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Das Leben mit der inneren Uhr: Chronobiologie

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6 bis 8 Uhr: Kaum aufgewacht, denkt Mann - sofern er nicht zur Arbeit hetzen muss - gern nur an das eine: Sex. Die Lust darauf ist bei Männern frühmorgens am größten. Kein Wunder: Zu dieser Tageszeit produzieren die Hoden besonders viel Testosteron. Das Sexualhormon macht eben munter. (Foto: picture alliance / dpa)

6 bis 8 Uhr: Kaum aufgewacht, denkt Mann - sofern er nicht zur Arbeit hetzen muss - gern nur an das eine: Sex. Die Lust darauf ist bei Männern frühmorgens am größten. Kein Wunder: Zu dieser Tageszeit produzieren die Hoden besonders viel Testosteron. Das Sexualhormon macht eben munter.

6 bis 8 Uhr: Kaum aufgewacht, denkt Mann - sofern er nicht zur Arbeit hetzen muss - gern nur an das eine: Sex. Die Lust darauf ist bei Männern frühmorgens am größten. Kein Wunder: Zu dieser Tageszeit produzieren die Hoden besonders viel Testosteron. Das Sexualhormon macht eben munter.

6 bis 9 Uhr: In diesen Stunden sollte man Menschenansammlungen meiden - zumindest in Grippezeiten. Der Grund: Das Immunsystem ist jetzt so schlapp wie zu keiner anderen Tageszeit. T-Helferzellen und B-Zellen, die die Antikörper produzieren, sind jetzt in nur geringer Konzentration im Blut vorhanden.

8 bis 12 Uhr: In diesen Stunden ist die Gefahr fürs Herz am größten, denn jetzt verklumpt das Blut leichter. Die Folge: ...

... Das Infarkt-Risiko ist am Morgen auffallend hoch.

9 bis 11 Uhr: Wer kurzfristig für eine Prüfung lernen muss, sollte diese Vormittagsstunden nutzen. Jetzt ist das Kurzzeitgedächtnis besonders fit.

10 bis 12 Uhr: Zu dieser Tageszeit hat die Leistungskurve ihr Hoch erreicht. Falls wichtige oder unangenehme Gespräche anstehen: nach Möglichkeit auf den Vormittag legen!

12 bis 13 Uhr: Das Leistungshoch geht nahtlos in Hunger über. Mittags produziert der Magen nämlich besonders viel Säure. Das hat Vorteile: Die Nahrung ist für den Körper jetzt gut zu verwerten.

13 bis 14 Uhr: Über den Tag verteilt, werden wir etwa alle vier bis fünf Stunden von Müdigkeit übermannt - jetzt, in der Mittagszeit, allerdings besonders stark. Wer sich kein Nickerchen erlauben kann, ...

... sollte zehn Minuten flott spazieren gehen. Das hilft besser als ein Kaffee.

Ab 14 Uhr: Jetzt ist die richtige Zeit für einen Termin beim Zahnarzt. Denn auch unser Schmerzempfinden verändert sich über den Tag. Am frühen Nachmittag produziert das Gehirn mehr schmerzstillende Substanzen als am Vormittag. Die Spritze beim Zahnarzt wirkt daher nachmittags ungefähr dreimal so lang wie am Morgen, eine halbe Stunde nämlich.

15 bis 18 Uhr: Nach dem Zahnarzt sollte man das am Vormittag Gelernte wiederholen. Denn jetzt läuft das Langzeitgedächtnis zur Höchstform auf. Wissen, das man sich in dieser Zeit aneignet, hat gute Chancen, hängen zu bleiben.

16 bis 18 Uhr: Schluss mit der Arbeit, jetzt wird's sportlich. Der späte Nachmittag ist der beste Zeitpunkt, um Muskelmasse aufzubauen oder ...

... effektiv die Ausdauer zu trainieren.

17 bis 19 Uhr: Wer mittags nur kurz in der Kantine war, sollte den frühen Abend für Gaumenfreuden nutzen. Jetzt sind Geruchs- und Geschmackssinn besonders sensibel.

18 bis 20 Uhr: Um diese Zeit - reichlich spät, wie es scheint - hat die Reaktionsfähigkeit ihren Höhepunkt erreicht. Immerhin bringt uns das vielleicht sicher nach Hause. Doch Achtung: Im weiteren Verlauf des Abends lässt das Reaktionsvermögen deutlich nach.

20 Uhr: Jetzt ist das Immunsystem in Topform. Sofern es sich nicht um besonders gefährliche Krankheitserreger handelt, ist die Ansteckungsgefahr nun geringer als am restlichen Tag.

Nach 20 Uhr: Die Verdauung läuft jetzt auf Sparflamme, eine späte üppige Mahlzeit liegt entsprechend schwer im Magen. Doch …

… die Leber kommt jetzt richtig in Schwung.

Nachts: Sobald das Tageslicht verschwunden ist, bildet das Gehirn Melatonin. Unter Einfluss dieses Hormons schaltet der Körper auf Schlaf.

Die Nieren pausieren jetzt, ...

... die Haut nutzt die Nacht zur Regeneration - auch ohne Gesichtsmaske. Alte Hautzellen werden jetzt abgestoßen.

Kariesbakterien haben in der Nacht leichtes Spiel, denn die Speichelproduktion liegt lahm.

Speichel hält die Zahnzerstörer tagsüber in Schach.

In der Nacht vermehren sich die Kariesbakterien dann. Am Morgen ist das an dem pelzigen Belag auf den Zähnen deutlich zu spüren – und mit einem Kariestest auch zu sehen.

2 bis 4 Uhr: In diesen Nachtstunden ist der Organismus komplett runtergefahren, die Reaktionsfähigkeit hat demzufolge ihren Tiefpunkt erreicht.

Das gilt auch bei Menschen, die nachts arbeiten müssen. Deswegen steigt zwischen 2 und 4 Uhr ...

... das Risiko für dramatische Unfälle in Nachtschichten.

3 bis 5 Uhr: Der Blutdruck ist im Keller. Das merkt jeder, der sich um diese Zeit aus dem Bett quälen muss.

Zur selben Zeit, ebenfalls zwischen 3 und 5 Uhr, sind die Bronchien gefährdet. Weil weniger Cortisol und Adrenalin produziert werden, verengen sie zunehmend. Asthmaanfälle treten daher in diesen Stunden gehäuft auf.

Doch ist dann der Morgen erreicht, denkt Mann - sofern er nicht zur Arbeit hetzen muss - gern nur an das eine ...

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