen Valle del Bove jüngeren Ursprungs ist.

Filigrane Landschaft: Neben dem Vulkangebiet der Atacama-Wüste zeigt diese TanDEM-X-Aufnahme die mit insgesamt 10.000 Quadratkilometern Umfang größte Salzpfanne der Welt. Die (dunkel)blaue Farbe markiert die Salzebene als den tiefsten Bereich.

Neues Lavafeld: Der Puyehue ist ein 2236 Meter hoher Vulkan in den südchilenischen Anden. Der jüngste Ausbruch des Vulkans begann am 4. Juni 2011. Einen Monat später sieht man auf dieser TerraSAR-X-Aufnahme nordwestlich des markanten Kraters - gleichmäßig hell, fast wie ein See - das neu entstandene Lavafeld. Dieses ist durch einen Lava-Strom - etwas verwaschen bläulich im Bild - mit dem unmittelbar östlich gelegenen, neuen Eruptionskrater verbunden.

Momentaufnahme von Land und Wasser: Beim zeitgleichen Blick der Zwillingssatelliten TanDEM-X und TerraSAR-X auf das Franz-Josef-Land im Nordpolarmeer werden selbst die Bewegungen des Wassers eingefroren. Forscher aus der Ozeanographie oder der Klimaforschung können mit solchen Aufnahmen beispielsweise die Meeresströmung genau untersuchen.

Ein Fest zum Schluss: Die Wüste lebt. Jedes Jahr im Spätsommer lockt das "Burning Man Festival" rund 50.000 Menschen in die Wüste Nevadas (USA). Hier eingefärbt: Zelte und Fahrzeuge der Besucher.

Watt vor Sylt: Dieses Bild wurde aus zwei TerraSAR-X-Aufnahmen zusammengesetzt. Eine Aufnahme entstand im April, die andere im Mai 2008. Auf den Wasserflächen weichen sie stark voneinander ab. Das resultierende Bild zeigt Struktur und Beschaffenheit des Watts, der Sedimente und der Lebensräume im Wattenmeer. Deutlich treten Wasserläufe hervor (zu erkennen im blauen Bereich) sowie Muschelbänke (helle Bereiche in Küstennähe).

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