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Montag, 28. September 2015

Naturschauspiel der Superlative : "Blutmond" begeistert die halbe Welt

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Wer früh aufgestanden ist, wurde - sofern der Himmel wolkenfrei war - mit einem wunderbaren Schauspiel belohnt: einer Mondfinsternis der besonderen Art (hier über Berlin). (Foto: dpa)

Wer früh aufgestanden ist, wurde - sofern der Himmel wolkenfrei war - mit einem wunderbaren Schauspiel belohnt: einer Mondfinsternis der besonderen Art (hier über Berlin).

Wer früh aufgestanden ist, wurde - sofern der Himmel wolkenfrei war - mit einem wunderbaren Schauspiel belohnt: einer Mondfinsternis der besonderen Art (hier über Berlin).

Die Erde hatte sich zwischen Mond und Sonne geschoben. Und doch verdunkelte sich unser Trabant nicht komplett. Er erschien in einem roten Schimmer - daher die Bezeichnung "Blutmond" (hier ein Foto aus Osnabrück).

Der Grund dafür: Die roten Anteile des Sonnenlichts wurden in den Kernschatten der Erde abgelenkt (Hamburg).

Doch das war nicht die einzige Besonderheit in dieser Nacht: Der Mond erschien auch noch besonders groß, denn mit einem Abstand von nur 356.880 Kilometern war er der Erde extrem nah. Experten sprechen von einer Supervollmond-Finsternis (hier über dem Uetliberg in Zürich).

Das Spektakel begann, von Deutschland aus betrachtet, um 3.07 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt trat der Vollmond in den Kernschatten der Erde (Neuhaus).

Die maximale Finsternis (nicht im Bild) war um 4.47 Uhr erreicht (Köln).

Um 5.24 Uhr begann der Mond dann, aus dem weiteren Erdschatten herauszuwandern (Hildesheim).

Es dauerte noch eine weitere Stunde, bis er den Erdschatten komplett verlassen hatte. Das war um 6.27 Uhr (Frankfurt am Main).

Anders als bei einer Sonnenfinsternis begann und endete die Mondfinsternis überall in Deutschland, sogar überall in der mitteleuropäischen Zeitzone, zur selben Uhrzeit (Hamburg).

Sofern keine Wolken im Weg sind, ist eine Mondfinsternis überall dort auf der Welt zu sehen, wo gerade Nacht ist (Rom).

Wer den Blutmond über Paris oder ...

... dem ebenfalls französischen Colmar sehen wollte, blickte zur selben Zeit in den Himmel wie ...

... zum Beispiel die Menschen in Bern, Schweiz, ...

... im polnischen Warschau oder ...

... in Kairo, Ägypten.

In England entwickelte sich die Mondfinsternis durch die Zeitverschiebung eine Stunde früher - nach dortigen Uhren (über Peterborough).

In New York war die Nacht noch nicht erreicht, als der Blutmond am Himmel stand. Dort begann das Spektakel kurz nach 21 Uhr.

Gleiches galt für Washington D.C.

Im US-Bundesstaat Illinois war es noch eine weitere Stunde früher.

In Los Angeles ging der Mond quasi gleich als Blutmond auf; es war dort früher Abend, als die Mondfinsternis begann.

Die nächste Supervollmond-Finsternis wird es übrigens erst im Jahr 2033 geben (hier über Minsk, Weißrussland, wo uns die Zeit eine Stunde voraus ist). Im gesamten 20. Jahrhundert kam ein solches Ereignis laut Nasa nur fünf Mal vor. (asc)

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