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Geniale Idee des Herrn Drais: Das Fahrrad: Seit 200 Jahren läuft es rund

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Fahrräder boomen hierzulande: Acht von ... (Foto: picture alliance / dpa)

Fahrräder boomen hierzulande: Acht von ...

Fahrräder boomen hierzulande: Acht von ...

... zehn Deutschen fahren regelmäßig Rad, jeder Zweite nutzt es für ...

... Einkäufe oder für den Weg ...

... zur Arbeit. Auch als ...

... Dienstfahrzeug ist es zuweilen im Einsatz. All das ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern im ...

... Stadtverkehr meist auch schneller als das Auto und umweltfreundlich noch dazu. Findet das Fahrrad im Alltag keine Verwendung, wird es ...

... für Ausflüge und Radwanderungen aus dem Schuppen geholt. Und auch, wer es sportlich mag, schwingt sich gern mal auf den Sattel. Fahrräder sind beliebt bei ...

... Jung und Alt und natürlich bei ...

... Frauen ebenso wie bei Männern. Das aber war nicht von Anfang an so. Die Geschichte des Fahrrads ...

... beginnt 1817 mit dieser Laufmaschine. So nannte ihr Erfinder selbst das Rad - der ...

... badische Forstbeamte Karl Freiherr von Drais. Er präsentierte die ...

... Laufmaschine, die von der Presse alsbald Draisine genannt wurde, in einer Zeit, in der ...

... es in Folge eines gigantischen Vulkanausbruchs in Indonesien (der Tambora spuckte) in Europa zu Schneefällen, Dauerregen, Ernteausfällen und Hungersnöten kam. Darunter litten Mensch und ...

... Tier. Heu und Hafer waren knapp, viele Pferde starben. Einer These zufolge erfand Drais die Laufmaschine vor diesem Hintergrund als Ersatz für Reitpferde. Doch bewiesen ist der Zusammenhang nicht. Das hölzerne Laufrad war ...

... auch viel zu teuer, als dass es sich als Pferdeersatz hätte durchsetzen können. Kaum jemand, der nicht dem Hochadel oder der Oberschicht angehörte, konnte sich das Gefährt leisten. Diejenigen, die tatsächlich in den Genuss einer Laufmaschine kamen, hatten ...

... zunächst mit dem Gleichgewicht zu kämpfen. Drais musste eine Bedienungsanleitung schreiben. Für seine Erfindung erhielt er ein Großherzogliches Privileg, eine Art Patent, das jedoch nur in Baden galt. So entstanden außerhalb Badens viele Nachbauten der Draisine. Bis sich ...

... das Laufrad weiterentwickelte, vergingen mehrere Jahrzehnte. Erst in den 1860er-Jahren wurden Tretkurbelräder vorgestellt, bei denen das Vorderrad mit Pedalen versehen war. Ob es der Wagenbauer Pierre Michaux war, der als Erster diese Idee hatte, oder aber ...

... der Kinderwagenbauer Pierre Lallement oder ...

... der Schreiner Philipp Moritz Fischer aus Schweinfurt, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Aber ganz gleich, wie das ...

... Zweirad aussah: Es waren zunächst fast ausschließlich Männer, die es fuhren - sei es zum Vergnügen oder um sich sportliche Rennen zu liefern. Zweiräder für ...

... Frauen, die sich - dank tiefem Einstieg - auch mit bodenlangen Röcken fahren ließen, sind vereinzelt ebenfalls entstanden (hier eine britische Variante von 1819). Doch rieten Ärzte, Pfarrer und auch Ehemänner ...

... Frauen vom Fahrradfahren ab. Manche von ihnen überhörten diese Warnungen geflissentlich und nutzten die neu gewonnene Freiheit. Bei Herrenrädern trugen sie dafür eben einen kurzen Rock oder gar eine damals für Frauen noch völlig unübliche Hose. Hochräder allerdings, ...

... die vorrangig in England und den USA entwickelt wurden und etwa 1885 auf den Markt kamen, waren für Frauen wie für Männer eine besondere Herausforderung. Sie erwiesen sich als so unfallträchtig, dass ...

... ihre Ära nicht lange währte. Die Zeit ...

... des sogenannten Sicherheits-Niederrades war gekommen. Bereits 1885 sah es den heutigen Rädern sehr ähnlich: Es hatte luftgefüllte Reifen, führte den ...

... Kettenantrieb ein und die Tretkurbel fand zwischen Vorder- und Hinterrad ihren Platz. Damit war die ...

... bis heute gültige Standardkonstruktion des Fahrrades geschaffen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Rad zum ...

... industriell und in Serie gefertigt. Für Radfahrerinnen kamen mittlerweile Hosenröcke und Pumphosen auf, sie galten aber noch immer als Tabubruch.

Die rockfreundliche Damenvariante des Niederrades aber wurde nun selbstverständlicher. Da die Löhne stiegen, konnten sich jetzt auch mehr Menschen ein Rad leisten, sein Wert als Statussymbol für die Reichen nahm deutlich ab. Nach und nach wurde ...

... das Fahrrad zum Verkehrsmittel für Frauen und Männer aller Einkommensschichten und Altersgruppen.

In den 1920er-Jahren schließlich war das Fahrrad zum Massenverkehrsmittel avanciert. Parallel dazu hatte sich bei Frauen die Hose durchgesetzt. Für alle, die sich ...

... kein Auto leisten konnten - und das war die große Mehrheit - war das Fahrrad jetzt unentbehrlich. Nach gut 100 Jahren also war es so weit: Viele, viele Menschen ...

... profitierten von der genialen Erfindung des Herrn von Drais. (asc)

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