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Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission

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Sehen Sie den winzigen Punkt in der Bildmitte? Er ist kleiner als ein Stecknadelkopf. Das ist die Erde, wie man sie vom Saturn aus sieht, also aus einer Entfernung von 1,4 Milliarden Kilometern. Dort ist die Raumsonde Cassini unterwegs - seit 13 Jahren schon. Am 13. April 2017 warf sie einen letzten Blick auf unseren Planeten. Dann begann ... (Foto: Cassini Imaging Central Laboratory for Operations/Adam Voiland/NASA JPL)

Sehen Sie den winzigen Punkt in der Bildmitte? Er ist kleiner als ein Stecknadelkopf. Das ist die Erde, wie man sie vom Saturn aus sieht, also aus einer Entfernung von 1,4 Milliarden Kilometern. Dort ist die Raumsonde Cassini unterwegs - seit 13 Jahren schon. Am 13. April 2017 warf sie einen letzten Blick auf unseren Planeten. Dann begann ...

Sehen Sie den winzigen Punkt in der Bildmitte? Er ist kleiner als ein Stecknadelkopf. Das ist die Erde, wie man sie vom Saturn aus sieht, also aus einer Entfernung von 1,4 Milliarden Kilometern. Dort ist die Raumsonde Cassini unterwegs - seit 13 Jahren schon. Am 13. April 2017 warf sie einen letzten Blick auf unseren Planeten. Dann begann ...

... der glanzvolle Abschluss der Cassini-Mission: Innerhalb von rund fünf Monaten soll die Nasa-Sonde 22 Mal zwischen dem Saturn und seinen Ringen hindurchfliegen. Die Region ist Neuland. Nie zuvor ist eine Sonde dorthin vorgedrungen. Auf den richtigen Kurs wurde Cassini ...

... durch die Anziehungskraft des Saturn-Mondes Titan gebracht. An dem flog der Orbiter am 22. April noch einmal sehr nah vorbei, um auf diese Weise ...

... in die nur 2400 Kilometer große Lücke zwischen Saturn und seinen Ringen gelenkt zu werden. Am 26. April 2017 war es dann so weit: Cassini tauchte erstmals ab. Die Antenne der Sonde wurde dafür kurzzeitig zum Schutzschild umfunktioniert, denn man rechnete in dieser Zone mit vielen umherfliegenden Ringpartikeln. Eine Übertragung ...

... von Daten war so vorerst aber nicht möglich. Erst einen Tag später konnte Cassinis Antenne wieder zur Erde ausgerichtet werden. 78 Minuten brauchen die Daten, bis sie den Weg von der Sonde bis zu uns zurückgelegt haben. Die Forscher waren gespannt - und wurden tatsächlich ...

... überrascht. Denn anders als erwartet, zeugten die Daten nicht von viel Staub und anderen Ring-Teilchen, sondern ...

... vielmehr von einer großen Leere. Cassini stieß nur etwa fünfmal mit einem Partikel zusammen und keines der Teilchen war größer als ein Mikrometer. Nun stehen die Wissenschaftler vor einem Rätsel: Warum gibt es kaum Staub zwischen Saturn und seinen Ringen? Doch Cassini zeigt noch andere spannende Dinge: ...

... Nie zuvor haben die Forscher aus so geringer Entfernung auf die Atmosphäre und den Hurrikan am Südpol des Saturn schauen können. Er hat ...

... einen Durchmesser von etwa 8000 Kilometern. Den Wirbelsturm am ...

... Nordpol, der von einem erstaunlich regelmäßigen Sechseck umgeben ist, hatte Cassini ...

... bereits 2012 genauer unter die Lupe genommen. Das Sechseck misst im Durchmesser fast 25.000 Kilometer. Zum Vergleich: Der Erddurchmesser beträgt ungefähr 12.700 Kilometer. Auch dieses Sechseck gibt den Wissenschaftlern noch Rätsel auf. Doch bis zu Cassinis Ende erhoffen sie sich vor allem ...

... Informationen zu den Ringen, zum Magnetfeld, den Polarlichtern und der Atmosphäre des Saturn.

Am 15. September 2017 soll Cassini kontrolliert auf den Ringplaneten hinabstürzen. Die Sonde liefert Daten bis zum Schluss - so der Plan. Doch schon längst gilt sie als Erfolg. Dass sie ...

... startete, ist 20 Jahre her. 1997 hob Cassini an Bord einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Mit dabei: das Landegerät Huygens, das später auf dem Saturn-Mond Titan aufsetzen sollte. Es dauerte ...

... sieben Jahre, bis das Duo sein Ziel erreichte. 2004 dann gelang aus nur noch knapp ...

... 70 Millionen Kilometern Entfernung am 9. Februar diese Aufnahme vom Saturn. Cassini und Huygens setzten ihren ...

... Weg fort. Im Sommer 2004 kamen sie ...

... schließlich in der Umlaufbahn des Saturn an. Landegerät Huygens klinkte sich einige Monate später aus, um ...

... am 14. Januar 2005 auf dem Saturn-Mond Titan zu landen. Ungefähr zwei Stunden ...

... nach dem Aufprall verlor der Lander den Kontakt zu Cassini. Die Huygens-Mission war beendet. Einige Daten aber gelangten zur Erde. Über die Oberfläche des Mondes und auch über seine Atmosphäre hat die Wissenschaft durch Huygens viel erfahren. Die Mission ...

... von Sonde Cassini aber begann nun erst so richtig. Seit 2005 leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des Saturn, dem zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems. Cassini lieferte Bilder aus bislang unerreichter Perspektive und in brillanter Schärfe. Die Mission ist ...

... ein Gemeinschaftsprojekt von Nasa und Esa, an dem auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Institute der Max-Planck-Gesellschaft beteiligt sind. Aus nächster Nähe machte Cassini Ultraviolett-Aufnahmen von den Saturn-Ringen. Die Forscher können daraus ...

... Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Ringe ziehen. Es sind vor allem die Ringe, die den Saturn so faszinierend machen. Bislang kennt man weder die Ursache ihrer Entstehung noch ihr Alter. Aber Cassini liefert Daten, mit denen sich diese Fragen möglicherweise irgendwann beantworten lassen.

Sowohl die dunkle, unbeleuchtete Seite der Ringe als auch ...

... ihre sonnenbeschienene Seite nahm Cassini ins Visier. Die Saturn-Ringe ...

... haben einen Durchmesser von 500.000 Kilometern - das ist mehr als der Abstand zwischen Mond und Erde. Sieben Hauptringe zählt die Wissenschaft. Sie setzen sich aus Tausenden Einzelringen zusammen. Ihre Bestandteile? Milliarden wirbelnder Eis- und Gesteinspartikel.

Schon kurz nach der Ankunft von Cassini im Saturn-Orbit entdeckte man mithilfe der Sonde einen neuen Ring - erstmals nach 25 Jahren. Auch weiß man jetzt, dass es ...

... in den Ringen wilder zugeht als angenommen. Aufnahmen von Cassini zeigen, dass Kollisionen von Eisbrocken dort an der Tagesordnung sind.

Kleine Monde (62 Saturnmonde sind bekannt) spielen Tauziehen mit dem Ringmaterial. Gelegentlich schießen kanonenkugelartige Objekte durch die äußeren Ringe und verschwinden dann so schnell, wie sie aufgetaucht sind.

Die Eigenschaften der Ringe ändern sich über Jahre, Monate oder sogar Tage, fanden die Wissenschaftler heraus. Doch nicht nur die Ringe ...

... erforschte Cassini. Die Sonde schickte auch Daten von geheimnisvollen Polarlichtern auf dem Saturn.

Forscher sprechen von "einer der besten Lightshows des Sonnensystems", die es ...

... genauer zu interpretieren gilt.

Auch Stürme hat Cassini entdeckt. Hier wütet einer auf der Nordhalbkugel des Planeten, ...

... hier der bereits erwähnte direkt am Nordpol. Und wer hätte gedacht, dass der Himmel ...

... auch auf Saturn blau ist? Forscher jedenfalls waren überrascht, als Cassini ihnen diese Erkenntnis lieferte. Die dunklen Streifen am Saturnhimmel übrigens sind Schatten, die die Ringe werfen.

Auch von einzelnen Monden des Saturn schickt Cassini spannende Daten. Hier im Bild: Iapetus. Er gilt als einer der rätselhaftesten Monde des Saturn, denn er hat eine helle und eine dunkle Seite. Während die eine aus blankem Eis besteht, scheint die andere von einer meterhohen Staubschicht bedeckt zu sein.

Hier hat Cassini den Saturn-Mond Enceladus im Blick. Enceladus ist klein (500 Kilometer Durchmesser) und eisig. Cassini hat Spalten auf dem Mond entdeckt, aus denen ...

... 100 Kilometer hohe Wasserfontänen sprühen - eine besondere Form des Vulkanismus.

Auch zu Titan, dem mit mehr als 5000 Kilometern Durchmesser größten Saturn-Mond, lieferte nach Huygens auch Cassini neue Erkenntnisse. Titan ist unter einer dicken bräunlich-orangen Gashülle verborgen. Doch Cassini ...

... kann durch diese Hülle hindurchschauen. So konnten Forscher am Nordpol von Titan einen ...

... riesigen See ausfindig machen (hier eine grafische Darstellung). Der See ist bis zu 400.000 Quadratkilometer groß. Nicht aus Wasser besteht er, sondern aus flüssigem Methan und anderen Kohlenwasserstoffen. Titan besitzt Hunderte Male mehr flüssige Kraftstoffe als alle Öl- und Gasreserven der Erde zusammen. Sie regnen dort vom Himmel - bei minus 179 Grad Celsius. Abschließend noch ...

... ein Bild vom Juli 2013.: Worauf der Pfeil hier zeigt, ahnen Sie jetzt schon: Es ist die Erde. Ein winziger Punkt. 1,4 Milliarden Kilometer entfernt. (asc)

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